© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Continuous Delivery: Warum man öfter deployen sollte …

Viel mehr als Time to Market


Continuous Delivery bedeutet, regelmäßig Software auszuliefern. Was wie eine relativ unwichtige Maßnahme wirkt, hat weitreichende Konsequenzen. Daher lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.

Continuous Delivery geht auf das gleichnamig, mittlerweile zehn Jahre alte Buch von Humble und Farley [1] zurück. Es beschreibt, wie man Software regelmäßig in Produktion ausliefern kann und welche technischen Ansätze dafür notwendig sind. Allerdings stellt sich die Frage, warum man Software überhaupt kontinuierlich in Produktion bringen sollte. Schließlich ist dafür ein großes Investment nötig.

Schnellere Time to Market ist eine offensichtliche Antwort auf diese Frage. Nur Features, die Kunden tatsächlich nutzen können, sind etwas wert. Was eine Entwicklerin auf ihrem Rechner zeigen kann, mag beeindruckend sein, nützt dem Kunden aber nichts. Also kann sich ein Unternehmen durch regelmäßiges Ausrollen neuer Features eine bessere Position auf dem Markt erarbeiten.

In der Praxis installiert jeder Benutzer jeden Tag einige Updates für irgendwelche Apps auf seinem Mobiltelefon. Aber nur ausgesprochen selten findet man ein neues Feature oder stellt eine andere offensichtliche Änderung an einer App fest. So kann wohl kaum eine bessere Position am Markt erreicht werden. Also kann Time to Market allein nicht der Grund sein, warum Unternehmen Software regelmäßig ausrollen sollten.

Fragt man IT-Experten nach weiteren Vorteilen regelmäßiger Deployments, fallen ihnen noch einige Vorteile ein: Sicherheitslücken können schneller geschlossen werden und Entwickler erhalten für Codeänderungen schnelleres Feedback aus der Produktion. Auch weniger Fehlschläge beim Deployment werden häufig als Vorteil genannt. Schließlich führt eine höhere Frequenz dazu, dass jedes Deployment weniger Änderungen enthält und daher nicht nur die Chance auf einen Fehler geringer, sondern auch das Zurückrollen einfacher ist. Systeme können schneller wiederhergestellt werden, wenn sie ausfallen, weil man den Aufbau eines Systems bei jedem Deployment übt. Ob ein Team, das häufig deployt, produktiver ist, können Experten aber oft nicht beantworten. Schließlich hat das regelmäßige Deployment sicherlich Vorteile, aber es ist aufwendig, die Continuous Delivery Pipeline aufzubauen und am Laufen zu halten. Und was die ideale Deployment-Frequenz ist, kann man auch nicht so einfach beantworten. Irgendwie sollte die Deployment-Frequenz doch mit neuen Features zusammenhängen, aber Features sind eben kein Grund für neue...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang