© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Java Magazin
Sag mal ...

Sag mal ...

Innovationen sind richtig und wichtig - keine Frage. In der Welt der Softwareentwicklung rollt ständig eine ganze Flut Neues auf uns zu: hier ein neues Framework, da eine neue Bibliothek. Da den Überblick zu behalten, ist alleine schon schwer. Bei einer Tasse Kaffee haben wir uns neulich gefragt, wie das mit den Innovationen eigentlich ist. Wie sollte man mit dem ganzen „heißen Sch…“ denn überhaupt umgehen? Über was sollte man sich da Gedanken machen?

Niko Köbler


Carina: Sag mal, Niko, wie ist denn das eigentlich mit diesen ganzen technischen Neuerungen? Eine Innovation jagt die nächste – sieht man da den Wald vor lauter Bäumen überhaupt noch?Niko: Technische Innovationen sind ja per se erst mal was Gutes. Zeigt es doch, dass noch nicht alle unsere Herausforderungen gelöst sind – was ja auch irgendwie langweilig wäre. Gleichzeitig fallen cleveren Menschen immer neue Anforderungen ein, die dann ja auch irgendwie gelöst werden müssen, so entsteht die nächste Innovation. Das ist ja das Schöne an den meisten Frameworks, Bibliotheken und Lösungen: Sie entstehen nicht, weil irgendjemandem langweilig ist. Ja, es gibt auch Sachen, die entstehen, weil es geht, nicht weil es sinnvoll ist. Wie sagt man so schön: „Just because Because!“ Das ist aber glücklicherweise die Minderheit und kann und sollte vernachlässigt werden. Sehr gut sagt das auch dieser eine Tweet (Abb. 1) aus, über den ich letztens gestolpert bin (Abb. 1). Je mehr Lösungen auf dem Markt sind, desto anspruchsvoller wird es natürlich, hier den Überblick zu behalten. Wichtig ist, sich ständig zu informieren, was es denn Neues gibt, und wo die Entwicklung hinläuft, um für zukünftige Anforderungen und Entwicklungen gewappnet zu sein. Dieses Wissen muss allerdings nicht in aller Tiefe für alle neuen Produkte gleich zu Beginn erarbeitet werden. Hier reicht viel mehr ein „ich hab da mal was über eine Bibliothek XY gelesen, die soll sowas können, was wir suchen“. Dann kann man sich zum gegebenen Zeitpunkt immer noch um die Details kümmern.Abb: 1: Müssen wir wirklich, nur weil wir es können? (Quelle: https://twitter.com/miss_jwo/status/978560169805271041)Niko: Doch, prinzipiell freue ich mich über neue Spielzeuge (Bibliotheken, Frameworks, was auch immer) natürlich schon. Doch man muss die Dinge mit Vorsicht genießen und abwägen, ob es das Richtige ist. Nehmen wir zum Beispiel die ewige Diskussion über das richtige Schnittstellenprotokoll. Soll es SOAP sein oder doch lieber REST? Um hier weiter diskutieren zu können, müssen wir wissen, dass SOAP überwiegend einen RPC, Remote Procedure Call, also einen Aufruf einer entfernten (nicht auf dem auslösenden System befindlichen) Prozedur, abbildet. REST dagegen hantiert mit Ressourcen. Irgendwann hat jemand gesagt, dass REST besser ist als SOAP (SOAP hat zudem einiges suboptimal umgesetzt), außerdem wäre JSON ja ein viel besseres, weil leichtgewichtigeres Datenformat. Fazit: Alle rennen dieser einen Aussage hinterher und ve...

Java Magazin
Sag mal ...

Sag mal ...

Innovationen sind richtig und wichtig - keine Frage. In der Welt der Softwareentwicklung rollt ständig eine ganze Flut Neues auf uns zu: hier ein neues Framework, da eine neue Bibliothek. Da den Überblick zu behalten, ist alleine schon schwer. Bei einer Tasse Kaffee haben wir uns neulich gefragt, wie das mit den Innovationen eigentlich ist. Wie sollte man mit dem ganzen „heißen Sch…“ denn überhaupt umgehen? Über was sollte man sich da Gedanken machen?

Niko Köbler


Carina: Sag mal, Niko, wie ist denn das eigentlich mit diesen ganzen technischen Neuerungen? Eine Innovation jagt die nächste – sieht man da den Wald vor lauter Bäumen überhaupt noch?Niko: Technische Innovationen sind ja per se erst mal was Gutes. Zeigt es doch, dass noch nicht alle unsere Herausforderungen gelöst sind – was ja auch irgendwie langweilig wäre. Gleichzeitig fallen cleveren Menschen immer neue Anforderungen ein, die dann ja auch irgendwie gelöst werden müssen, so entsteht die nächste Innovation. Das ist ja das Schöne an den meisten Frameworks, Bibliotheken und Lösungen: Sie entstehen nicht, weil irgendjemandem langweilig ist. Ja, es gibt auch Sachen, die entstehen, weil es geht, nicht weil es sinnvoll ist. Wie sagt man so schön: „Just because Because!“ Das ist aber glücklicherweise die Minderheit und kann und sollte vernachlässigt werden. Sehr gut sagt das auch dieser eine Tweet (Abb. 1) aus, über den ich letztens gestolpert bin (Abb. 1). Je mehr Lösungen auf dem Markt sind, desto anspruchsvoller wird es natürlich, hier den Überblick zu behalten. Wichtig ist, sich ständig zu informieren, was es denn Neues gibt, und wo die Entwicklung hinläuft, um für zukünftige Anforderungen und Entwicklungen gewappnet zu sein. Dieses Wissen muss allerdings nicht in aller Tiefe für alle neuen Produkte gleich zu Beginn erarbeitet werden. Hier reicht viel mehr ein „ich hab da mal was über eine Bibliothek XY gelesen, die soll sowas können, was wir suchen“. Dann kann man sich zum gegebenen Zeitpunkt immer noch um die Details kümmern.Abb: 1: Müssen wir wirklich, nur weil wir es können? (Quelle: https://twitter.com/miss_jwo/status/978560169805271041)Niko: Doch, prinzipiell freue ich mich über neue Spielzeuge (Bibliotheken, Frameworks, was auch immer) natürlich schon. Doch man muss die Dinge mit Vorsicht genießen und abwägen, ob es das Richtige ist. Nehmen wir zum Beispiel die ewige Diskussion über das richtige Schnittstellenprotokoll. Soll es SOAP sein oder doch lieber REST? Um hier weiter diskutieren zu können, müssen wir wissen, dass SOAP überwiegend einen RPC, Remote Procedure Call, also einen Aufruf einer entfernten (nicht auf dem auslösenden System befindlichen) Prozedur, abbildet. REST dagegen hantiert mit Ressourcen. Irgendwann hat jemand gesagt, dass REST besser ist als SOAP (SOAP hat zudem einiges suboptimal umgesetzt), außerdem wäre JSON ja ein viel besseres, weil leichtgewichtigeres Datenformat. Fazit: Alle rennen dieser einen Aussage hinterher und ve...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang