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Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE


Open-Source-Projekte sind nicht unbedingt für ihr hohes Maß an Nutzerfreundlichkeit bekannt. Die gängige Meinung ist, dass der Feinschliff eines firmeninternen Teams fehlt, um sie schlussendlich wirklich rund zu machen. Allerdings kann man auch bei kommerziellen Produkten ins Zweifeln kommen. Wie sich Windows 10 beispielsweise in den Einstellungen immer mal wieder auf sein uraltes UI zurückschaltet, kann nicht wirklich als feingeschliffen durchgehen. Auch ein gutes Beispiel ist die verwirrende Anzahl der Settings-Einträge in Android Studio, die nicht gerade auf ein klares Konzept hinweisen. Trotzdem hat die Eclipse IDE in Sachen Usability einen schlechten Ruf. Im Rahmen des Platform-Projekts versuchen wir, eine bessere Basis zu schaffen.

Ein sehr altes Problem von Eclipse wurde nun endlich adressiert. Benutzer hatten bis dato keine einfache Möglichkeit zu sehen, ob die von ihnen verwendete Version veraltet war und inzwischen eine neuere veröffentlicht wurde. Es bestand die Gefahr, dass unwissentlich mit veralteter Software gearbeitet wurde. Natürlich ist es schön, wenn die Benutzer mit einer alten Version noch gut arbeiten können. Es ist aber auch schade, wenn sie nicht von den Verbesserungen und Neuerungen der aktuellen Releases profitieren. Die pragmatische Lösung der Problematik ist die Integration des Releasedatums in den Splash Screen (Abb. 1).

vogel_scholz_eclipse_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: So könnte der Splash Screen für Eclipse Oxygen aussehen

Im Bereich Theming sind für Eclipse Oxygen bereits einige Verbesserungen umgesetzt worden. Farbfehler wurden unter Windows und Mac entfernt und die Pop-ups unter Linux im hellen Theme aufgewertet. Zudem eine große Anzahl von Kleinigkeiten, die hoffentlich die Benutzung von Eclipse ab der nächsten Version einfach netter machen. Auch am Eclipse Dark Theme wird konstant geschraubt, um die Arbeit mit der Entwicklungsumgebung so angenehm wie möglich zu machen.

Filter, Filter an der Wand

IDE-Benutzer, die nicht mit einem trivialen Set-up unterwegs sind, benötigen Filter, um die korrekten Daten auszuwählen. Leider hat die Eclipse IDE diese Option bislang nicht immer angeboten. In Eclipse 4.7 wurden bzw. werden gerade die entsprechenden Stellen nachgerüstet, z. B. beim Clean Dialog oder beim Erstellen eines neuen Features. Stefan Winkler aus Kiel arbeitet zurzeit an einem Filter für den Projekt-Explorer. Ein solcher würde unserer Meinung nach das größte Problem in Sachen Usability in Eclipse lösen, nämlich das effiziente Finden von Dateien und Projekten. ...

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