Java Magazin - 08.2012 - Groovy 2.0


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2012

Umfang:  108

Autoren / Autorinnen: Christian Müller, Michael Müller, Corinna Kern, Arno Haase, Konstantin Diener, Stefan Schlott, Stefan Zörner, Dierk König, Christian Wende, Mirko Seifert, Jendrik Johannes, Matthias Weßendorf, Lars Röwekamp, Peter Hruschka, Gernot Starke, Tam Hanna, Bernd Fondermann, Andre Steingress, Guillaume Laforge, Kay Glahn, Matthias Zimmermann, Bernhard Löwenstein, Claudia Fröhling, Mike Werner, Dirk Mascher, Christian Köberl, Reto Bachman-Gmür, Benjamin Nagel, Rupert Westenthaler, Fabian Christ, Johannes Hohenbichler, Philipp Burgmer

Es ist erst ein paar Wochen her, da betrat Larry Ellison die Bühne, um Oracles neuesten Coup vorzustellen: die Oracle Cloud. Wie man es von Ellison gewohnt ist, wurden an diesem Abend erneut Superlative vorgestellt: Man hörte von der „umfangreichsten Cloud des Planeten Erde“ und „100 Cloud-Anwendungen und Services“.

Oracle Cloud – das ist doch nichts Neues, werden Sie jetzt sagen. Das haben wir doch schon letztes Jahr auf der Oracle Open World gehört. Was war also die wirkliche Neuigkeit des Abends?

Das Unternehmen aus Redwood Shores bietet ab sofort neue Oracle Fusion Cloud Applications und Services an, und zwar als Zusatz zu den fünf, die bereits auf der Oracle Open World 2011 bekannt gegeben wurden (CRM, HCM, Social Network, Java Service, Cloud Service). Larry Ellison berichtete stolz, dass Oracle jetzt 100 Cloud Applications und Services anbietet. Eine Aufzählung der neuen Services blieben er und Tom Kurian, der die nachfolgende Pressekonferenz leitete, schuldig. Die Liste werde aber nachgeliefert, versprach Kurian. Stellt sich also die Frage: Wie kommt man von fünf Services 2011 auf 100 in 2012? Ab wann wird eine Einheit gezählt? Man darf gespannt sein.

Ellison erklärte, dass sich Oracles Arbeit in Sachen Cloud Computing unter dem Projekt Fusion zusammenfassen lässt, ein Projekt mit mehrjähriger Laufzeit. So steht es auch im Press Release: „Almost seven years of relentless engineering and innovation plus key strategic acquisitions. An investment of billions. We are now announcing the most comprehensive Cloud on the planet Earth.“ (http://www.oracle.com/us/corporate/press/1656259)

Fusion ist aber kein Projekt, in dem seit sieben Jahren an Oracles Cloud-Strategie gearbeitet wird. In Wahrheit war Fusion anfangs ein Nachfolger der E-Business Suite, PeopleSoft, J. D. Edwards und der Siebel-Systeme, wie Frank Scavo in einem kritischen Bericht zum Announcement anmerkt (http://bit.ly/Lht9Px).

Alles in allem muss man sagen, dass Oracle am Mittwoch ein falsches Signal gesendet hat. Es war auch ein Abend der Übertreibungen und des Konkurrenten-Bash­ings. Dabei hat Oracle in Sachen Cloud Computing schon einiges geleistet und könnte eigentlich sicherer auftreten: Oracle bietet bereits eine komplette IaaS-Plattform an, ähnlich der von Amazon. Oracles Cloud basiert auf Standards wie SQL, Java und HTML5.

Ellisons Seitenhiebe hatten einen faden Beigeschmack. Ellison schoss gegen SAP, gegen salesforce.com und Workday – drei Konkurrenten, die Oracle übertrumpfen muss, um in Sachen Cloud Computing nicht den Kürzeren zu ziehen. Workday ist übrigens die Firma von David Duffield, einst Chef von PeopleSoft, das Ellison vor sieben Jahren kaufte. Ähnliches Szenario bei salesforce.com, dessen CEO Marc Benioff einst Ellisons Protegé war und bei salesforce.com besonders das Thema Cloud vorantreibt.

Alles in allem kann man sagen, dass Oracle seinen Weg in die Cloud mit großem Einsatz vorantreibt. Sobald mehr Details zur Oracle Cloud bekannt werden (wichtig sind die Informationen zu den 100 Applikationen und Services sowie das Pricing-Modell), wissen wir mehr. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden!

In eigener Sache

Wie Ihnen sicher schon aufgefallen ist, kommt diese Ausgabe des Java Magazins ohne beiliegende CD. Die Zeiten stehen nicht still – wer heute das Arbeitsgerät seiner Wahl anschaltet, ist online. Immer und überall. Daher steigen auch wir um und verabschieden uns von der monatlichen CD-Beilage. Das bedeutet aber nicht, dass Sie auf Zusatzmaterial verzichten müssen. Interessante Projekte passend zu den Heftartikeln finden Sie auf www.javamagazin.de, die beliebten Videos aus der Reihe JAX TV gibt es online auf www.vimeo.com/jaxtv, auf unserem Google+-Kanal www.gplus.to/JavaMagazin und natürlich in der Tablet-Ausgabe des Java Magazins.

Trotzdem möchten wir Ihnen auch weitere spezielle Inhalte bieten. Ein Beispiel dafür liegt dieser Ausgabe für Abonnenten bei: eine gedruckte Version des ent­wick­ler.press-shortcuts „HTML5 for Mobile Web“ (www.entwickler-press.de/shortcuts). Über das Jahr verteilt wird es weitere hochwertige und exklusive Aktionen geben, sei es in Form einer DVD oder eines Posters. Lassen Sie sich überraschen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe.

Claudia FröhlingClaudia Fröhling, Redakteurin
Twitter: @javamagazin
Google+: gplus.to/JavaMagazin

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