Java Magazin - 06.2017 - Continuous Delivery


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Mai 2017

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Bernd Greifeneder, Lars Röwekamp, Denis Kuniß, Christian Kühn, Konstantin Diener, Michael Thiele, Martin Uhlig, Vincent Tietz, Simon Scholz, Lars Vogel, Tam Hanna, Tilmann Kuhn, Philipp Bayer, Melanie Feldmann, Oliver Wehrens, Mathias Meyer, Robin Bühler, Eberhard Wolff, Adam Bien, Daniel Schwab, Manfred Steyer, Alexandru Jecan, Johannes Unterstein

Bei Continuous Delivery (CD) scheint es für jedes technische Problem eine Lösung zu geben. Von Versionsverwaltung über automatisierte Tests bis zum Deployment helfen Frameworks und Tools von Git, über JUnit bis Jenkins, Docker, Maven oder Gradle. Dabei wird aber gerne außer Acht gelassen, dass Continuous Delivery beileibe kein reines Technikthema ist. Was das Buzzword DevOps zusammenfasst, sind im Kern alle nicht technischen Probleme, die CD so mit sich bringt. Aber eigentlich greift auch dieser Begriff zu kurz – zumindest in den Definitionen, die mir bisher begegnet sind. Denn eine wahre Continuous-Delivery-Pipeline fängt nicht bei den Entwicklern an und hört nicht beim Ops-Team auf. Am Anfang und Ende steht noch ein Kunde oder Endanwender. Und andere Abteilungen im eigenen Unternehmen gibt es auch noch. Mit all denen muss man jetzt reden! Deswegen sind die zwei Knackpunkte für Continuous Delivery transparente Informationen und Kommunikation. Die Linke sollte stets wissen, was die Rechte macht. Sonst krachts.

Überhaupt ist es unsinnig, von einem Anfang und Ende bei Continuous Delivery zu sprechen. Kontinuierlich bedeutet stetig oder ununterbrochen. Und genau so sollte man CD auch behandeln. Eine endlose Schleife an Evaluieren, Machen, Testen, Verbessern und von vorne. In diese Schleife Feedback, Fragen und Anforderungen immer wieder neu aufzunehmen, ist anstrengend und aufwendig. Eine solch umfassende CD-Schleife zu etablieren, klappt auch sicher nicht auf Anhieb. Sie nicht aufzubauen, bedeutet aber, dass es mit dem kontinuierlich nicht weit her ist. Im Experteninterview zum Themenschwerpunkt Continuous Delivery spricht Bernd Greifeneder (Seite 48) deswegen auch von CDF, Continuous Delivery and Feedback. Damit wird aus der Pipeline von A nach B ein Kreislauf von A nach B und zurück zu A.

Feedback zu geben und anzunehmen, setzt aber eines voraus: Vertrauen. Und zwar in alle Richtungen. Vertrauen in den Anwender, dass er weiß, was er macht und wie er seine Anwendung benutzt und nutzen möchte. Vertrauen in den Entwickler, dass er nicht mit Absicht Murks zusammenprogrammiert und weiß, was er macht. Dass es ohne Vertrauen nicht geht, ist auch eine These von Eberhard Wolffs Text zum Stand der Dinge bei Continuous Delivery (Seite 31). Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass Vertrauen die Basis für funktionierendes Continuous Delivery ist. Denn darauf baut die Kommunikation auf. Und dann, ja dann erst, kann die Technik kommen.

Vertrauen Sie mehr!

feldmann_melanie_sw.tif_fmt1.jpgMelanie Feldmann | Redakteurin

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