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Java Magazin
Interview mit Arno Haase, Moderator des Around the JVM Days auf der JAX

Interview mit Arno Haase, Moderator des Around the JVM Days auf der JAX

Java Magazin: Arno, du bist hier auf der JAX Moderator des Around the JVM Days. In der Beschreibung des Tages heißt es „Vorträge von Geeks für Geeks“. Was kann man sich darunter vorstellen?

Arno Haase


Arno Haase: Ich habe mir einfach überlegt, was ich gern selbst für Vorträge auf der JAX hören würde. Wo finde ich eine Ergänzung des Angebots noch spannender. Und dabei kamen dann Talks zustande, die da anfangen, wo andere aufhören, und die ganz in die Tiefe gehen. Das habe ich dann vorgeschlagen und es ist auf Resonanz gestoßen und so ist dann der Day entstanden. Als thematischer Fokus hat sich herauskristallisiert, wie die JVM mit ihrer Umgebung interagiert. Also: mit dem Betriebssystem, mit dem Speicher, mit dem Netzwerk. Wie sie Dinge in den Orkus zieht, oder mit in den Orkus gezogen wird und sich eventuell auch wieder erholt.JM: Stichwort JVM. Man hat das Gefühl, sie ist so attraktiv wie nie zuvor. Wo siehst du persönlich den Grund dafür?Haase: Der Hauptgrund für die Attraktivität der JVM ist in meinen Augen, dass sie unglaublich gut optimiert. Sie nimmt einem wahnsinnig viel Arbeit bei der Optimierung ab, der Just-in-Time-Compiler wird fast von Monat zu Monat besser. Mit jedem Build sind Optimierungen enthalten, die besser funktionieren. Es gibt noch mehr Einstell- und Tuning-Möglichkeiten. Das ist ein wichtiger Grund. Sie ist inzwischen einfach sehr schnell, ohne dass man viel dafür tun muss. Ein anderer Grund ist, dass es auf der JVM eine riesige Fülle an tollen Frameworks und Bibliotheken gibt, wo man dann nicht mal an eine Programmiersprache gebunden ist, weil die JVM-Sprachen im Wesentlichen ja gut interoperabel sind. Davon kann man natürlich profitieren. Genau wie von der riesigen Open-Source-Community. Und nicht zuletzt läuft die JVM überall, also auf allen gängigen Serverplattformen. Schritt für Schritt sind die bekannten Versprechen Realität geworden und man profitiert davon.JM: Da hat man es ja umgekehrt eher schwer, sich bei der Auswahl zu entscheiden. Du selbst kommst ja aus der Scala-Ecke, aber im Grunde kann man ja je nach Anwendungsfall entscheiden: Jetzt nehmen wir Scala, für den nächsten Punkt ist aber etwas anderes besser geeignet.Haase: Im Prinzip ja, soweit die Theorie (lacht). Ganz praktisch gibt es dann natürlich politische und projektbezogene Contraints, aber ich sehe die Stärke darin, dass man Bibliotheken aus der Scala-Ecke mit Bibliotheken aus der Groovy-Ecke kombinieren kann. Und diese wiederum mit Bibliotheken aus der Clojure-Ecke oder mit Sachen, die einfach in Java geschrieben sind. Ich glaube eher nicht, dass ein und dasselbe Projektteam oder ein und dieselbe Firma für eng verwandte Dinge auf eine Vielfalt an Sprache...

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Interview mit Arno Haase, Moderator des Around the JVM Days auf der JAX

Interview mit Arno Haase, Moderator des Around the JVM Days auf der JAX

Java Magazin: Arno, du bist hier auf der JAX Moderator des Around the JVM Days. In der Beschreibung des Tages heißt es „Vorträge von Geeks für Geeks“. Was kann man sich darunter vorstellen?

Arno Haase


Arno Haase: Ich habe mir einfach überlegt, was ich gern selbst für Vorträge auf der JAX hören würde. Wo finde ich eine Ergänzung des Angebots noch spannender. Und dabei kamen dann Talks zustande, die da anfangen, wo andere aufhören, und die ganz in die Tiefe gehen. Das habe ich dann vorgeschlagen und es ist auf Resonanz gestoßen und so ist dann der Day entstanden. Als thematischer Fokus hat sich herauskristallisiert, wie die JVM mit ihrer Umgebung interagiert. Also: mit dem Betriebssystem, mit dem Speicher, mit dem Netzwerk. Wie sie Dinge in den Orkus zieht, oder mit in den Orkus gezogen wird und sich eventuell auch wieder erholt.JM: Stichwort JVM. Man hat das Gefühl, sie ist so attraktiv wie nie zuvor. Wo siehst du persönlich den Grund dafür?Haase: Der Hauptgrund für die Attraktivität der JVM ist in meinen Augen, dass sie unglaublich gut optimiert. Sie nimmt einem wahnsinnig viel Arbeit bei der Optimierung ab, der Just-in-Time-Compiler wird fast von Monat zu Monat besser. Mit jedem Build sind Optimierungen enthalten, die besser funktionieren. Es gibt noch mehr Einstell- und Tuning-Möglichkeiten. Das ist ein wichtiger Grund. Sie ist inzwischen einfach sehr schnell, ohne dass man viel dafür tun muss. Ein anderer Grund ist, dass es auf der JVM eine riesige Fülle an tollen Frameworks und Bibliotheken gibt, wo man dann nicht mal an eine Programmiersprache gebunden ist, weil die JVM-Sprachen im Wesentlichen ja gut interoperabel sind. Davon kann man natürlich profitieren. Genau wie von der riesigen Open-Source-Community. Und nicht zuletzt läuft die JVM überall, also auf allen gängigen Serverplattformen. Schritt für Schritt sind die bekannten Versprechen Realität geworden und man profitiert davon.JM: Da hat man es ja umgekehrt eher schwer, sich bei der Auswahl zu entscheiden. Du selbst kommst ja aus der Scala-Ecke, aber im Grunde kann man ja je nach Anwendungsfall entscheiden: Jetzt nehmen wir Scala, für den nächsten Punkt ist aber etwas anderes besser geeignet.Haase: Im Prinzip ja, soweit die Theorie (lacht). Ganz praktisch gibt es dann natürlich politische und projektbezogene Contraints, aber ich sehe die Stärke darin, dass man Bibliotheken aus der Scala-Ecke mit Bibliotheken aus der Groovy-Ecke kombinieren kann. Und diese wiederum mit Bibliotheken aus der Clojure-Ecke oder mit Sachen, die einfach in Java geschrieben sind. Ich glaube eher nicht, dass ein und dasselbe Projektteam oder ein und dieselbe Firma für eng verwandte Dinge auf eine Vielfalt an Sprache...

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