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Java Magazin
Bot-basierte Kommunikation

DevOps mit ChatOps

Viele Softwareunternehmen versuchen zurzeit, DevOps zu implementieren und ihre Prozesse und Abläufe entsprechend zu optimieren. Im Zuge dieses Hypes halten verschiedene neue und wiederentdeckte Techniken Einzug in den Arbeitsalltag, eine davon ist ChatOps.

Christian Kühn


Kommunikation ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen [1]. Übertragung heißt, dass dabei Distanzen überwunden werden können. In diesen zwei Sätzen stecken mehrere essenzielle Informationen und Herausforderungen, mit denen wir im alltäglichen Geschäft von Softwareentwicklung und -betrieb konfrontiert werden. Grundlegend bedarf jeder Schritt der zwischenmenschlichen Kommunikation, wenn mehr als eine Person an der Lösung einer Aufgabe beteiligt ist. Nicht jeder Informationsaustausch kann zwischen zwei Personen im gleichen Raum stattfinden. Absprachen finden auch mit entfernten Kunden und zunehmend in verteilten Teams statt. Sowohl im kommerziellen als auch im Open-Source-Umfeld soll natürlich auch jede wichtige Information dokumentiert werden, ohne gleichzeitig einen übermäßigen Aufwand zu erzeugen.

Klassisch fand diese Kommunikation per Telefon und Fax statt, mittlerweile benutzen die meisten Firmen ­E-Mail oder Ticketsysteme. Für interdisziplinäre Teams, die teils räumlich verteilt zusammenarbeiten, ist das zu zeitaufwendig und kompliziert. Um Informationen schneller und transparenter zu verteilen, haben sich in vielen Projekten Chatsysteme etabliert, in denen offene Fragen für alle Teilnehmer sofort ersichtlich sind, sodass dem Autor direkt geantwortet oder geholfen werden kann. Zusätzlich ist klar, ob die Frage bereits beantwortet wurde oder die Antwort noch erweitert oder korrigiert werden sollte. Beispiele dafür sind: IRC (Internet Relay Chat, Text-only), Slack, HipChat, Mattermost, Rocket.Chat (Browserclient mit bunten Bildern) oder die Integrationen in anderen Kommunikationstools (Skype, Google Hangouts, Jabber/XMPP).

Im Chat geschriebene Kommunikation können auch Teammitglieder nachlesen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt aktiv werden, da sie andere Arbeitszeiten haben oder sich in einer anderen Zeitzone aufhalten. Natürlich ist das auch bei E-Mail und Ticketsystemen gegeben, doch in einem Chatroom lassen sich unserer Erfahrung nach Informationen einfacher kontextbezogen austauschen. Zusätzlich gibt es hier oft schnelleres Feedback, weil Chatteilnehmer Fragen oder Anforderungen möglicherweise direkt beantworten können, wenn die adressierte Person gerade nicht verfügbar ist.

ChatOps: Was ist das denn nun?

Da sich viel Kommunikation im Chat abspielt, entstand die Idee, den Chat auch als Interface und Steuerungsmechanismus für andere Systeme zu nutzen. Der Vorteil besteht darin, dass man nicht erst im Chat über einen bevorstehenden Ar...

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Bot-basierte Kommunikation

DevOps mit ChatOps

Viele Softwareunternehmen versuchen zurzeit, DevOps zu implementieren und ihre Prozesse und Abläufe entsprechend zu optimieren. Im Zuge dieses Hypes halten verschiedene neue und wiederentdeckte Techniken Einzug in den Arbeitsalltag, eine davon ist ChatOps.

Christian Kühn


Kommunikation ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen [1]. Übertragung heißt, dass dabei Distanzen überwunden werden können. In diesen zwei Sätzen stecken mehrere essenzielle Informationen und Herausforderungen, mit denen wir im alltäglichen Geschäft von Softwareentwicklung und -betrieb konfrontiert werden. Grundlegend bedarf jeder Schritt der zwischenmenschlichen Kommunikation, wenn mehr als eine Person an der Lösung einer Aufgabe beteiligt ist. Nicht jeder Informationsaustausch kann zwischen zwei Personen im gleichen Raum stattfinden. Absprachen finden auch mit entfernten Kunden und zunehmend in verteilten Teams statt. Sowohl im kommerziellen als auch im Open-Source-Umfeld soll natürlich auch jede wichtige Information dokumentiert werden, ohne gleichzeitig einen übermäßigen Aufwand zu erzeugen.

Klassisch fand diese Kommunikation per Telefon und Fax statt, mittlerweile benutzen die meisten Firmen ­E-Mail oder Ticketsysteme. Für interdisziplinäre Teams, die teils räumlich verteilt zusammenarbeiten, ist das zu zeitaufwendig und kompliziert. Um Informationen schneller und transparenter zu verteilen, haben sich in vielen Projekten Chatsysteme etabliert, in denen offene Fragen für alle Teilnehmer sofort ersichtlich sind, sodass dem Autor direkt geantwortet oder geholfen werden kann. Zusätzlich ist klar, ob die Frage bereits beantwortet wurde oder die Antwort noch erweitert oder korrigiert werden sollte. Beispiele dafür sind: IRC (Internet Relay Chat, Text-only), Slack, HipChat, Mattermost, Rocket.Chat (Browserclient mit bunten Bildern) oder die Integrationen in anderen Kommunikationstools (Skype, Google Hangouts, Jabber/XMPP).

Im Chat geschriebene Kommunikation können auch Teammitglieder nachlesen, die erst zu einem späteren Zeitpunkt aktiv werden, da sie andere Arbeitszeiten haben oder sich in einer anderen Zeitzone aufhalten. Natürlich ist das auch bei E-Mail und Ticketsystemen gegeben, doch in einem Chatroom lassen sich unserer Erfahrung nach Informationen einfacher kontextbezogen austauschen. Zusätzlich gibt es hier oft schnelleres Feedback, weil Chatteilnehmer Fragen oder Anforderungen möglicherweise direkt beantworten können, wenn die adressierte Person gerade nicht verfügbar ist.

ChatOps: Was ist das denn nun?

Da sich viel Kommunikation im Chat abspielt, entstand die Idee, den Chat auch als Interface und Steuerungsmechanismus für andere Systeme zu nutzen. Der Vorteil besteht darin, dass man nicht erst im Chat über einen bevorstehenden Ar...

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