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Tschüss Eclipse Magazin und hallo Java Magazin

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE


Die Leser des Eclipse Magazins wurden in der letzten Ausgabe mit einer traurigen Botschaft überrascht: Das Eclipse Magazin wurde leider eingestellt, weil sich in Zeiten der Onlinepublikationen ein solch hochspezialisiertes Magazin nicht mehr trägt. Was schade für die eingeschworene deutsche Eclipse-Community ist, ist für den Leser des Java Magazins hoffentlich ein Vorteil, da sich ab nun sicherlich häufiger Eclipse-Themen hier finden werden. In dieser Kolumne berichten wir regelmäßig über Neuerungen in der Eclipse-IDE und ausgewählten Projekten. Diesmal soll es zunächst um das Eclipse-Top-Level-Projekt im Allgemeinen gehen.

Das Eclipse-Top-Level-Projekt und die Eclipse Platform

Zunächst eine kurze Abgrenzung: Die Eclipse Foundation hat verschiedene Top-Level-Projekte. Eines davon liefert die Basis für die Eclipse-IDE. In diesem Projekt wird die Eclipse Platform entwickelt, die das UI und die Laufzeitkomponenten liefert. Daneben sind die Java-Development-Tools und die Plug-in-Development-Tools wichtige Komponenten. Die JDT liefern die Java-Tools, die wir alle so schätzen und lieben, und PDE die Tools, um Eclipse-Komponenten zu entwickeln.

2012 – die dunklen Jahre der IDE

Starten wir mit einem kleinen Rückblick auf das Top-Level-Projekt. Bis vor etwa sechs Jahren waren in dem Projekt hauptsächlich Committer von IBM tätig, die auch die meisten Beiträge anderer Entwickler reviewen mussten. Irgendwann hat IBM angefangen, Ressourcen auf andere Eclipse-Projekte umzuziehen, zudem haben erfahrene Entwickler von IBM das Projekt verlassen. Die neuen IBM-Kollegen, damals primär in Polen und Indien ansässig, waren natürlich noch nicht so erfahren, und damit entstand ein gewisser Entwicklungsrückstau.

Das erste offizielle Eclipse-4.2-Release war ein komplettes Redesign des inneren API für die Eclipse-IDE und darauf aufbauende Applikationen, die so genannte ­Eclipse Rich Client Platform. Das API-Redesign sollte den Erfolg der Eclipse-IDE und RCP in der Zukunft sicherstellen und nutzte moderne Implementierungsansätze für strikte Entkopplung über einen Event Bus und eine Dependency Injection als Programmiermodell. Leider war die veröffentlichte IDE noch nicht glattgeschliffen und zeigte sich dem Anwender gegenüber als recht träge und fehlerhaft.

Aufräumarbeiten und Projektänderungen

Schon bald zeigte sich aber, dass das API-Design der Eclipse-IDE wieder einen neuen Entwicklungsschwung geben sollte. Auch akzeptierte das Eclipse-Top-Level-Projekt neue Committer, die beganne...

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