Wenn Entwickler ihre eigenen Tools mitbringen

Wenn Entwickler ihre eigenen Tools mitbringen

Rich Manalang


Dieser Trend ist verstärkt seit 2005 zu beobachten, als David Heinemeier Hansson (DHH) von 37signals mit seinem neuen Webframework „Ruby on Rails“ eine Open-Source-Revolution ins Rollen brachte. Damals war Java noch das Maß aller Dinge. Die meisten IT-Organisationen und ihre CIOs gaben sich damit zufrieden, mit Java und dem zugehörigen „Ecosystem“ zu arbeiten. Jedoch begannen immer mehr Entwickler, die sich an der Rails-Revolution orientierten, ihre Tools in Frage zu stellen. Rails brachte den Ruby-Entwicklern eine große Produktivitätssteigerung.

Twitter und viele andere Start-ups führten vor, dass sich eine neue Applikation mit Rails schnell und einfach realisieren ließ. Open-Source-Entwickler und junge Start-ups folgten bedingungslos diesem Beispiel und trieben die Revolution weiter voran. Bald entstanden neue Tools und Frameworks in verschiedenen Sprachen – u. a. Django für Python –, die den Anspruch erhoben, die Webentwicklung ebenso zu vereinfachen wie Ruby on Rails. Doch die Entwicklung hin zu einfacheren Tools hörte hier noch nicht auf. Aaron Swartz, hauptsächlich für sein Engagement für ein „freies“ Web bekannt, leistete einen wenig bekannten Beitrag zur „Python World“ in Form des web.py-Frameworks, eines Mikrowebframeworks, aus dem später Reddit hervorging. Bald darauf schuf Blake Mizerany, eine bekannte Größe in der Ruby-Welt, mit dem Produkt Sinatra ein noch einfacheres und minimalistischeres Webframework für Ruby.

Heute arbeiten Programmierer in aller Welt an Lösungen, um die Softwareentwicklung zu vereinfachen. Im Zuge dieser Revolution sind die Entwickler selbstbewusster geworden und in höherem Maße bereit, den Status quo zu ändern – sogar am Arbeitsplatz. Der Erfolg von Rails hat sogar einigen schon vorher existierenden Software-Engineering-Prinzipien – z. B. TDD, BDD, KISS, Pair Programming und Agile Software Development – zu neuem Glanz verholfen. All das war möglich, weil Rails diese Prinzipien unterstützte und den Entwicklern die Tools bereitstellte, um nach ihnen zu arbeiten.

Rails ist jedoch heute keineswegs zwangsläufig die richtige Lösung für die meisten Entwicklungsteams. Vielmehr war Rails eigentlich nur der Funke, der einen Flächenbrand entzündete und damit Wegbereiter zum heißesten Webentwicklungsmarkt aller Zeiten war. Heute steht Rails in einer Reihe mit zahlreichen anderen Webframeworks in verschiedenen Sprachen, welche die gleichen agilen Prinzipien unterstützen. Die Entwickler haben jetzt die freie Wahl unter einer Fülle von...

Wenn Entwickler ihre eigenen Tools mitbringen

Wenn Entwickler ihre eigenen Tools mitbringen

Rich Manalang


Dieser Trend ist verstärkt seit 2005 zu beobachten, als David Heinemeier Hansson (DHH) von 37signals mit seinem neuen Webframework „Ruby on Rails“ eine Open-Source-Revolution ins Rollen brachte. Damals war Java noch das Maß aller Dinge. Die meisten IT-Organisationen und ihre CIOs gaben sich damit zufrieden, mit Java und dem zugehörigen „Ecosystem“ zu arbeiten. Jedoch begannen immer mehr Entwickler, die sich an der Rails-Revolution orientierten, ihre Tools in Frage zu stellen. Rails brachte den Ruby-Entwicklern eine große Produktivitätssteigerung.

Twitter und viele andere Start-ups führten vor, dass sich eine neue Applikation mit Rails schnell und einfach realisieren ließ. Open-Source-Entwickler und junge Start-ups folgten bedingungslos diesem Beispiel und trieben die Revolution weiter voran. Bald entstanden neue Tools und Frameworks in verschiedenen Sprachen – u. a. Django für Python –, die den Anspruch erhoben, die Webentwicklung ebenso zu vereinfachen wie Ruby on Rails. Doch die Entwicklung hin zu einfacheren Tools hörte hier noch nicht auf. Aaron Swartz, hauptsächlich für sein Engagement für ein „freies“ Web bekannt, leistete einen wenig bekannten Beitrag zur „Python World“ in Form des web.py-Frameworks, eines Mikrowebframeworks, aus dem später Reddit hervorging. Bald darauf schuf Blake Mizerany, eine bekannte Größe in der Ruby-Welt, mit dem Produkt Sinatra ein noch einfacheres und minimalistischeres Webframework für Ruby.

Heute arbeiten Programmierer in aller Welt an Lösungen, um die Softwareentwicklung zu vereinfachen. Im Zuge dieser Revolution sind die Entwickler selbstbewusster geworden und in höherem Maße bereit, den Status quo zu ändern – sogar am Arbeitsplatz. Der Erfolg von Rails hat sogar einigen schon vorher existierenden Software-Engineering-Prinzipien – z. B. TDD, BDD, KISS, Pair Programming und Agile Software Development – zu neuem Glanz verholfen. All das war möglich, weil Rails diese Prinzipien unterstützte und den Entwicklern die Tools bereitstellte, um nach ihnen zu arbeiten.

Rails ist jedoch heute keineswegs zwangsläufig die richtige Lösung für die meisten Entwicklungsteams. Vielmehr war Rails eigentlich nur der Funke, der einen Flächenbrand entzündete und damit Wegbereiter zum heißesten Webentwicklungsmarkt aller Zeiten war. Heute steht Rails in einer Reihe mit zahlreichen anderen Webframeworks in verschiedenen Sprachen, welche die gleichen agilen Prinzipien unterstützen. Die Entwickler haben jetzt die freie Wahl unter einer Fülle von...

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