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IBM Liberty im Schnellcheck

Doch nicht tot


Wollen Sie jetzt wirklich einen Artikel über einen Java EE Application Server lesen? Wenn Sie zustimmen, dass der Java-EE-Stack noch lange eine Säule moderner IT ist und meinen, dass Application Server gut, zuverlässig, standardkonform, aber gleichzeitig auch innovativ und cool sein sollten, dann hat – für manche unerwartet – IBM etwas zu bieten. Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über IBM Liberty, was diesen Application Server besonders macht und warum man sich damit beschäftigen sollte.

IBM WebSphere Liberty – mancher muss da seine Antipathie dem Namen gegenüber wohl überwinden – ist ein vollwertiger und für das Java EE 7 Full Profile zertifizierter Server, der voll für den Produktionseinsatz tauglich ist und auch durch den Hersteller Support erhält. Der Einstieg sieht so aus: Nach einem Download von 50 bis 100 MB, je nach Variante, wird Liberty mit einem Unzip installiert, nach einem Kommando kann der Server gestartet werden. Die Konfiguration verläuft auch in wenigen Schritten: Wenn gewünscht, genügt ein XML-File. Wer Tomcat nutzt, kennt es nicht anders. Wer die Konfiguration bei IBM gewohnt war, dem war bis dato derartige Schlichtheit fremd. Die Konfiguration folgt dem Configuration-by-Exception-Konzept und erlaubt eine Strukturierung sowie Standardisierung durch Includes. Auch wenn Liberty weit weniger bekannt ist als Tomcat oder JBoss/WildFly, halten sich doch einige Mythen dazu hartnäckig. Einige davon wollen wir erörtern.

Ein Mythos zur Konfiguration ist, dass es kein grafisches Konfigurationswerkzeug gäbe. Wer ein solches möchte, darf sich des WebSphere Liberty Server Configuration Tools [1] bedienen. Die Konfiguration per XML-File oder UI dient aber noch einem weiteren Zweck, den man von anderen Java EE Application Servern weniger oder gar nicht kennt: der Definition der durch den Application Server bereitzustellenden Features. Der Server ist vollkommen modular aufgebaut. Durch die Wahl der Module in der Konfiguration schneidert der Entwickler...

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