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Java Magazin
Methoden auf dem Weg zu agiler Exzellenz

Kampfsport trifft Agilität

Wenn es um agile Exzellenzkultur geht, lautet das Motto „vom Kenner zum Könner“. Doch wie funktioniert die Transformation in der Praxis? Verschiedene Methoden und Ansätze aus dem japanischen Kampfsport helfen, Könnerschaft zu erlangen.

Frank Düsterbeck, Rico Saßen


Bevor sich Methoden für das Lernen erfolgreich anwenden lassen, braucht es bestimmte Voraussetzungen, allen voran intrinsische Motivation. Ohne Eigenmotivation kann Lernen nicht nachhaltig geschehen. Sie kann nur dann entstehen, wenn die (Lern-)Ziele klar definiert sind. Ohne Ziel (hin und wieder reicht auch Richtung) gibt es nichts, was erstrebenswert ist, was zur Eigenmotivation führen kann, was vorantreibt. Nur wer von innen heraus motiviert ist, lernt und übt weiter, auch wenn Hindernisse im Weg stehen. Sind Lust und Eigenmotivation gegeben, ist es wichtig, die richtigen Methoden für das Lernen zu finden, zielgerichtet einzusetzen und stetig zu reflektieren. Methoden und deren Kombination können je nach Zielstellung unterschiedlich sein und sollten individuell auf die Herausforderungen angepasst bzw. kombiniert werden. Wir reißen eine Vielzahl von Methoden kurz an und erklären sie – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir unterscheiden zwischen Methoden für Individuen, Teams und Organisation (Abb. 1). Die Unterscheidung soll helfen, Orientierung zu geben, ist jedoch nicht 100 Prozent trennscharf.

Abb. 1: Übersicht der Lernmethoden über alle Ebenen hinweg

Methoden für Individuen

Katas kommen aus dem japanischen Kampfsport. Kata heißt soviel wie „Form“. Bei Katas übt man das Kämpfen gegen einen imaginären (im Judo auch realen) Gegner, um die Formen und Bewegungen zu verinnerlichen. Übertragen auf die Softwareentwicklung bedeutet das, sich ein einfaches Problem vorzunehmen und sich auf bestimmte Prinzipien oder Methodiken, wie die testgetriebene Entwicklung (TDD), zu konzentrieren. Im Ergebnis lassen sie sich vertiefen, ohne sich vom wirklichen Problem ablenken zu lassen. Das Problem sollte dabei nie in den Vordergrund rücken, sonst verlagert sich der Fokus weg vom zu Erlernenden. Das Gelernte kann dann im Alltag angewendet werden, ohne viel darüber nachdenken zu müssen. Ein Kata sollte etwa eine halbe Stunde, aber nicht länger als eine Stunde dauern. Katas verlangen wenig Organisationsaufwand und sind nicht teuer, allerdings bieten sie wegen ihres individuellen Charakters nur begrenzte Möglichkeiten des Lernens

Konferenzen bieten einen reichen Erfahrungsschatz in Form von Vorträgen und Workshops. Sie finden meistens einmal im Jahr statt und bedienen ein bestimmtes Thema, etwa agile Softwareentwicklung oder Java. Neben dem Austausch mit anderen Teilnehmern, Experten und Ausstellern begünstigen Konferenzen die Bildung von Netzwerken. Jeder kann dort Vortr...

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Methoden auf dem Weg zu agiler Exzellenz

Kampfsport trifft Agilität

Wenn es um agile Exzellenzkultur geht, lautet das Motto „vom Kenner zum Könner“. Doch wie funktioniert die Transformation in der Praxis? Verschiedene Methoden und Ansätze aus dem japanischen Kampfsport helfen, Könnerschaft zu erlangen.

Frank Düsterbeck, Rico Saßen


Bevor sich Methoden für das Lernen erfolgreich anwenden lassen, braucht es bestimmte Voraussetzungen, allen voran intrinsische Motivation. Ohne Eigenmotivation kann Lernen nicht nachhaltig geschehen. Sie kann nur dann entstehen, wenn die (Lern-)Ziele klar definiert sind. Ohne Ziel (hin und wieder reicht auch Richtung) gibt es nichts, was erstrebenswert ist, was zur Eigenmotivation führen kann, was vorantreibt. Nur wer von innen heraus motiviert ist, lernt und übt weiter, auch wenn Hindernisse im Weg stehen. Sind Lust und Eigenmotivation gegeben, ist es wichtig, die richtigen Methoden für das Lernen zu finden, zielgerichtet einzusetzen und stetig zu reflektieren. Methoden und deren Kombination können je nach Zielstellung unterschiedlich sein und sollten individuell auf die Herausforderungen angepasst bzw. kombiniert werden. Wir reißen eine Vielzahl von Methoden kurz an und erklären sie – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wir unterscheiden zwischen Methoden für Individuen, Teams und Organisation (Abb. 1). Die Unterscheidung soll helfen, Orientierung zu geben, ist jedoch nicht 100 Prozent trennscharf.

Abb. 1: Übersicht der Lernmethoden über alle Ebenen hinweg

Methoden für Individuen

Katas kommen aus dem japanischen Kampfsport. Kata heißt soviel wie „Form“. Bei Katas übt man das Kämpfen gegen einen imaginären (im Judo auch realen) Gegner, um die Formen und Bewegungen zu verinnerlichen. Übertragen auf die Softwareentwicklung bedeutet das, sich ein einfaches Problem vorzunehmen und sich auf bestimmte Prinzipien oder Methodiken, wie die testgetriebene Entwicklung (TDD), zu konzentrieren. Im Ergebnis lassen sie sich vertiefen, ohne sich vom wirklichen Problem ablenken zu lassen. Das Problem sollte dabei nie in den Vordergrund rücken, sonst verlagert sich der Fokus weg vom zu Erlernenden. Das Gelernte kann dann im Alltag angewendet werden, ohne viel darüber nachdenken zu müssen. Ein Kata sollte etwa eine halbe Stunde, aber nicht länger als eine Stunde dauern. Katas verlangen wenig Organisationsaufwand und sind nicht teuer, allerdings bieten sie wegen ihres individuellen Charakters nur begrenzte Möglichkeiten des Lernens

Konferenzen bieten einen reichen Erfahrungsschatz in Form von Vorträgen und Workshops. Sie finden meistens einmal im Jahr statt und bedienen ein bestimmtes Thema, etwa agile Softwareentwicklung oder Java. Neben dem Austausch mit anderen Teilnehmern, Experten und Ausstellern begünstigen Konferenzen die Bildung von Netzwerken. Jeder kann dort Vortr...

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