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Java Magazin
Kolumne: EnterpriseTales

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Immer mehr Webanwendungen werden heutzutage als Single Page Application (SPA) umgesetzt. Langsam, aber sicher manifestiert sich dieser Trend auch im Enterprise-­Umfeld. Dabei stellt sich hier die Frage, ob und vor allem wie eine klassische Webanwendung zu einer SPA migriert werden kann. Anfänglich waren SPAs vor allem bei Start-ups beliebt. In gestandenen Unternehmen hingegen wurde der Trend, Benutzungsoberflächen ausschließlich auf Basis von JavaScript zu entwickeln, vornehmlich als Hipstergetue belächelt. Technologieriesen wie Facebook, Twitter und Netflix haben uns in den letzten Jahren allerdings beeindruckend gezeigt, dass SPAs auch bei sehr großen Anwendungen funktionieren. Mittlerweile wird nun auch in vielen Unternehmen geplant, serverseitig entwickelte Webanwendungen auf moderne SPAs umzustellen.

Die anderen machen das doch auch

Häufig ist der Wunsch, bestehende Webapplikationen mit einer modernen Technik neu zu entwickeln, wenig von einer konkreten funktionalen Notwendigkeit getrieben. Es spielt die Angst, technogisch abgehängt zu werden, die größte Rolle. Sätze wie „Aber bei Facebook oder Netflix machen die das auch so“ sind hier ein typisches Indiz. Aber auch eine – häufig durch technische Schulden getriebene – Unzufriedenheit mit dem aktuellen Technologiestack löst die Sehnsucht zur Veränderung aus – aka „Mit React oder Angular hätte ich das Feature bestimmt schon lange umgesetzt“.

Technologische Hypethemen und Trends dürfen natürlich nicht einfach ignoriert werden. Ein Unternehmen lebt schließlich von Innovationen. Zudem haben wir bereits zu oft schmerzhaft erfahren müssen, dass Legacy-Systeme sich irgendwann zu echten kritischen Pfaden entwickeln können. Vor allem, wenn es im Unternehmen aufgrund von veralteter Technik kein Know-how mehr für die Systeme gibt. Eine blinde Adaption eines jeden Trends ist aber selbstverständlich genauso wenig anzustreben. Schließlich ist jede technologische Veränderung ein erheblicher Kosten- und Risikofaktor, sodass der Nutzen einer Migration stets genauestens geprüft werden muss. Das ist auch bei der Umstellung hin zu einer SPA nicht anders, denn hier stehen schließlich grundlegende architektonische Eingriffe und technische Veränderungen bevor.

Das Prinzip einer SPA

SPAs unterscheiden sich von Webapplikationen, die mithilfe von serverseitigen Frameworks wie JSF oder Spring MVC entwickelt wurden. Dort ist nämlich die Render- und UI-Logik vorwiegend auf der Serverseite implementiert – Entwickler müssen die Jav...

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Immer mehr Webanwendungen werden heutzutage als Single Page Application (SPA) umgesetzt. Langsam, aber sicher manifestiert sich dieser Trend auch im Enterprise-Umfeld. Dabei stellt sich hier die Frage, ob und vor allem wie eine klassische Webanwendung zu einer SPA migriert werden kann. Anfänglich waren SPAs vor allem bei Start-ups beliebt. In gestandenen Unternehmen hingegen wurde der Trend, Benutzungsoberflächen ausschließlich auf Basis von JavaScript zu entwickeln, vornehmlich als Hipstergetue belächelt. Technologieriesen wie Facebook, Twitter und Netflix haben uns in den letzten Jahren allerdings beeindruckend gezeigt, dass SPAs auch bei sehr großen Anwendungen funktionieren. Mittlerweile wird nun auch in vielen Unternehmen geplant, serverseitig entwickelte Webanwendungen auf moderne SPAs umzustellen.

Sven Kölpin


Immer mehr Webanwendungen werden heutzutage als Single Page Application (SPA) umgesetzt. Langsam, aber sicher manifestiert sich dieser Trend auch im Enterprise-­Umfeld. Dabei stellt sich hier die Frage, ob und vor allem wie eine klassische Webanwendung zu einer SPA migriert werden kann. Anfänglich waren SPAs vor allem bei Start-ups beliebt. In gestandenen Unternehmen hingegen wurde der Trend, Benutzungsoberflächen ausschließlich auf Basis von JavaScript zu entwickeln, vornehmlich als Hipstergetue belächelt. Technologieriesen wie Facebook, Twitter und Netflix haben uns in den letzten Jahren allerdings beeindruckend gezeigt, dass SPAs auch bei sehr großen Anwendungen funktionieren. Mittlerweile wird nun auch in vielen Unternehmen geplant, serverseitig entwickelte Webanwendungen auf moderne SPAs umzustellen.

Die anderen machen das doch auch

Häufig ist der Wunsch, bestehende Webapplikationen mit einer modernen Technik neu zu entwickeln, wenig von einer konkreten funktionalen Notwendigkeit getrieben. Es spielt die Angst, technogisch abgehängt zu werden, die größte Rolle. Sätze wie „Aber bei Facebook oder Netflix machen die das auch so“ sind hier ein typisches Indiz. Aber auch eine – häufig durch technische Schulden getriebene – Unzufriedenheit mit dem aktuellen Technologiestack löst die Sehnsucht zur Veränderung aus – aka „Mit React oder Angular hätte ich das Feature bestimmt schon lange umgesetzt“.

Technologische Hypethemen und Trends dürfen natürlich nicht einfach ignoriert werden. Ein Unternehmen lebt schließlich von Innovationen. Zudem haben wir bereits zu oft schmerzhaft erfahren müssen, dass Legacy-Systeme sich irgendwann zu echten kritischen Pfaden entwickeln können. Vor allem, wenn es im Unternehmen aufgrund von veralteter Technik kein Know-how mehr für die Systeme gibt. Eine blinde Adaption eines jeden Trends ist aber selbstverständlich genauso wenig anzustreben. Schließlich ist jede technologische Veränderung ein erheblicher Kosten- und Risikofaktor, sodass der Nutzen einer Migration stets genauestens geprüft werden muss. Das ist auch bei der Umstellung hin zu einer SPA nicht anders, denn hier stehen schließlich grundlegende architektonische Eingriffe und technische Veränderungen bevor.

Das Prinzip einer SPA

SPAs unterscheiden sich von Webapplikationen, die mithilfe von serverseitigen Frameworks wie JSF oder Spring MVC entwickelt wurden. Dort ist nämlich die Render- und UI-Logik vorwiegend auf der Serverseite implementiert – Entwickler müssen die Jav...

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