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Java Magazin
Tschüss Eclipse Magazin und hallo Java Magazin

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Die Leser des Eclipse Magazins wurden in der letzten Ausgabe mit einer traurigen Botschaft überrascht: Das Eclipse Magazin wurde leider eingestellt, weil sich in Zeiten der Onlinepublikationen ein solch hochspezialisiertes Magazin nicht mehr trägt. Was schade für die eingeschworene deutsche Eclipse-Community ist, ist für den Leser des Java Magazins hoffentlich ein Vorteil, da sich ab nun sicherlich häufiger Eclipse-Themen hier finden werden. In dieser Kolumne berichten wir regelmäßig über Neuerungen in der Eclipse-IDE und ausgewählten Projekten. Diesmal soll es zunächst um das Eclipse-Top-Level-Projekt im Allgemeinen gehen.

Simon Scholz, Lars Vogel


Das Eclipse-Top-Level-Projekt und die Eclipse Platform2012 – die dunklen Jahre der IDEDas erste offizielle Eclipse-4.2-Release war ein komplettes Redesign des inneren API für die Eclipse-IDE und darauf aufbauende Applikationen, die so genannte ­Eclipse Rich Client Platform. Das API-Redesign sollte den Erfolg der Eclipse-IDE und RCP in der Zukunft sicherstellen und nutzte moderne Implementierungsansätze für strikte Entkopplung über einen Event Bus und eine Dependency Injection als Programmiermodell. Leider war die veröffentlichte IDE noch nicht glattgeschliffen und zeigte sich dem Anwender gegenüber als recht träge und fehlerhaft.Aufräumarbeiten und ProjektänderungenRise and Shine in 2015Ausgewählte Eclipse-4.6-IDE-HighlightsAbb. 1: Eclipse Welcome SolsticeAbb. 2: Eclipse Dark ThemeNeben diesen Shortcuts und Vereinfachungen gilt auch die allgemeine Performance als Usabilityaspekt. Und auch in diesem Bereich wurde kräftig im Coding der IDE aufgeräumt. Die Plug-in-Aktivierung wurde beschleunigt, unnötige IO-Zugriffe verhindert, Memory Leaks geschlossen, unnötige Objekterzeugung vermieden und ein neues API für das Threading in Eclipse bereitgestellt. Auch das Starten der Eclipse-IDE geht jetzt flüssiger, je nach Szenario und Rechner haben wir schon 20 Prozent gemessen. Kurz vor dem API Freeze von Eclipse Neon wurde der „Smart Import“ gemergt. Das ist ein Import Wizard, der automatisch erkennen kann, um welche Art von Projekt es sich handelt, wenn ein Dateiverzeichnis oder ein Archiv ausgewählt wird (Abb. 3).Abb. 3: Smart Import WizardAbb. 4: Substring Code CompletionDamit man sich voll und ganz auf das Coden konzentrieren kann, gibt es nun die Möglichkeit, sowohl die globale Toolbar als auch die Statusleiste auszublenden. Wem das noch nicht reicht, für den sorgt das Full-Screen-Kommando dafür, dass die gesamte IDE im Vollbildmodus angezeigt wird (Abb. 5). Abb. 5: Full Screen ModeAbb. 6: Wordwrap Lars Vogel ist Geschäftsführer der vogella GmbH, die Kunden im Bereich Eclipse, Android und anderen Themen unterstützt. Als Project-Management-Committee-Mitglied, Eclipse-Projektleiter und Committer hilft er dem Eclipse-Projekt.

Zunächst eine kurze Abgrenzung: Die Eclipse Foundation hat verschiedene Top-Level-Projekte. Eines davon liefert die Basis für die Eclipse-IDE. In diesem Projekt wird die Eclipse Platform entwickelt, die das UI und die Laufzeitkomponenten liefert. Daneben sind die Java-Development-Tools und die P...

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Tschüss Eclipse Magazin und hallo Java Magazin

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Die Leser des Eclipse Magazins wurden in der letzten Ausgabe mit einer traurigen Botschaft überrascht: Das Eclipse Magazin wurde leider eingestellt, weil sich in Zeiten der Onlinepublikationen ein solch hochspezialisiertes Magazin nicht mehr trägt. Was schade für die eingeschworene deutsche Eclipse-Community ist, ist für den Leser des Java Magazins hoffentlich ein Vorteil, da sich ab nun sicherlich häufiger Eclipse-Themen hier finden werden. In dieser Kolumne berichten wir regelmäßig über Neuerungen in der Eclipse-IDE und ausgewählten Projekten. Diesmal soll es zunächst um das Eclipse-Top-Level-Projekt im Allgemeinen gehen.

Simon Scholz, Lars Vogel


Das Eclipse-Top-Level-Projekt und die Eclipse Platform2012 – die dunklen Jahre der IDEDas erste offizielle Eclipse-4.2-Release war ein komplettes Redesign des inneren API für die Eclipse-IDE und darauf aufbauende Applikationen, die so genannte ­Eclipse Rich Client Platform. Das API-Redesign sollte den Erfolg der Eclipse-IDE und RCP in der Zukunft sicherstellen und nutzte moderne Implementierungsansätze für strikte Entkopplung über einen Event Bus und eine Dependency Injection als Programmiermodell. Leider war die veröffentlichte IDE noch nicht glattgeschliffen und zeigte sich dem Anwender gegenüber als recht träge und fehlerhaft.Aufräumarbeiten und ProjektänderungenRise and Shine in 2015Ausgewählte Eclipse-4.6-IDE-HighlightsAbb. 1: Eclipse Welcome SolsticeAbb. 2: Eclipse Dark ThemeNeben diesen Shortcuts und Vereinfachungen gilt auch die allgemeine Performance als Usabilityaspekt. Und auch in diesem Bereich wurde kräftig im Coding der IDE aufgeräumt. Die Plug-in-Aktivierung wurde beschleunigt, unnötige IO-Zugriffe verhindert, Memory Leaks geschlossen, unnötige Objekterzeugung vermieden und ein neues API für das Threading in Eclipse bereitgestellt. Auch das Starten der Eclipse-IDE geht jetzt flüssiger, je nach Szenario und Rechner haben wir schon 20 Prozent gemessen. Kurz vor dem API Freeze von Eclipse Neon wurde der „Smart Import“ gemergt. Das ist ein Import Wizard, der automatisch erkennen kann, um welche Art von Projekt es sich handelt, wenn ein Dateiverzeichnis oder ein Archiv ausgewählt wird (Abb. 3).Abb. 3: Smart Import WizardAbb. 4: Substring Code CompletionDamit man sich voll und ganz auf das Coden konzentrieren kann, gibt es nun die Möglichkeit, sowohl die globale Toolbar als auch die Statusleiste auszublenden. Wem das noch nicht reicht, für den sorgt das Full-Screen-Kommando dafür, dass die gesamte IDE im Vollbildmodus angezeigt wird (Abb. 5). Abb. 5: Full Screen ModeAbb. 6: Wordwrap Lars Vogel ist Geschäftsführer der vogella GmbH, die Kunden im Bereich Eclipse, Android und anderen Themen unterstützt. Als Project-Management-Committee-Mitglied, Eclipse-Projektleiter und Committer hilft er dem Eclipse-Projekt.

Zunächst eine kurze Abgrenzung: Die Eclipse Foundation hat verschiedene Top-Level-Projekte. Eines davon liefert die Basis für die Eclipse-IDE. In diesem Projekt wird die Eclipse Platform entwickelt, die das UI und die Laufzeitkomponenten liefert. Daneben sind die Java-Development-Tools und die P...

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