Java Magazin - 07.2015 - Web Components


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juni 2015

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Kypriani Sinaris, Hartmut Schlosser, Marc Teufel, Moritz Hoffmann, Manuel Mauky, Thorben Janssen, Anatole Tresch, Michael Müller, Coman Hamilton, Brian Goetz, Dirk Dorsch, Michael Schäfer, Achim Müller, Daniel Takai, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Patrick Hillert, Peter Roßbach, Tam Hanna, Sebastian Meyen, Stefan Glase, Anton Epple, Sven Kölpin, Karsten Voigt, David Broßeit, Christian Meder, Christian Mennerich, Joachim Arrasz

Zurück von der JAX, zu der wir Mitte April wieder 2 000 Gäste begrüßen durften, sind wir noch immer dabei, all die Eindrücke zu verarbeiten und unsere Lehren zu ziehen. Besonders beeindruckt hat uns im Redaktionsteam der große Anklang, den die vielen Vorträge zum Thema „Infrastruktur“ fanden; schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Konferenz vor Jahren rein auf das Thema Softwareentwicklung ausgerichtet war …

Moderne Infrastruktur – stets mit dem Gedanken einer radikalen Automatisierung möglichst vieler Abläufe einhergehend – ist heute ohne Zweifel einer der wichtigsten Schlüssel für eine schlagkräftige IT. Unter dem Stichwort „DevOps“ wird dies auch schon lange thematisiert, aber noch immer zu sehr unter den Aspekten „Konfigurationsautomatisierung“ und „Redet doch mal miteinander“.

Die Konfigurationsautomatisierung, typischerweise mit Werkzeugen wie Chef oder Puppet umgesetzt, fokussiert noch sehr auf der Automatisierung „klassischer“ Konfigurationen, was gewiss kein schlechter Ansatz ist, aber möglicherweise zu wenig in die Zukunft der IT weist. Es scheint vielmehr so, dass moderne Infrastrukturautomatisierung nicht ohne die Cloud gedacht werden kann, und dass Konzepte wie Microservices oder Container (typischerweise Docker) eine zentrale Rolle spielen sollten.

Beim Ansatz „Redet doch mal miteinander“ wird DevOps insofern zu kurz gedacht, als dass immer nur die „herkömmlichen“ Operations-Leute und die „herkömmlichen“ Entwickler im Fokus stehen. Es zeichnet sich aber ab, dass sich beide Rollen bald stark verändern müssen und ein Blick aufs „Große Ganze“ für alle Akteure immer wichtiger wird!

Man könnte sagen, dass klassische Java-Experten einerseits auf diese Entwicklung gut vorbereitet sind, da sie stärker als die meisten anderen Entwickler in architektureller Denkweise geschult sind. Andererseits muss man feststellen, dass die klassische Java-Schule über Jahre dahin tendierte, möglichst viele Infrastrukturaspekte (Hardware, Betriebssysteme, Datenspeicher) vor dem Entwickler zu verbergen, in dem Glauben, dass dieser sich dann besser auf die Ausgestaltung der Geschäftslogik konzentrieren könne.

Jedenfalls ist es gut, dass sich die Java-Gemeinde aufmacht und über den größeren Infrastrukturkontext nachdenkt. Wir werden euch auf diesem Weg unterstützen und über interessante Technologien und spannende Entwicklungen informieren.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei der Lektüre des neuen Java Magazins!

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.jpgSebastian Meyen, Chefredakteur

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