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Java Magazin
Frühjahrsputz beim Web Application Framework Grails

Grails 3.0

Das Webframework Grails präsentiert sich nach einer gründlichen Überarbeitung seit Ende März in der dritten Major-Version als Grails 3.0. Mit Grails werden basierend auf der dynamisch typisierten Programmiersprache Groovy und einem sehr flexiblen Framework Webanwendungen entwickelt. Durch den Einsatz von Plug-ins können leicht weitere Features und Bausteine ergänzt werden. Das Framework Grails blickt bereits auf fast zehn Jahre aktive Weiterentwicklung, interessante Innovationen sowie Adaption von bewährten Konzepten aus anderen Webframeworks zurück.

Stefan Glase


Mit dem Release der Version Grails 3.0 wurde der technische Unterbau von Grails rundum erneuert. So stehen mit der Aktualisierung auf Groovy 2.4 nun auch die komplette Funktionalität und die aktuelle Weiterentwicklung von Groovy in Grails-Projekten zur Verfügung. Zusammen mit dem Spring-Framework in der Version 4.1 und Spring Boot in der Version 1.2 lassen sich Grails-Webapplikationen nicht nur als WAR-Dateien bauen und in einem Servlet-Container in Betrieb nehmen, sondern auch als eigenständige JAR-Dateien erzeugen, die als notwendigen Container einen Tomcat-, Jetty- oder Undertow-Container direkt mitbringen. Damit ist Grails nun auch hervorragend als Entwicklungsumgebung von selbstständig lauffähigen Microservices geeignet.

Schon lange geplant und mit Grails 3.0 auch angegangen wurde die Ablösung des eingesetzten Build-Tools Gant. Hierbei handelt es sich um eine auf der Programmiersprache Groovy aufsetzende Erweiterung für Ant. Durch den Schwenk auf das mittlerweile auch in der Java-Welt sehr bekannte und häufig eingesetzte Build-Tool Gradle kann man in den bewährten Entwicklungsumgebungen von einer sehr guten Toolunterstützung profitieren. Durch den bereits von Gradle bekannten Cachemechanismus für wiederholte Builds profitiert jetzt auch Grails von deutlich kürzeren und schnelleren Builds.

Nach dem Austausch von Gant wurde auch das Grails Command Line Interface überarbeitet und durch ein mit Gradle integriertes, interaktives Kommandozeilenwerkzeug ersetzt. Dieses Tool nutzt die ebenfalls neu eingeführten Applikationsprofile (Application Pro­files) und kann so für jedes Profil (beispielsweise Web, Plug-in oder Microservice) die passenden Kommandozeilenbefehle anbieten und komplettieren. Wie bisher können Plug-ins auch eigene Kommandozeilenbefehle mitbringen, um selbst Code zu generieren, mit Gradle zu interagieren oder Plug-in-spezifische Entwicklungstätigkeiten zu automatisieren.

Für die Entwicklungsphase ist die automatisch in jedem Projekt generierte Application-Klasse zum direkten Starten der Anwendung aus der Entwicklungsumgebung heraus eine sehr wertvolle Neuerung. So kann die Anwendung über die Main-Methode dieser Klasse im Debug-Modus gestartet, und Laufzeitprobleme können analysiert werden.

Auch für das automatisierte Testen einer mit Grails entwickelten Anwendung bringt die neue Version einige Verbesserungen. So lassen sich auch Integrationstests und funktionale Tests direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus starten und bedürfen nicht mehr ei...

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Frühjahrsputz beim Web Application Framework Grails

Grails 3.0

Das Webframework Grails präsentiert sich nach einer gründlichen Überarbeitung seit Ende März in der dritten Major-Version als Grails 3.0. Mit Grails werden basierend auf der dynamisch typisierten Programmiersprache Groovy und einem sehr flexiblen Framework Webanwendungen entwickelt. Durch den Einsatz von Plug-ins können leicht weitere Features und Bausteine ergänzt werden. Das Framework Grails blickt bereits auf fast zehn Jahre aktive Weiterentwicklung, interessante Innovationen sowie Adaption von bewährten Konzepten aus anderen Webframeworks zurück.

Stefan Glase


Mit dem Release der Version Grails 3.0 wurde der technische Unterbau von Grails rundum erneuert. So stehen mit der Aktualisierung auf Groovy 2.4 nun auch die komplette Funktionalität und die aktuelle Weiterentwicklung von Groovy in Grails-Projekten zur Verfügung. Zusammen mit dem Spring-Framework in der Version 4.1 und Spring Boot in der Version 1.2 lassen sich Grails-Webapplikationen nicht nur als WAR-Dateien bauen und in einem Servlet-Container in Betrieb nehmen, sondern auch als eigenständige JAR-Dateien erzeugen, die als notwendigen Container einen Tomcat-, Jetty- oder Undertow-Container direkt mitbringen. Damit ist Grails nun auch hervorragend als Entwicklungsumgebung von selbstständig lauffähigen Microservices geeignet.

Schon lange geplant und mit Grails 3.0 auch angegangen wurde die Ablösung des eingesetzten Build-Tools Gant. Hierbei handelt es sich um eine auf der Programmiersprache Groovy aufsetzende Erweiterung für Ant. Durch den Schwenk auf das mittlerweile auch in der Java-Welt sehr bekannte und häufig eingesetzte Build-Tool Gradle kann man in den bewährten Entwicklungsumgebungen von einer sehr guten Toolunterstützung profitieren. Durch den bereits von Gradle bekannten Cachemechanismus für wiederholte Builds profitiert jetzt auch Grails von deutlich kürzeren und schnelleren Builds.

Nach dem Austausch von Gant wurde auch das Grails Command Line Interface überarbeitet und durch ein mit Gradle integriertes, interaktives Kommandozeilenwerkzeug ersetzt. Dieses Tool nutzt die ebenfalls neu eingeführten Applikationsprofile (Application Pro­files) und kann so für jedes Profil (beispielsweise Web, Plug-in oder Microservice) die passenden Kommandozeilenbefehle anbieten und komplettieren. Wie bisher können Plug-ins auch eigene Kommandozeilenbefehle mitbringen, um selbst Code zu generieren, mit Gradle zu interagieren oder Plug-in-spezifische Entwicklungstätigkeiten zu automatisieren.

Für die Entwicklungsphase ist die automatisch in jedem Projekt generierte Application-Klasse zum direkten Starten der Anwendung aus der Entwicklungsumgebung heraus eine sehr wertvolle Neuerung. So kann die Anwendung über die Main-Methode dieser Klasse im Debug-Modus gestartet, und Laufzeitprobleme können analysiert werden.

Auch für das automatisierte Testen einer mit Grails entwickelten Anwendung bringt die neue Version einige Verbesserungen. So lassen sich auch Integrationstests und funktionale Tests direkt aus der Entwicklungsumgebung heraus starten und bedürfen nicht mehr ei...

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