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Java Magazin
Bücher

Bücher: RESTful Go APIs

REST APIs dürften den meisten Entwicklern bekannt sein - die Verwendung von Go als Erzeugungswerkzeug der Wahl ist weniger geläufig. Der Hanser Verlag bringt nun ein rund zweihundert Seiten langes Werk auf den Markt, das sich dieser Thematik annimmt.

Tam Hanna


Da Go nicht jedermanns Sache ist, beginnt das Buch mit einem Kapitel zu Sprachgrundlagen. Darauf folgt ein weiterer Einsteigerabschnitt, der sich der REST-Architektur zuwendet. Wie im vorhergehenden Abschnitt gilt auch hier, dass die Besprechung angenehm kurz bleibt. Aus der Logik folgt, dass REST APIs sowohl HTTP als auch JSON benötigen. Das erste fachspezifische Kapitel stellt die diesbezüglichen Teile der Bibliothek im Detail vor und demonstriert anhand kleiner Programmskelette den praktischen Einsatz.APIs entstehen nicht in einem Durchlauf – in der Praxis sind einige Iterationen erforderlich, bis man ein für alle Beteiligten optimales Verfahren findet. Ralf Wirdemann trägt dieser Situation durch ein Kapitel Rechnung, welches das zu erzeugende API eines Buchhaltungssystems analysiert. Neben einer Vorstellung der Stakeholder zeigt der Autor auch, wie man Ressourcen und Flows spezifiziert. Zu guter Letzt findet sich eine kurze „Kritiksession“, die potenzielle Probleme mit dem bisher Erarbeiteten zeigt.Das an dieser Stelle erzeugte API funktioniert zwar, ist in seinem Inneren aber „chaotisch“. Als nächste Amtshandlung wendet sich der Autor Architekturkonzepten wie Layering und Domain-driven Design zu. Didaktisch klug ist, dass die vorgestellten Ideen sofort Umsetzung finden.Da ein nicht getestetes API über kurz oder lang Probleme verursacht, zeigt Kapitel 7 die verschiedenen Angriffsvektoren für mehr oder weniger stark automatisierte Testverfahren. Die bei komplexeren Interfaces hilfreichen Mock- und Fakeobjekte tauchen trotz des extrem geringen Umfangs von unter zweihundert Seiten auf: eine vernünftige Investition in die Zukunft des Lesers.Wer viel IT-Literatur liest, stolpert immer wieder über den Begriff HATEOAS. Er steht für „Hypermedia as the Engine of Application State“ – ein Verfahren, bei dem der Server dem Client Hyperlinks für potenzielle Aktionen mit den Ressourcen mitliefert. Es ist Thema des achten Kapitels, das das bisher auf dem CRUD-Prinzip basierende API erweitert. Damit ist das Buchhaltungs-API aus Sicht des Autors für den Einsatz bereit. Wie bei so gut wie allen APIs ist nun noch der Dreikampf aus Absicherung, Caching und Skalierung erforderlich – Wirdemann löst das Problem durch drei Kapitel, die die (sehr komplexen) Themenkreise kurz anreißen. Parallelisierung dient als Motivation für eine Kurzvorstellung der Goroutines, über die man sich in der Praxis natürlich noch eigenmächtig weiter informieren muss. Im Abschnitt zu Caching zeig...

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Bücher: RESTful Go APIs

REST APIs dürften den meisten Entwicklern bekannt sein - die Verwendung von Go als Erzeugungswerkzeug der Wahl ist weniger geläufig. Der Hanser Verlag bringt nun ein rund zweihundert Seiten langes Werk auf den Markt, das sich dieser Thematik annimmt.

Tam Hanna


Da Go nicht jedermanns Sache ist, beginnt das Buch mit einem Kapitel zu Sprachgrundlagen. Darauf folgt ein weiterer Einsteigerabschnitt, der sich der REST-Architektur zuwendet. Wie im vorhergehenden Abschnitt gilt auch hier, dass die Besprechung angenehm kurz bleibt. Aus der Logik folgt, dass REST APIs sowohl HTTP als auch JSON benötigen. Das erste fachspezifische Kapitel stellt die diesbezüglichen Teile der Bibliothek im Detail vor und demonstriert anhand kleiner Programmskelette den praktischen Einsatz.APIs entstehen nicht in einem Durchlauf – in der Praxis sind einige Iterationen erforderlich, bis man ein für alle Beteiligten optimales Verfahren findet. Ralf Wirdemann trägt dieser Situation durch ein Kapitel Rechnung, welches das zu erzeugende API eines Buchhaltungssystems analysiert. Neben einer Vorstellung der Stakeholder zeigt der Autor auch, wie man Ressourcen und Flows spezifiziert. Zu guter Letzt findet sich eine kurze „Kritiksession“, die potenzielle Probleme mit dem bisher Erarbeiteten zeigt.Das an dieser Stelle erzeugte API funktioniert zwar, ist in seinem Inneren aber „chaotisch“. Als nächste Amtshandlung wendet sich der Autor Architekturkonzepten wie Layering und Domain-driven Design zu. Didaktisch klug ist, dass die vorgestellten Ideen sofort Umsetzung finden.Da ein nicht getestetes API über kurz oder lang Probleme verursacht, zeigt Kapitel 7 die verschiedenen Angriffsvektoren für mehr oder weniger stark automatisierte Testverfahren. Die bei komplexeren Interfaces hilfreichen Mock- und Fakeobjekte tauchen trotz des extrem geringen Umfangs von unter zweihundert Seiten auf: eine vernünftige Investition in die Zukunft des Lesers.Wer viel IT-Literatur liest, stolpert immer wieder über den Begriff HATEOAS. Er steht für „Hypermedia as the Engine of Application State“ – ein Verfahren, bei dem der Server dem Client Hyperlinks für potenzielle Aktionen mit den Ressourcen mitliefert. Es ist Thema des achten Kapitels, das das bisher auf dem CRUD-Prinzip basierende API erweitert. Damit ist das Buchhaltungs-API aus Sicht des Autors für den Einsatz bereit. Wie bei so gut wie allen APIs ist nun noch der Dreikampf aus Absicherung, Caching und Skalierung erforderlich – Wirdemann löst das Problem durch drei Kapitel, die die (sehr komplexen) Themenkreise kurz anreißen. Parallelisierung dient als Motivation für eine Kurzvorstellung der Goroutines, über die man sich in der Praxis natürlich noch eigenmächtig weiter informieren muss. Im Abschnitt zu Caching zeig...

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