© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Java Magazin
Migration eines TK-Kundenportals auf Java EE 6

Migration eines TK-Kundenportals auf Java EE 6

Das Kundenportal eines norddeutschen Telekommunikationsanbieters basiert heute auf dem Java EE 6 Web Profile. Im Rahmen eines Migrationsprojekts wurde das Kundenportal von teilweise zehn Jahre alten Frameworks und Technologien innerhalb weniger Monate auf einen modernen und standardisierten Technologie-Stack überführt, um so Wettbewerbsfähigkeit und Time to Market zu gewährleisten. Dieser Artikel beschreibt Erfahrungen aus der Praxis und gibt Einblicke in technische und fachliche Aspekte der Migration und des neuen Java-EE-6-basierten Kundenportals.

Christian Zillmann, Marc Petersen, Thilo Focke


Java-Entwicklung am Anfang dieses Jahrhunderts war sehr geprägt von technologischen Aspekten. Das Problem lag darin, dass die Aufsplittung in J2ME, J2SE und J2EE eigentlich zielgerichtete Frameworks liefern sollte, dies aber nicht tat. J2EE ist angetreten, um dem Entwickler die technologischen Aspekte abzunehmen, damit er sich überwiegend auf die Umsetzung der Businesslogik konzentrieren kann. Dieses Ziel wurde aber deutlich verfehlt [1]. Als logische Konsequenz waren Anwendungen aus dieser Zeit weniger geprägt von Fachlichkeit als vielmehr von technologischer Komplexität. Als Softwareentwickler konnte man vor allem eher mit der Kenntnis möglichst vieler Design-Patterns glänzen als mit branchenspezifischem Fachwissen. Zurückblickend betrachtet war Java-Entwicklung – zumindest in der Anwendungsentwicklung – zu dieser Zeit mit wenig Freude verbunden.

Wie in vielen anderen Unternehmen entstanden in dieser Zeit auch bei einem im norddeutschen Raum tätigen Telekommunikationsunternehmen zahlreiche, meist webbasierte J2EE-Anwendungen. In diesem Artikel wird aufgezeigt, wie eine Anfang des Jahrhunderts entstandene, sehr technologisch fokussierte Portalanwendung zu einer State-of-the-Art-Anwendung überführt wurde. Aspekte wie Fachlichkeit, Time to Market, Verständlichkeit und Entwicklungsgeschwindigkeit stehen dabei im Vordergrund; Technologie wird wieder Mittel zum Zweck – nicht zum Selbstzweck.

Always change a running System – Challenge accepted!

Nicht selten wird versucht, durch Technologie organisatorische Probleme zu kompensieren, was selten zu Erfolg führt. In diesem Fall führten technologische Aspekte allerdings dazu, dass Unternehmensziele nicht in geforderter Zeit und Qualität umgesetzt werden konnten. Wie konnte es dazu kommen? Ein System über Jahre hinweg technologisch am Puls der Zeit zu halten ist durchaus eine Herausforderung. Gemäß der Broken-Windows-Theorie beginnt der Verfall von Qualität im allgemeinen Sinn mit Kleinigkeiten, die nur lange genug unbeachtet bleiben. Die Initiative Clean Code Developer hat hier bereits zahlreiche Prinzipien und Praktiken vorgeschlagen, wie Software unter anderem evolvierbar bleibt [2]. Eine einfache, klare und leicht verständliche Lösung sollte daher immer bevorzugt werden. Nur: Wo fängt man an aufzuräumen?

Erstes Opfer aus der Istwelt

Im Rahmen eines großen Migrationsverfahrens sollen verschiedene Systeme, die teilweise vor bis zu zehn Jahren entwickelt wurden, Schritt für Schritt auf eine unternehmensweite Java-EE-S...

Java Magazin
Migration eines TK-Kundenportals auf Java EE 6

Migration eines TK-Kundenportals auf Java EE 6

Das Kundenportal eines norddeutschen Telekommunikationsanbieters basiert heute auf dem Java EE 6 Web Profile. Im Rahmen eines Migrationsprojekts wurde das Kundenportal von teilweise zehn Jahre alten Frameworks und Technologien innerhalb weniger Monate auf einen modernen und standardisierten Technologie-Stack überführt, um so Wettbewerbsfähigkeit und Time to Market zu gewährleisten. Dieser Artikel beschreibt Erfahrungen aus der Praxis und gibt Einblicke in technische und fachliche Aspekte der Migration und des neuen Java-EE-6-basierten Kundenportals.

Christian Zillmann, Marc Petersen, Thilo Focke


Java-Entwicklung am Anfang dieses Jahrhunderts war sehr geprägt von technologischen Aspekten. Das Problem lag darin, dass die Aufsplittung in J2ME, J2SE und J2EE eigentlich zielgerichtete Frameworks liefern sollte, dies aber nicht tat. J2EE ist angetreten, um dem Entwickler die technologischen Aspekte abzunehmen, damit er sich überwiegend auf die Umsetzung der Businesslogik konzentrieren kann. Dieses Ziel wurde aber deutlich verfehlt [1]. Als logische Konsequenz waren Anwendungen aus dieser Zeit weniger geprägt von Fachlichkeit als vielmehr von technologischer Komplexität. Als Softwareentwickler konnte man vor allem eher mit der Kenntnis möglichst vieler Design-Patterns glänzen als mit branchenspezifischem Fachwissen. Zurückblickend betrachtet war Java-Entwicklung – zumindest in der Anwendungsentwicklung – zu dieser Zeit mit wenig Freude verbunden.

Wie in vielen anderen Unternehmen entstanden in dieser Zeit auch bei einem im norddeutschen Raum tätigen Telekommunikationsunternehmen zahlreiche, meist webbasierte J2EE-Anwendungen. In diesem Artikel wird aufgezeigt, wie eine Anfang des Jahrhunderts entstandene, sehr technologisch fokussierte Portalanwendung zu einer State-of-the-Art-Anwendung überführt wurde. Aspekte wie Fachlichkeit, Time to Market, Verständlichkeit und Entwicklungsgeschwindigkeit stehen dabei im Vordergrund; Technologie wird wieder Mittel zum Zweck – nicht zum Selbstzweck.

Always change a running System – Challenge accepted!

Nicht selten wird versucht, durch Technologie organisatorische Probleme zu kompensieren, was selten zu Erfolg führt. In diesem Fall führten technologische Aspekte allerdings dazu, dass Unternehmensziele nicht in geforderter Zeit und Qualität umgesetzt werden konnten. Wie konnte es dazu kommen? Ein System über Jahre hinweg technologisch am Puls der Zeit zu halten ist durchaus eine Herausforderung. Gemäß der Broken-Windows-Theorie beginnt der Verfall von Qualität im allgemeinen Sinn mit Kleinigkeiten, die nur lange genug unbeachtet bleiben. Die Initiative Clean Code Developer hat hier bereits zahlreiche Prinzipien und Praktiken vorgeschlagen, wie Software unter anderem evolvierbar bleibt [2]. Eine einfache, klare und leicht verständliche Lösung sollte daher immer bevorzugt werden. Nur: Wo fängt man an aufzuräumen?

Erstes Opfer aus der Istwelt

Im Rahmen eines großen Migrationsverfahrens sollen verschiedene Systeme, die teilweise vor bis zu zehn Jahren entwickelt wurden, Schritt für Schritt auf eine unternehmensweite Java-EE-S...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang