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Java Magazin
Java Embedded auf dem BeagleBone

Java Embedded auf dem BeagleBone

Mitte 2008 wurde unter großer Medienresonanz die kostengünstige und lüfterlose Entwicklerplatine namens BeagleBoard, Vorgänger des BeagleBone, vorgestellt. Ein kompaktes Format, niedriger Stromverbrauch und geringe Wärmeentwicklung zeichnen dieses Entwicklungsboard für den Embedded-Bereich aus. Ein Erfahrungsbericht über Java-Entwicklung auf dem BeagleBone.

Sigrid Schefer-Wenzl, Matthias Wenzl


Das BeagleBoard ist ein Open-Hardware-Projekt, das von einigen Texas-Instruments-Mitarbeitern ins Leben gerufen wurde, um einer wachsenden Embedded-Entwicklungsfangemeinde kostengünstige Entwicklungsboards zur Verfügung zu stellen [1]. Das neueste und in diesem Artikel näher beleuchtete Mitglied der BeagleBoard-Familie ist der BeagleBone [2], der derzeit für ca. 89 US-Dollar vertrieben wird. Die erste Version wurde im November 2011 vorgestellt. Die neueste Fassung trägt die Revisionsnummer A6 und wurde im Mai 2012 veröffentlicht.

Der BeagleBone ist eine vielfältig einsetzbare und erweiterbare Variante des BeagleBoards von der Größe einer Kreditkarte (Abb. 1). Die Anwendungsmöglichkeiten des BeagleBone erstrecken sich von rechenleistungsintensiven Szenarien wie der Visualisierung von 3-D-Grafiken und der Anzeige von HD-Videos über Echtzeitanwendungen wie der Ansteuerung von 3-D-Druckern bis hin zu energieeffizient arbeitenden Robotersteuerungen und Webservern. Die Softwareentwicklung kann unter ångström Embedded, Ubuntu, Android, Open Embedded, Windows Embedded, Symbian und anderen Betriebssystemen erfolgen.

Abb. 1: BeagleBone: Kleiner Bone mit großer Leistung [2]

Im Gegensatz zu seinen Geschwistermodellen verfolgt der BeagleBone bei der Realisierung von eigenen Projekten den Ansatz eines Baukastens. Der BeagleBone dient hierbei als Basis, die um eigens entwickelte Hardware (sog. Capes [3]) oder um Drittkomponenten erweitert werden kann (z. B. LCD Cape [4], Audio and DVI-D Cape [5] etc.).

An dieser Stelle bietet sich ein kurzer Vergleich mit dem wesentlich bekannteren Raspberry Pi [6] an. Aufgrund seiner Ausstattung eignet sich der Raspberry Pi primär für Desktop-Computing und Videoprojekte, während der BeagleBone für den Embedded-Bereich optimiert ist. Dies macht BeagleBone nicht zuletzt dank seiner Vielzahl an frei zugänglichen Peripheriegeräten deutlich (Tabelle 1).

Raspberry Pi(Model B)BeagleBone(Rev A6)Preis35 USD89 USDProzessorARM11ARM Cortex-A8, ARM Cortex-M3GrafikprozessorBroadcom VideoCore IVPowerVR SGX530Taktfrequenz700 MHz720 MHzRAM512 MB256 MBMassenspeicherSD-Karte4 GB microSDDigital GPIO866Analoge Eingänge07 zu je 12 bitPWM08TWI/I²C12SPI11UART15Ethernet10/10010/100USB Master2 USB 2.01 USB 2.0VideoausgangHDMI, Composite0AudioausgangHDMI, AnalogAnalog

Tabelle 1: Vergleich zwischen Raspberry Pi und BeagleBone

Die Hardware und Software

Herzstück des BeagleBone ist ein System on Chip (SoC) von Texas Instruments (AM3359) [2]. Bei einem SoC handelt es ...

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Java Embedded auf dem BeagleBone

Java Embedded auf dem BeagleBone

Mitte 2008 wurde unter großer Medienresonanz die kostengünstige und lüfterlose Entwicklerplatine namens BeagleBoard, Vorgänger des BeagleBone, vorgestellt. Ein kompaktes Format, niedriger Stromverbrauch und geringe Wärmeentwicklung zeichnen dieses Entwicklungsboard für den Embedded-Bereich aus. Ein Erfahrungsbericht über Java-Entwicklung auf dem BeagleBone.

Sigrid Schefer-Wenzl, Matthias Wenzl


Das BeagleBoard ist ein Open-Hardware-Projekt, das von einigen Texas-Instruments-Mitarbeitern ins Leben gerufen wurde, um einer wachsenden Embedded-Entwicklungsfangemeinde kostengünstige Entwicklungsboards zur Verfügung zu stellen [1]. Das neueste und in diesem Artikel näher beleuchtete Mitglied der BeagleBoard-Familie ist der BeagleBone [2], der derzeit für ca. 89 US-Dollar vertrieben wird. Die erste Version wurde im November 2011 vorgestellt. Die neueste Fassung trägt die Revisionsnummer A6 und wurde im Mai 2012 veröffentlicht.

Der BeagleBone ist eine vielfältig einsetzbare und erweiterbare Variante des BeagleBoards von der Größe einer Kreditkarte (Abb. 1). Die Anwendungsmöglichkeiten des BeagleBone erstrecken sich von rechenleistungsintensiven Szenarien wie der Visualisierung von 3-D-Grafiken und der Anzeige von HD-Videos über Echtzeitanwendungen wie der Ansteuerung von 3-D-Druckern bis hin zu energieeffizient arbeitenden Robotersteuerungen und Webservern. Die Softwareentwicklung kann unter ångström Embedded, Ubuntu, Android, Open Embedded, Windows Embedded, Symbian und anderen Betriebssystemen erfolgen.

Abb. 1: BeagleBone: Kleiner Bone mit großer Leistung [2]

Im Gegensatz zu seinen Geschwistermodellen verfolgt der BeagleBone bei der Realisierung von eigenen Projekten den Ansatz eines Baukastens. Der BeagleBone dient hierbei als Basis, die um eigens entwickelte Hardware (sog. Capes [3]) oder um Drittkomponenten erweitert werden kann (z. B. LCD Cape [4], Audio and DVI-D Cape [5] etc.).

An dieser Stelle bietet sich ein kurzer Vergleich mit dem wesentlich bekannteren Raspberry Pi [6] an. Aufgrund seiner Ausstattung eignet sich der Raspberry Pi primär für Desktop-Computing und Videoprojekte, während der BeagleBone für den Embedded-Bereich optimiert ist. Dies macht BeagleBone nicht zuletzt dank seiner Vielzahl an frei zugänglichen Peripheriegeräten deutlich (Tabelle 1).

Raspberry Pi(Model B)BeagleBone(Rev A6)Preis35 USD89 USDProzessorARM11ARM Cortex-A8, ARM Cortex-M3GrafikprozessorBroadcom VideoCore IVPowerVR SGX530Taktfrequenz700 MHz720 MHzRAM512 MB256 MBMassenspeicherSD-Karte4 GB microSDDigital GPIO866Analoge Eingänge07 zu je 12 bitPWM08TWI/I²C12SPI11UART15Ethernet10/10010/100USB Master2 USB 2.01 USB 2.0VideoausgangHDMI, Composite0AudioausgangHDMI, AnalogAnalog

Tabelle 1: Vergleich zwischen Raspberry Pi und BeagleBone

Die Hardware und Software

Herzstück des BeagleBone ist ein System on Chip (SoC) von Texas Instruments (AM3359) [2]. Bei einem SoC handelt es ...

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