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Java Magazin
Googles Widgets CardView und RecyclerView

Karten aus Altpapier

Ein Großteil der auf einem Handcomputer befindlichen Informationen lässt sich in Listenform darstellen, so boten einige Versionen von Symbian OS Entwicklern von Haus aus nur Listen-Widgets an. Google nutzt Android L zum Ausliefern zwei kleiner Helferlein, die ab API-Level 7 verfügbar sind.

Tam Hanna


CardViews realisieren die aus Google Now bekannten Karten, die einzelne Informationselemente auf eine vergleichsweise aufwändige Art präsentieren. Sie erstellen auf Android L abgerundete Ecken mit Hardwarebeschleunigung und kümmern sich quasi nebenbei um korrekten Schattenwurf.

RecyclerViews sind auf die Anzeige großer Datenmengen spezialisiert: Das bei normalen ListViews anfallende, permanente Neuinitialisieren der GUI-Widgets entfällt durch intelligentes Management. Dies wirkt sich in Form von wesentlich höherer Performance bei Scrollvorgängen aus.

Eine Frage der Kompatibilität

Android ist wegen der indirekten Beziehung zwischen Hardware und Software nicht für rasche Updatezyklen bekannt. Einige Zeit geht ins Land, bevor eine neue Betriebssystemversion eine für Entwickler attraktive Reichweite erreicht. Google umgeht dieses Problem durch eine Kompatibilitätsbibliothek, die im SDK-Manager über den in Abbildung 1 gezeigten Eintrag heruntergeladen werden kann.

Abb. 1: Das benötigte Steuerelement ist nicht Teil des SDKs

Entwickler, die mit Android Studio arbeiten, sind nach dem erfolgreichen Durchlaufen des Updateprozesses schon fast am Ziel: Sie öffnen die Build-Konfiguration und ergänzen die Datei um die folgenden Passagen:

dependencies { ... compile 'com.android.support:cardview-v7:21.0.+' compile 'com.android.support:recyclerview-v7:21.0.+'}

Bei Eclipse ist an dieser Stelle etwas Handarbeit erforderlich. Durchsuchen Sie das SDK-Verzeichnis nach den Dateien android-support-v7-cardview.jar und android-support-v7-recyclerview.jar – auf der Workstation des Autors liegen die Files in Unterordnern des Verzeichnisses /sdk/extras/android/support/v7/.

Leider reicht das direkte Einpflegen der .jar-Files nicht zur Erzeugung eines lauffähigen Programms aus. Importieren Sie die beiden Projekte durch Nutzung von File | Import | Android | Existing Android Code. Klicken Sie sie danach jeweils rechts an, um unter Properties | An­droid die Checkbox Is Library zu markieren. Das Resultat der Mühen ist die in Abbildung 2 gezeigte Projektstruktur.

Abb. 2: Das Projekt mit der RecyclerView hört auf den Namen „TestActivity“

Achten Sie darauf, dass Sie die beiden Views in Form ihrer Containerprojekte einbinden. Das direkte Verweisen auf die – trickreicherweise ebenfalls ausgelieferten – .jar-Dateien führt zu Programmen, die zur Laufzeit mit ClassNotFoundExceptions sterben.

CardView herbei

Öffnen Sie die Layoutdatei des Hauptprojekts. Zum Testen der Konfiguration genügt es, wenn wir das...

Java Magazin
Googles Widgets CardView und RecyclerView

Karten aus Altpapier

Ein Großteil der auf einem Handcomputer befindlichen Informationen lässt sich in Listenform darstellen, so boten einige Versionen von Symbian OS Entwicklern von Haus aus nur Listen-Widgets an. Google nutzt Android L zum Ausliefern zwei kleiner Helferlein, die ab API-Level 7 verfügbar sind.

Tam Hanna


CardViews realisieren die aus Google Now bekannten Karten, die einzelne Informationselemente auf eine vergleichsweise aufwändige Art präsentieren. Sie erstellen auf Android L abgerundete Ecken mit Hardwarebeschleunigung und kümmern sich quasi nebenbei um korrekten Schattenwurf.

RecyclerViews sind auf die Anzeige großer Datenmengen spezialisiert: Das bei normalen ListViews anfallende, permanente Neuinitialisieren der GUI-Widgets entfällt durch intelligentes Management. Dies wirkt sich in Form von wesentlich höherer Performance bei Scrollvorgängen aus.

Eine Frage der Kompatibilität

Android ist wegen der indirekten Beziehung zwischen Hardware und Software nicht für rasche Updatezyklen bekannt. Einige Zeit geht ins Land, bevor eine neue Betriebssystemversion eine für Entwickler attraktive Reichweite erreicht. Google umgeht dieses Problem durch eine Kompatibilitätsbibliothek, die im SDK-Manager über den in Abbildung 1 gezeigten Eintrag heruntergeladen werden kann.

Abb. 1: Das benötigte Steuerelement ist nicht Teil des SDKs

Entwickler, die mit Android Studio arbeiten, sind nach dem erfolgreichen Durchlaufen des Updateprozesses schon fast am Ziel: Sie öffnen die Build-Konfiguration und ergänzen die Datei um die folgenden Passagen:

dependencies { ... compile 'com.android.support:cardview-v7:21.0.+' compile 'com.android.support:recyclerview-v7:21.0.+'}

Bei Eclipse ist an dieser Stelle etwas Handarbeit erforderlich. Durchsuchen Sie das SDK-Verzeichnis nach den Dateien android-support-v7-cardview.jar und android-support-v7-recyclerview.jar – auf der Workstation des Autors liegen die Files in Unterordnern des Verzeichnisses /sdk/extras/android/support/v7/.

Leider reicht das direkte Einpflegen der .jar-Files nicht zur Erzeugung eines lauffähigen Programms aus. Importieren Sie die beiden Projekte durch Nutzung von File | Import | Android | Existing Android Code. Klicken Sie sie danach jeweils rechts an, um unter Properties | An­droid die Checkbox Is Library zu markieren. Das Resultat der Mühen ist die in Abbildung 2 gezeigte Projektstruktur.

Abb. 2: Das Projekt mit der RecyclerView hört auf den Namen „TestActivity“

Achten Sie darauf, dass Sie die beiden Views in Form ihrer Containerprojekte einbinden. Das direkte Verweisen auf die – trickreicherweise ebenfalls ausgelieferten – .jar-Dateien führt zu Programmen, die zur Laufzeit mit ClassNotFoundExceptions sterben.

CardView herbei

Öffnen Sie die Layoutdatei des Hauptprojekts. Zum Testen der Konfiguration genügt es, wenn wir das...

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