© Excellent backgrounds/Shutterstock.com
Java Magazin
Projekt Ripla: eine Plattform mit OSGi und Vaadin bauen

Projekt Ripla: eine Plattform mit OSGi und Vaadin bauen

Eine Plattform ist eine Anwendung, die nichts kann, aber alles möglich macht. Das Potenzial eines solchen Ansatzes führt Eclipse meisterhaft vor. Man muss allerdings nicht eclipse.org heißen, um eine Plattform bauen und betreiben zu können.

Benno Luthiger


Die Stärke des Plattformansatzes wurde von Eclipse beispielhaft durchgespielt. Die Eclipse Rich Client Platform (RCP) wird von einem verhältnismäßig knappen Satz an OSGi Bundles gebildet. Die eigentliche Anwendung entsteht dadurch, dass die Plattform durch eine beliebige Anzahl von Komponenten aus dem Eclipse-Ökosystem angereichert wird. So existieren unzählige Anwendungen, die im Kern alle aus Eclipse bestehen, aber ganz unterschiedliche Verwendungszwecke haben und ebenso unterschiedliche Anwendungsprobleme lösen.

Während das Plattformmodell im Fat-Client-Bereich, d. h. im Bereich der Applikationen, die auf einem PC installiert werden, weite Verbreitung gefunden hat, werden im Bereich der Webapplikationen die meisten Anwendungen in traditioneller Weise ausgeliefert und installiert. Das mag damit zusammenhängen, dass der Deployment-Aufwand von Webapplikationen im Vergleich zu Fat-Clients von untergeordneter Bedeutung ist. Im Fat-Client-Modell muss die Anwendung auf jedem Kundenrechner installiert werden. Dies gilt auch für jede neue Version der Anwendung. Das allein macht den Vorteil eines Plattformansatzes augenfällig. Besteht die Applikation aus einem Kern, z. B. Eclipse RCP, und einer Sammlung von Komponenten, die in einem lockeren Verbund an diesen Kern angehängt werden, so besteht die Möglichkeit, eine solche Applikation aus sich heraus zu aktualisieren. Es reicht aus, dass der Applikationskern weiß, wie die umgebenden Komponenten auszuwechseln sind. Auf diese Weise kann der Installationsaufwand auf die einmalige Installation der Applikation reduziert werden. Alle Aktualisierungen erfolgen aus der installierten Plattform heraus.

Webapplikationen dagegen sind üblicherweise Thin-Clients. Die eigentliche Applikation wird auf einem zentralen Server installiert. Was die Benutzer sehen, wird in einem Browser dargestellt. Bei Webapplikationen beschränkt sich das Deployment also auf die Installation auf dem zentralen Server. Damit ist das Deployment, verglichen mit den übrigen Aufwendungen zur Entwicklung der Anwendung, von untergeordneter Bedeutung. Dies hat dazu geführt, dass man bei Webapplikationen zumeist noch in Unikaten denkt und effizientere Applikationsentwicklungsmodelle nicht in Erwägung gezogen werden.

Der Vorteil einer Plattform zeigt sich, wenn man den Blick von der Deployment-Problematik abwendet und untersucht, welche Vorteile sich ergeben, wenn Applikationen nicht als Unikate, sondern als Produkte – oder besser noch: im Rahmen von Produktlini...

Java Magazin
Projekt Ripla: eine Plattform mit OSGi und Vaadin bauen

Projekt Ripla: eine Plattform mit OSGi und Vaadin bauen

Eine Plattform ist eine Anwendung, die nichts kann, aber alles möglich macht. Das Potenzial eines solchen Ansatzes führt Eclipse meisterhaft vor. Man muss allerdings nicht eclipse.org heißen, um eine Plattform bauen und betreiben zu können.

Benno Luthiger


Die Stärke des Plattformansatzes wurde von Eclipse beispielhaft durchgespielt. Die Eclipse Rich Client Platform (RCP) wird von einem verhältnismäßig knappen Satz an OSGi Bundles gebildet. Die eigentliche Anwendung entsteht dadurch, dass die Plattform durch eine beliebige Anzahl von Komponenten aus dem Eclipse-Ökosystem angereichert wird. So existieren unzählige Anwendungen, die im Kern alle aus Eclipse bestehen, aber ganz unterschiedliche Verwendungszwecke haben und ebenso unterschiedliche Anwendungsprobleme lösen.

Während das Plattformmodell im Fat-Client-Bereich, d. h. im Bereich der Applikationen, die auf einem PC installiert werden, weite Verbreitung gefunden hat, werden im Bereich der Webapplikationen die meisten Anwendungen in traditioneller Weise ausgeliefert und installiert. Das mag damit zusammenhängen, dass der Deployment-Aufwand von Webapplikationen im Vergleich zu Fat-Clients von untergeordneter Bedeutung ist. Im Fat-Client-Modell muss die Anwendung auf jedem Kundenrechner installiert werden. Dies gilt auch für jede neue Version der Anwendung. Das allein macht den Vorteil eines Plattformansatzes augenfällig. Besteht die Applikation aus einem Kern, z. B. Eclipse RCP, und einer Sammlung von Komponenten, die in einem lockeren Verbund an diesen Kern angehängt werden, so besteht die Möglichkeit, eine solche Applikation aus sich heraus zu aktualisieren. Es reicht aus, dass der Applikationskern weiß, wie die umgebenden Komponenten auszuwechseln sind. Auf diese Weise kann der Installationsaufwand auf die einmalige Installation der Applikation reduziert werden. Alle Aktualisierungen erfolgen aus der installierten Plattform heraus.

Webapplikationen dagegen sind üblicherweise Thin-Clients. Die eigentliche Applikation wird auf einem zentralen Server installiert. Was die Benutzer sehen, wird in einem Browser dargestellt. Bei Webapplikationen beschränkt sich das Deployment also auf die Installation auf dem zentralen Server. Damit ist das Deployment, verglichen mit den übrigen Aufwendungen zur Entwicklung der Anwendung, von untergeordneter Bedeutung. Dies hat dazu geführt, dass man bei Webapplikationen zumeist noch in Unikaten denkt und effizientere Applikationsentwicklungsmodelle nicht in Erwägung gezogen werden.

Der Vorteil einer Plattform zeigt sich, wenn man den Blick von der Deployment-Problematik abwendet und untersucht, welche Vorteile sich ergeben, wenn Applikationen nicht als Unikate, sondern als Produkte – oder besser noch: im Rahmen von Produktlini...

Neugierig geworden?


    
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang