© S&S Media GmbH
Bücher

Java Performance


Ein alter – und durchaus bösartiger – Kalauer besagt, dass Algorithmik eine Wissenschaft für all jene ist, denen zum Kaufen von mehr Arbeitsspeicher das Geld fehlt. O’Reilly bietet nun ein Buch an, das sich auf die Optimierung von Java-Applikationen fokussiert.

Wie so viele andere Wissenschaftsbereiche der Informatik ist auch die Performanceoptimierung ein zutiefst holistisches Fachgebiet. Das erste Kapitel stellt deshalb den Komplex der Systemperformance als Ganzes vor, während man sich danach Fragen und Überlegungen zur Durchführung von Mikrobenchmarks im Allgemeinen zuwendet. Das einfache Anwerfen eines Testkommandos reicht in der heutigen, von Caches, Softwareoptimierungen und anderen Nettigkeiten getriebenen Welt nämlich nicht mehr aus, um zuverlässige Informationen zu erhalten.

Auf dieser soliden theoretischen Grundlage kann man Experimente mit Benchmark-Werkzeugen durchführen. Dem Java-Programmierer stehen dabei nicht nur die in der JRE enthaltenen, sondern auch auf Betriebssystemebene und in Framework-Form vorliegenden Werkzeuge zur Disposition.

Darauf folgt wieder ein theoretisches Kapitel, das sich mit dem JIT-Compiler auseinandersetzt. Java-Code wird schon seit langer Zeit nicht interpretiert, sondern zur Laufzeit in Maschinencode umgewandelt. In diesem übrigens auch in virtuellen Maschinen implementierten Verfahren findet sich die eine oder andere Optimierungsmöglichkeit – lobenswert ist, dass das Werk auch auf die Vergangenheit eingeht, um einen kompletten Überblick über Probleme und Lösungsmöglichkeiten zu geben.

Experimente mit Java im Embedded-Bereich lieben es geradezu, auf der aufgrund der Garbage Collection systembedingt nicht deterministischen Reaktionszeit herumzuhämmern. Das vorliegende Buch widmet diesem Themenkreis gleich zwei Kapitel, um sich danach zu den Themen Speicher am Heap und Speicher vom Betriebssystem auszulassen. Die Themenauswahl ist balanciert, schreckt aber nicht davor zurück, dem Leser tiefergehende Informationen zur technischen Informatik der Probleme anzubieten.

Dieser Trend setzt sich auch in den Kapiteln zur Thread-Synchronisation und zur Arbeit mit Datenbanken fort – dass man auf rund 30 Seiten keine Kompletterklärung der Datenbankoptimierung unterbringen kann, sollte allerdings aus der Logik folgen. Das Kapitel zu Java-basierten Servern geht unter anderem auf NIO ein – da auch in JSON nicht unerhebliches Optimierungspotenzial steckt, darf sich der Leser auch auf Informationen zu diesem Thema freuen.

Zu guter L...

Exklusives Abo-Special

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang