Java Magazin - 08.2015 - Docker-Tools


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2015

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Daniel Brenner, Stefan Zilch, Wolfgang Weigend, Arne Limburg, Lars Röwekamp, Peter Hruschka, Carola Lilienthal, Gernot Starke, Frank Pientka, Frank Wisniewski, Lars Pfannenschmidt, Karsten Voigt, David Broßeit, Sebastian Meyen, S & S Media GmbH, Tom Wießeckel, Angelika Langer, Klaus Kreft, Milad Jason Daivandy, Arno Haase, Frank Eichfelder, Peter Roßbach, Henning Ziburski, Dirk Dorsch, Holger Herrmann, Christoph Huber, Daniel Takai, Lutz M. Keppeler, Markward Schubert, Wolfgang Werner

Zwei Jahrzehnte – Kinder, wie die Zeit vergeht. Irgendwann im Laufe des Jahres 1995 wurde das Finalrelease von Java 1.0 auf den Weg gebracht – zu welchem Termin das genau gewesen sein soll, darüber sind sich die Tech-Historiker nicht ganz einig. So feiern wir eben das gesamte Jahr über „20 Jahre Java“.

Die Meisten von uns haben wichtige Teile ihres Berufslebens mit Java zugebracht – ob im Sinne der reinen Programmiersprache, der Virtual Machine oder des Java-Ökosystems, das so viele Ideen, Technologien und Praktiken hervorgebracht hat wie kaum ein anderes. Java hat die Technologiewelt geprägt, und Java hat auch uns geprägt.

Was waren wir stolz auf unsere Welt der offenen Standards und der offenen Prozesse, was haben wir leidenschaftlich über Persistenztechnologien oder J2EE vs. Spring diskutiert, wie oft haben wir aber auch geflucht über verspätete und obendrein komplexe Spezifikationen und uns gefragt: „Muss das wirklich so kompliziert sein?“

Das erste Jahrzehnt von Java – 1995 bis 2005 – war geprägt von einer grandiosen Aufbruchstimmung: Die Java-Welt lieferte das Triebwerk für das entstehende Internetbusiness, unzählige Hersteller konkurrierten darum, die beste Interpretation der Java-Standards vorzulegen, XML- und SOAP-basierte Web Services prägten unser Verständnis von echter Interoperabilität, Open Source entwickelte sich von einer Grassroot-Bewegung zu einem Businessfaktor, und Selbstzweifel waren für die Java-Gemeinde praktisch ein Fremdwort.

Die nachfolgenden Jahre – 2005 bis heute – hielten dann einige Überraschungen bereit. Plötzlich ertönte immer häufiger der Ruf „Java ist tot“, wichtige Vordenker der Java-Bewegung verließen Sun Microsystems, das im Übrigen immer größere Schwierigkeiten hatte, zu erklären, wie es eigentlich langfristig wirtschaftlich überleben wollte. Ruby on Rails verbreitete sich als das „neue große Ding“ und zeigte, wie einfach die Webentwicklung sein könnte. Zugleich setzte eine mehrjährige Stagnation bei der JDK-Entwicklung ein, die erst nach der Übernahme von Sun durch Oracle überwunden werden konnte.

In dieser Phase des vermeintlichen Stillstands setzte dann das ein, was ich die Reifung von Java nennen möchte: Während im Zentrum Auszehrung und Ideenlosigkeit vorherrschten, entwickelte sich die Peripherie – Open-Source-Projekte, Dritthersteller, smarte Start-ups – zum eigentlichen Motor der Innovation. Spring, ­Eclipse, die Apache-Community oder auch Android sorgten für ein unglaubliches Innovationstempo, und plötzlich galt das pragmatische Prinzip „Code First“ anstelle des büro­kratischen „Specification First“.

Dieses Java, so vielseitig, widersprüchlich, ärgerlich, faszinierend, dabei ungeheuer leistungsfähig es sich über die Jahre gezeigt hat, feiert in diesem Jahr also seinen Zwanzigsten. Bestimmt verbinden auch Sie jede Menge Erinnerungen mit Java, deswegen möchten wir Sie einladen: Schreiben Sie Ihre Geburtstagsgrüße für Java! Schildern Sie den faszinierendsten Augenblick, den Sie mit Java erlebt haben, Ihren schwärzesten Moment, die witzigste WAR-Story oder Ihren größten Erfolg. Gratulieren Sie Java mit einer persönlichen Anekdote, die Sie an redaktion@javamagazin.de einsenden. Eine Auswahl der originellsten, aufschlussreichsten Texte veröffentlichen wir dann in der kommenden Ausgabe – und verlosen obendrein ein Freiticket für die W-JAX 2015 (ab 2. November) oder wahlweise die JAX London (ab 12. Oktober) unter allen Einsendungen (Hauptkonferenztage).

Wir freuen uns auf lebhaftes Feedback von Ihnen, wünschen einen wunderschönen Java-Sommer und natürlich viel Spaß bei der Lektüre des vorliegenden Magazins!

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meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.jpgSebastian Meyen, Chefredakteur

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