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Kolumne: EnterpriseTales

Kolumne: EnterpriseTales


Während sich derzeitig die (Enterprise-)Java-Community einmal mehr Sorgen über die Position von Oracle zu Java macht, bestimmen einige große Themen die Diskussionen, Medien und Konferenzen: Zum Beispiel das Eingeständnis, dass der Client und vor allem JavaScript nicht mehr zu vernachlässigen sind. Oder die Erkenntnis, dass monolithische Anwendungsarchitekturen überdacht werden sollten. Aber auch die Frage, was denn nun nach Java als Nächstes kommt. Und dennoch sollten wir, die Java-Community, aufpassen, dass die wirklich wichtigen Dinge nicht gänzlich vernachlässigt werden.

Gerade eben habe ich mich noch darüber gefreut, der aktuellen Grippewelle entgangen zu sein. Doch wie so oft hatte ich auch in diesem Jahr die Rechnung ohne den Wirt gemacht und musste mich irgendeinem Virus geschlagen geben. So kam es, dass ich – ausnahmsweise versteht sich – ganze 42 (!) Stunden meine E-Mails nicht gelesen habe. Der nächste Tag begann deshalb mit einer kleinen Überraschung: 101 ungelesene E-Mails der Mailingliste cdi-dev [1], auf der sich normalerweise nur ein kleines Team mit fünf bis zehn E-Mails pro Tag um aktuelle konzeptionelle Lücken und Unklarheiten sowie um die Weiterentwicklung der CDI-Spezifikation [2] kümmert.

Beim schnellen Querscannen dieser E-Mails wurde schnell klar, dass die diskutierten Themen durchaus meiner Aufmerksamkeit bedürfen und ich unbedingt dazu etwas schreiben muss. Schließlich handelte es sich um grundsätzliche Themen, die über den Scope der CDI-Spezifikation hinausgehen und mehr oder minder das Zusammenspiel zahlreicher Technologien der Enterprise-Java-Plattform betreffen. Aber da waren natürlich auch noch die vielen anderen unbeantworteten E-Mails der letzten Tage, verbunden mit den eigentlich für die Krankheitszeit eingeplanten und mittlerweile in Verzug geratenen Aufgaben. Die Prioritäten sind für jemanden, der sich wie ich nicht primär um Spezifikations- und Frameworkarbeit kümmert, dabei eindeutig: Erst das Tagesgeschäft, dann Feedback zu den cdi-dev-E-Mails – wahrscheinlich am Abend, sobald die dringendsten Themen des täglichen Jobs erledigt sind.

Wie nicht anders zu erwarten, sind gegen 18 Uhr aus 101 schon 150 cdi-dev-Wortmeldungen geworden, und die Diskussionen haben sich, wie so oft auf Mailinglisten, in mehrere gleichzeitige Gesprächsfäden zerfasert.

Was war noch einmal das Thema? Was wurde schon diskutiert? Wo befindet sich die Diskussion mittlerweile? Um diese Uhrzeit, noch gesundheitlich angeschlagen, konnte ich der Diskus...

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