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Java Magazin
Interview mit Niklas Therning

RoboVM - Offen für alle JVM-Sprachen

RoboVM ermöglicht die Ausführung von Java und anderen JVM-Sprachen auf der iOS-Plattform, also beispielsweise dem iPhone oder dem iPad. Es nutzt einen Ahead-of-Time-Compiler, der Java-Bytecode in nativen ARM- oder x86-Maschinencode übersetzt. RoboVM ist Finalist der diesjährigen JAX Innovation Awards. Unser Java-Magazin-Autor Peter Friese sprach mit Niklas Therning über den derzeitigen Stand und die Entstehungsgeschichte des Projekts. Einen ausführlichen Artikel zu RoboVM finden Sie hier im Heft ab Seite 115.

Niklas Therning


Peter Friese: Wer bist du, und was ist dein Hintergrund?

Niklas Therning: Mein Name ist Niklas Therning, ich bin 36 Jahre alt und wohne in Göteborg. Ich hatte schon immer ein Interesse für Computer. Seit Anfang der Neunzigerjahre, als ich meinen Amiga 500 bekam, programmiere ich. Ich habe einen Master of Science in Informatik an der Chalmers Universität in Göteborg abgelegt. Die letzten zehn Jahre arbeite ich in meiner eigenen Firma. Wir führen Auftragsarbeiten durch, vor allem serverseitige Java- und Web-App-Entwicklung. Außerdem habe ich den Anti-Spam-Dienst SpamDrain mitgegründet – dort beschäftige ich mich nicht nur mit Frontend- und Backend-Entwicklung, sondern habe mich auch um den Support und die Serveradministration gekümmert. Seit etwa drei Jahren arbeite ich an RoboVM, zunächst als Nebenprojekt in meiner Freizeit und dann – seit zirka 1,5 Jahren – Vollzeit.

Peter: Wer arbeitet an RoboVM?

Niklas: Derzeit hauptsächlich ich. Es gibt eine kleine Community rund um das Projekt, die RoboVM einsetzt und Feedback zu Bugs liefert. Ich denke, das ist normal für jedes junge Open-Source-Projekt. Es benötigt einfach Zeit, um eine eingeschworene Community aufzubauen. Ich muss zugeben, dass ich wohl mehr tun könnte, um neue Entwickler zu gewinnen, z. B. durch eine Dokumentation der RoboVM-Interna.

Peter: Wie wird RoboVM finanziert?

Niklas: Bisher wurde RoboVM von unserem Unternehmen, SpamDrain AB, finanziert. Aber vor ein paar Wochen haben wir es geschafft, eine Startfinanzierung zu sichern. Dies sollte uns den nötigen Schub geben, und wir werden bald sogar einige Entwickler für das Projekt einstellen können.

Peter: Wie bist du auf die Idee für RoboVM gekommen?

Niklas: Im Jahr 2010 haben wir begonnen, iOS- und Android-Apps für SpamDrain zu bauen. Dazu haben wir uns diverse Cross-Platform-Frameworks angeschaut, die damals zur Verfügung standen. Wir wollten keine HTML5-/JS-/CSS-App bauen, sodass wir eigentlich alle der existierenden Tools ausschließen mussten. Und da wir alle umfangreiche Java-Kenntnisse haben und Java die native Sprache für die Entwicklung von Android-Apps ist, wünschten wir uns ein Tool auf Java-Basis. Da wir aber nichts nach unserem Geschmack gefunden haben, haben wir die iOS-App erstmal mit Xcode und Objective-C entwickelt. Das hat mich dazu bewogen, mir darüber Gedanken zu machen, wie man Java auf iOS zum Laufen bringen könnte. Xamarin hatte mit MonoTouch bereits gezeigt, dass das für C# möglich ist, also warum nicht auch mit Java?

Peter: Wie äh...

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RoboVM - Offen für alle JVM-Sprachen

RoboVM ermöglicht die Ausführung von Java und anderen JVM-Sprachen auf der iOS-Plattform, also beispielsweise dem iPhone oder dem iPad. Es nutzt einen Ahead-of-Time-Compiler, der Java-Bytecode in nativen ARM- oder x86-Maschinencode übersetzt. RoboVM ist Finalist der diesjährigen JAX Innovation Awards. Unser Java-Magazin-Autor Peter Friese sprach mit Niklas Therning über den derzeitigen Stand und die Entstehungsgeschichte des Projekts. Einen ausführlichen Artikel zu RoboVM finden Sie hier im Heft ab Seite 115.

Niklas Therning


Peter Friese: Wer bist du, und was ist dein Hintergrund?

Niklas Therning: Mein Name ist Niklas Therning, ich bin 36 Jahre alt und wohne in Göteborg. Ich hatte schon immer ein Interesse für Computer. Seit Anfang der Neunzigerjahre, als ich meinen Amiga 500 bekam, programmiere ich. Ich habe einen Master of Science in Informatik an der Chalmers Universität in Göteborg abgelegt. Die letzten zehn Jahre arbeite ich in meiner eigenen Firma. Wir führen Auftragsarbeiten durch, vor allem serverseitige Java- und Web-App-Entwicklung. Außerdem habe ich den Anti-Spam-Dienst SpamDrain mitgegründet – dort beschäftige ich mich nicht nur mit Frontend- und Backend-Entwicklung, sondern habe mich auch um den Support und die Serveradministration gekümmert. Seit etwa drei Jahren arbeite ich an RoboVM, zunächst als Nebenprojekt in meiner Freizeit und dann – seit zirka 1,5 Jahren – Vollzeit.

Peter: Wer arbeitet an RoboVM?

Niklas: Derzeit hauptsächlich ich. Es gibt eine kleine Community rund um das Projekt, die RoboVM einsetzt und Feedback zu Bugs liefert. Ich denke, das ist normal für jedes junge Open-Source-Projekt. Es benötigt einfach Zeit, um eine eingeschworene Community aufzubauen. Ich muss zugeben, dass ich wohl mehr tun könnte, um neue Entwickler zu gewinnen, z. B. durch eine Dokumentation der RoboVM-Interna.

Peter: Wie wird RoboVM finanziert?

Niklas: Bisher wurde RoboVM von unserem Unternehmen, SpamDrain AB, finanziert. Aber vor ein paar Wochen haben wir es geschafft, eine Startfinanzierung zu sichern. Dies sollte uns den nötigen Schub geben, und wir werden bald sogar einige Entwickler für das Projekt einstellen können.

Peter: Wie bist du auf die Idee für RoboVM gekommen?

Niklas: Im Jahr 2010 haben wir begonnen, iOS- und Android-Apps für SpamDrain zu bauen. Dazu haben wir uns diverse Cross-Platform-Frameworks angeschaut, die damals zur Verfügung standen. Wir wollten keine HTML5-/JS-/CSS-App bauen, sodass wir eigentlich alle der existierenden Tools ausschließen mussten. Und da wir alle umfangreiche Java-Kenntnisse haben und Java die native Sprache für die Entwicklung von Android-Apps ist, wünschten wir uns ein Tool auf Java-Basis. Da wir aber nichts nach unserem Geschmack gefunden haben, haben wir die iOS-App erstmal mit Xcode und Objective-C entwickelt. Das hat mich dazu bewogen, mir darüber Gedanken zu machen, wie man Java auf iOS zum Laufen bringen könnte. Xamarin hatte mit MonoTouch bereits gezeigt, dass das für C# möglich ist, also warum nicht auch mit Java?

Peter: Wie äh...

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