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Java auf dem Raspberry Pi – Teil 3

Java, Pi4J und Raspberry Pi in der Bildung


Java und Raspberry Pi? Das klingt erst einmal abwegig – Java haftet noch immer das Stigma der Schwergewichtigkeit an. Das stimmt natürlich nur noch teilweise, und das Framework Pi4J macht die Nutzung von Java auf Geräten wie dem Raspberry Pi sehr angenehm. In diesem Teil der Artikelserie geht es um den Einsatz von Pi4J, Java und des Raspberry Pi in Bildungseinrichtungen.

In den vorangegangenen Artikeln unserer Serie haben wir entdeckt, wie wir einfach mit den GPIO-Pins dieses Boards interagieren können, um elektronische Komponenten zu steuern. Die einfache Handhabung dieser Kombination macht sie zum idealen Ausgangspunkt für den Unterricht, um Schüler sowohl in Hard- als auch in Software einzuführen und wie sie miteinander interagieren können.

Java ist (laut Tiobe Index [1]) schon seit vielen Jahren eine der drei Top-Programmiersprachen weltweit, aber wenn Sie 10 Entwickler fragen, welches die beste Programmiersprache ist und welche Sie heute lernen sollten, werden Sie wahrscheinlich 10 verschiedene Antworten erhalten. In letzter Zeit gab es zudem einige Artikel und Diskussionen über die „Coolness“ von Java, bzw. eigentlich eher der Mangel an solcher. Es gab sogar einen Artikel mit dem perfekten Titel „Java is criminally underhyped“ [2].

Da Java die Sprache ist, die ich in den letzten zehn Jahren am meisten benutzt habe, ist das Aufsetzen eines neuen Projekts oder das Erstellen eines Proof of Concept für eine neue Idee eine Sache von Stunden oder wenigen Tagen. Und es gibt immer eine Lösung für das Problem, an dem ich gerade arbeite. Das gilt wahrscheinlich für jeden Entwickler, der genügend Erfahrung mit einer bestimmten Sprache gesammelt hat. Aber nachdem ich viele andere Sprachen benutzt und ausprobiert habe, kehre ich immer wieder zu meiner „einzig wahren Liebe“, nämlich Java, zurück. Das liegt daran, dass sie immer exakt das Ergebnis liefert, das ich anstrebe, mit der richtigen Menge an Code, der lesbar, verständlich und testbar ist!

Für mich scheint es also offensichtlich, dass Java auch eine perfekte Sprache für den Einstieg in die Welt der Programmierung ist. Vor Kurzem kam ich in Kontakt mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW [3]), wo Java und Pi4J in den Kursen verwendet werden. Lassen Sie uns herausfinden, warum die Experten der Hochschule glauben, dass Java eine gute Sprache ist, um Programmieren zu lernen und warum man sie dort ausgerechnet auf dem Raspberry Pi verwendet.

Interview mit Barbara Scheuner und Dieter Holz

Dr. Barbara Scheuner ist Dozentin und Leiterin des Studiengangs Informatik ad interim. Sie studierte von 2000 bis 2005 Informatik an der ETH [4] und begann danach, an verschiedenen Schulen Informatik zu unterrichten. Im Jahr 2014 schloss sie ihr Doktorat an der ETH im Bereich „Visual Literacy“ ab und begann, mit Pascal und Delphi zu programmieren. Seit ihrem Wechsel an die FHNW im Jahr 2010 unterrichtet sie Java im ersten Jahr des Bachelorstudiengangs Informatik.

Dr. Dieter Holz ist ebenfalls Dozent und hat 40 Jahre Erfahrung als Softwareentwickler. Er war Mitbegründer von Canoo (heute Karakun [5]), einer Software-Boutique mit Sitz in Basel, wo er mit mehreren Java-Champions zusammenarbeitete. Seit neun Jahren unterrichtet...

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