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Java Magazin
The new Guy in town

Android Studio

Das war schon eine Überraschung. Als ich während der Google I/O Keynote auf die Ankündigung einer neuen Android-Version (vergeblich) wartete, kam überraschend Tor Norbye vom Android-Tools-Team auf die Bühne, um „die neue Android IDE: Android Studio“ vorzustellen. Android Studio? IntelliJ? Gradle Build System? Und was wird aus Ant und ADT? Wir versuchen hier, die bisher bekannten Infos zu sichten und einen ersten Blick auf „den Neuen“ zu werfen.

Dominik Helleberg


Doch zunächst zu den Fakten: Android Studio wurde auf der Google I/O 2013 vorgestellt und steht aktuell in der Version 0.1 „I/O Preview AI-130.677228“ zum freien Download [1] bereit. Daran ist schon zu erkennen, dass es sich um eine sehr frühe Version der IDE handelt und das Tool dementsprechend noch einige „unrunde Ecken“ mit sich bringt.

„Hello Android Studio“

Nach der Installation von Android Studio präsentiert sich die IDE wie in Abbildung 1 zu sehen. Spätestens hier wird deutlich, dass Android Studio nicht auf ­Eclipse basiert, sondern auf IntelliJ aus dem Hause JetBrains (siehe dazu auch das Interview mit Dmitry Jemerov von JetBrains auf Seite 113). Das Konzept ähnelt dem bekannten ADT-Bundle, denn auch hier wird eine vorkonfigurierte IDE heruntergeladen und mit allen benötigten Plug-ins und Einstellungen inklusive Android SDK geliefert. Dies vereinfacht die Installation und benötigt keinerlei zusätzliche Konfiguration, um mit der Entwicklung zu beginnen.

Abb. 1: Android Studio

Im Detail haben wir es offensichtlich mit einer angepassten IntelliJ-Variante auf Basis der neuen Version 13 zu tun. Die Version wurde um verschiedene Plug-ins erweitert, um Android-spezifische Features umzusetzen. Mehrfach wurde während der Google I/O betont, dass es sich hier nicht um einen Branch der IntelliJ IDE handelt, sondern lediglich Hooks und Plug-ins verwendet wurden, um die Android-Funktionen hinzuzufügen. Das Prinzip ähnelt auch hier dem des ADT-Plug-ins für ­Eclipse. So gibt es zum Beispiel einen Designer für die An­droid-Layoutdateien, der dem bekannten Designer unter Eclipse sehr ähnelt. In Sachen Java-Sourcecode gibt es vergleichbare Features wie Lint-Integration und An­droid-spezifisches Code-Refactoring, z. B. „extract String resource“. Generell erscheinen die beiden Plug-ins (Eclipse und Android Studio) sehr ähnlich, vom „new Android Project Wizard“ über den „Layout Editor“ oder dem „Launch Editor“-Dialog gibt es keine größeren Unterschiede im GUI und den gewählten Icons.

Der Funktionsumfang der zugrunde liegenden IntelliJ-Version entspricht dem der freien Community Edi­tion [2], so sind Features wie z. B. Versionskontrolle oder Codeanalyse enthalten, andere wie z. B. Java-EE-Support fehlen.

Auf den (wirklich) allerersten Blick finden sich gar nicht so große Unterschiede zwischen dem Android Studio und einem mit ADT-Plug-ins erweiterten ­Eclipse. Aber das täuscht, wie in den folgenden Abschnitten beschrieben wird.

Projektstruktur und Build-System

Legt man mit An...

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The new Guy in town

Android Studio

Das war schon eine Überraschung. Als ich während der Google I/O Keynote auf die Ankündigung einer neuen Android-Version (vergeblich) wartete, kam überraschend Tor Norbye vom Android-Tools-Team auf die Bühne, um „die neue Android IDE: Android Studio“ vorzustellen. Android Studio? IntelliJ? Gradle Build System? Und was wird aus Ant und ADT? Wir versuchen hier, die bisher bekannten Infos zu sichten und einen ersten Blick auf „den Neuen“ zu werfen.

Dominik Helleberg


Doch zunächst zu den Fakten: Android Studio wurde auf der Google I/O 2013 vorgestellt und steht aktuell in der Version 0.1 „I/O Preview AI-130.677228“ zum freien Download [1] bereit. Daran ist schon zu erkennen, dass es sich um eine sehr frühe Version der IDE handelt und das Tool dementsprechend noch einige „unrunde Ecken“ mit sich bringt.

„Hello Android Studio“

Nach der Installation von Android Studio präsentiert sich die IDE wie in Abbildung 1 zu sehen. Spätestens hier wird deutlich, dass Android Studio nicht auf ­Eclipse basiert, sondern auf IntelliJ aus dem Hause JetBrains (siehe dazu auch das Interview mit Dmitry Jemerov von JetBrains auf Seite 113). Das Konzept ähnelt dem bekannten ADT-Bundle, denn auch hier wird eine vorkonfigurierte IDE heruntergeladen und mit allen benötigten Plug-ins und Einstellungen inklusive Android SDK geliefert. Dies vereinfacht die Installation und benötigt keinerlei zusätzliche Konfiguration, um mit der Entwicklung zu beginnen.

Abb. 1: Android Studio

Im Detail haben wir es offensichtlich mit einer angepassten IntelliJ-Variante auf Basis der neuen Version 13 zu tun. Die Version wurde um verschiedene Plug-ins erweitert, um Android-spezifische Features umzusetzen. Mehrfach wurde während der Google I/O betont, dass es sich hier nicht um einen Branch der IntelliJ IDE handelt, sondern lediglich Hooks und Plug-ins verwendet wurden, um die Android-Funktionen hinzuzufügen. Das Prinzip ähnelt auch hier dem des ADT-Plug-ins für ­Eclipse. So gibt es zum Beispiel einen Designer für die An­droid-Layoutdateien, der dem bekannten Designer unter Eclipse sehr ähnelt. In Sachen Java-Sourcecode gibt es vergleichbare Features wie Lint-Integration und An­droid-spezifisches Code-Refactoring, z. B. „extract String resource“. Generell erscheinen die beiden Plug-ins (Eclipse und Android Studio) sehr ähnlich, vom „new Android Project Wizard“ über den „Layout Editor“ oder dem „Launch Editor“-Dialog gibt es keine größeren Unterschiede im GUI und den gewählten Icons.

Der Funktionsumfang der zugrunde liegenden IntelliJ-Version entspricht dem der freien Community Edi­tion [2], so sind Features wie z. B. Versionskontrolle oder Codeanalyse enthalten, andere wie z. B. Java-EE-Support fehlen.

Auf den (wirklich) allerersten Blick finden sich gar nicht so große Unterschiede zwischen dem Android Studio und einem mit ADT-Plug-ins erweiterten ­Eclipse. Aber das täuscht, wie in den folgenden Abschnitten beschrieben wird.

Projektstruktur und Build-System

Legt man mit An...

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