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Bücher

Programmieren lernen mit Java und Minecraft


Dass der beste Weg zum Verdienen am Gold Rush das Verkaufen von Schaufeln war, dürfte bekannt sein. Im Fall von Minecraft gilt, dass der Java-Entwickler durch das Feilbieten von Plug-ins zumindest Aufmerksamkeit bekommt.

Problematisch ist dabei, dass es keine wirkliche Literatur zum Thema gibt. Beim mitp-Verlag ist mit „Programmieren lernen mit Java und Minecraft“ ein Lehrbuch erschienen, das mittlerweile in dritter Ausgabe vorliegt und sowohl Java als auch Minecraft erklärt.

Vorneweg: Der Rezensent dieser Zeilen geht davon aus, dass alle Leser Java beherrschen. Die Beschäftigung mit dem Buch zahlt sich trotzdem aus, schon deshalb, weil man die Minecraft-Grundlagen sonst nicht in Anwendung sieht, was die Einarbeitung wesentlich erschwert.

Sei dem, wie es sei, das Buch beginnt mit der Einrichtung der Java-Toolchain – ein für erfahrene Entwickler nicht sehr interessantes Thema. Relevanter sind da die Ausführungen zum Betrieb eines Minecraft-Servers – ein Thema, mit dem man als Entwickler nicht wirklich viel zu tun hat.

An dieser Stelle verwandelt sich das vorliegende Lehrbuch in ein klassisches Java-Buch – vom didaktischen Aufbau her –, wie man es im Handel häufiger findet. Neuartig an diesem Buch ist die konsequente Ausrichtung auf die Nutzung von Minecraft als Demoplattform. So stellt der Autor Schleifen in Form eines Plug-ins vor, das Kürbisblöcke in der Landschaft platziert und so verschiedene Arten von Wänden aufbaut.

Nach den diversen Experimenten – die Kürbisziegel beschäftigen den Autor über einige Dutzend Seiten – geht es tiefer in die Welt von Minecraft. Spezifisch geht es um das „Bauen“ von Objekten – eine Aufgabe, die die Nutzung Minecraft-spezifischer APIs voraussetzt. Braun brilliert geradezu bei der Erklärung, wie man Behelfshütten und andere Elemente konstruiert, und erklärt auch, welche Rolle die Teile im Minecraft-Ökosystem spielen.

Minecraft-erfahrene Zocker wissen, dass auf den Block normalerweise das Schild folgt – eine Sonderversion des Blocks, die neben ihrer geographischen Ausbreitung auch einen bis zu 60 Zeichen langen String aufnimmt. Braun demonstriert ihre Verwendung in einem dedizierten Kapitel, um danach auf die Verarbeitung der auftretenden Ereignisse einzugehen. Die komplett in Java gehaltene Spiel-Engine ist – Ted Faison hätte seine Freude – durch die Bank Event-orientiert; das Einschreiben von Listenern hilft dabei, auf Umgebungsereignisse zu reagieren.

Das letzte Minecraft-Spezifikum, das in dieser illustren Aufzählung dann...

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