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Java Magazin
Teil 1: Qualitätsmerkmale von Websystemen

Qualität von Websites fassbar machen

Schnelle und schöne Websites sind heute die Regel. Auf den Schultern der Riesen moderner Frontend-Technologien lassen sich höchst ergonomische und hübsch anzusehende Oberflächen herstellen. Das Fach hat sich daran gewöhnt: Wird ein neues System bestellt, so soll es selbstverständlich flott, sicher und attraktiv sein, zusätzlich auch auf dem Tablet oder dem Smartphone, das erst kommenden Monat in den Handel kommt.

Daniel Takai


Dass schnelle, sichere, geräteunabhängige und schöne Websysteme aber nicht einfach zu entwickeln sind, sondern Investitionen benötigen, ist dabei nicht jedem klar. Der Aufwand, der betrieben werden muss, lässt sich hinter der adretten Oberfläche nur erahnen. Tatsächlich zeigt sich, dass die gewünschten Eigenschaften aber Kostentreiber in der Entwicklung und im Betrieb sind: Möchte man ein schnelles System, so muss gegebenenfalls ein Content Delivery Network her, damit der Content auch weltweit schnell geliefert werden kann. Ein sicheres System sollte auditiert und im Labor angegriffen werden, um Schwachstellen zu finden. Ein schönes System braucht ein gut gemachtes Design in Kombination mit durchdachter Bedienbarkeit, und hier sind Design- und Usability-Experten nötig. Diese Liste ließe sich endlos fortführen, und die Kosten summieren sich, sodass es geraten erscheint, nur auf die Qualitätsmerkmale Wert zu legen, die für das vorliegende System wichtig sind.

Aber welche Merkmale gibt es überhaupt, und welche davon sind für mich wichtig? Und wie kann ich dem Auftraggeber den Zusammenhang zwischen Qualität und den Kosten am besten erklären? Diese Wechselwirkung und die griffige Beschreibung von Qualität ist das Thema dieser neuen Artikelserie.

Qualitätsmerkmale

Ein Qualitätsmerkmal ist eine Eigenschaft eines Softwaresystems. Merkmale werden auch nicht funktionale Anforderungen genannt, um sie von den funktionalen Anforderungen zu unterscheiden. Funktionale Anforderungen beschreiben, was ein System tun soll; ein Qualitätsmerkmal hingegen beschreibt eine gewünschte Eigenschaft des Systems, die messbar und/oder testbar sein sollte (wie schnell, wie sicher etc.). Es gibt verschiedene Qualitätsmodelle, welche die Merkmale gliedern und hierarchisch anordnen, d. h., Merkmale können Submerkmale haben. Ein paar Beispiele für Qualitätsmerkmale sind:

Die Wartbarkeit beschreibt die Anpassbarkeit einer Software über ihren Lebenszyklus. Sie beeinflusst die Kosten von Änderungen am System. Websysteme sollten sich leicht ändern lassen, da sie oft von Marketing­anforderungen getrieben werden, die wechselhaft sind, da sich Märkte, bzw. der Wunsch nach ihrer Bewirtschaftung, beständig wandeln. Deswegen ist eine hohe Wartbarkeit für Websysteme von entscheidender Bedeutung, denn wir gehen davon aus, dass sich ein solches System innerhalb einer nützlichen Frist und zu vertretbaren Kosten anpassen lassen muss, ansonsten wird es ersetzt. Die Wartbarkeit lässt sich beispielsweise an...

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Teil 1: Qualitätsmerkmale von Websystemen

Qualität von Websites fassbar machen

Schnelle und schöne Websites sind heute die Regel. Auf den Schultern der Riesen moderner Frontend-Technologien lassen sich höchst ergonomische und hübsch anzusehende Oberflächen herstellen. Das Fach hat sich daran gewöhnt: Wird ein neues System bestellt, so soll es selbstverständlich flott, sicher und attraktiv sein, zusätzlich auch auf dem Tablet oder dem Smartphone, das erst kommenden Monat in den Handel kommt.

Daniel Takai


Dass schnelle, sichere, geräteunabhängige und schöne Websysteme aber nicht einfach zu entwickeln sind, sondern Investitionen benötigen, ist dabei nicht jedem klar. Der Aufwand, der betrieben werden muss, lässt sich hinter der adretten Oberfläche nur erahnen. Tatsächlich zeigt sich, dass die gewünschten Eigenschaften aber Kostentreiber in der Entwicklung und im Betrieb sind: Möchte man ein schnelles System, so muss gegebenenfalls ein Content Delivery Network her, damit der Content auch weltweit schnell geliefert werden kann. Ein sicheres System sollte auditiert und im Labor angegriffen werden, um Schwachstellen zu finden. Ein schönes System braucht ein gut gemachtes Design in Kombination mit durchdachter Bedienbarkeit, und hier sind Design- und Usability-Experten nötig. Diese Liste ließe sich endlos fortführen, und die Kosten summieren sich, sodass es geraten erscheint, nur auf die Qualitätsmerkmale Wert zu legen, die für das vorliegende System wichtig sind.

Aber welche Merkmale gibt es überhaupt, und welche davon sind für mich wichtig? Und wie kann ich dem Auftraggeber den Zusammenhang zwischen Qualität und den Kosten am besten erklären? Diese Wechselwirkung und die griffige Beschreibung von Qualität ist das Thema dieser neuen Artikelserie.

Qualitätsmerkmale

Ein Qualitätsmerkmal ist eine Eigenschaft eines Softwaresystems. Merkmale werden auch nicht funktionale Anforderungen genannt, um sie von den funktionalen Anforderungen zu unterscheiden. Funktionale Anforderungen beschreiben, was ein System tun soll; ein Qualitätsmerkmal hingegen beschreibt eine gewünschte Eigenschaft des Systems, die messbar und/oder testbar sein sollte (wie schnell, wie sicher etc.). Es gibt verschiedene Qualitätsmodelle, welche die Merkmale gliedern und hierarchisch anordnen, d. h., Merkmale können Submerkmale haben. Ein paar Beispiele für Qualitätsmerkmale sind:

Die Wartbarkeit beschreibt die Anpassbarkeit einer Software über ihren Lebenszyklus. Sie beeinflusst die Kosten von Änderungen am System. Websysteme sollten sich leicht ändern lassen, da sie oft von Marketing­anforderungen getrieben werden, die wechselhaft sind, da sich Märkte, bzw. der Wunsch nach ihrer Bewirtschaftung, beständig wandeln. Deswegen ist eine hohe Wartbarkeit für Websysteme von entscheidender Bedeutung, denn wir gehen davon aus, dass sich ein solches System innerhalb einer nützlichen Frist und zu vertretbaren Kosten anpassen lassen muss, ansonsten wird es ersetzt. Die Wartbarkeit lässt sich beispielsweise an...

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