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Java Magazin
iBeacon-Apps auf Android mit dem Estimote SDK

I, Beacon

Mögliche Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle für Technologien, die standortabhängige Benutzerinteraktion auch im Inneren von Gebäuden ermöglichen, werden derzeit heiß diskutiert. In-Store-Advertising und Rabatte, Mobile-Payments, Navigation, ÖPNV, Lokalisierung in öffentlichen Gebäuden und Museen und Home Automation sind nur die Spitze des Eisbergs, und natürlich das allgegenwärtige Sammeln von Daten - jetzt neu und mit genauer Ortsangabe. Was steckt hinter dem Hype?

Wolfgang Werner


Das von Apple entwickelte iBeacon-Protokoll auf Basis von Bluetooth Low Energy wird von einer Vielzahl von Devices unterstützt. Der Artikel erklärt iBeacons und Bluetooth Low Energy und zeigt am Beispiel der Entwicklung einer Android-App für standortabhängige Einkaufslisten die standortabhängige Interaktion einer App mit iBeacons. Die Implementierung basiert auf Estimote Beacons und dem dazugehörigen SDK.

iBeacon, Bluetooth 4.0, BLE, Smart. Wot?

Die Basistechnologie für iBeacon ist Bluetooth. Bluetooth Low Energy (BLE), das häufig auch mit dem Marketinglabel Bluetooth Smart bezeichnet wird, wurde in Version 4.0 des Bluetoothstandards [1] aufgenommen. BLE ist nicht rückwärtskompatibel mit vorhergegangenen Versionen, die als Bluetooth Classic bezeichnet werden. Bluetooth 4.0 spezifiziert, dass standardkonforme Devices eine der beiden oder beide Varianten, also Low Energy oder Classic, implementieren müssen.

BLE ist auf nahezu allen aktuellen Smartphones wie dem iPhone 4+ und dem Samsung Galaxy 3+ implementiert. Ein iPhone kann sowohl als Empfänger von iBeacon-Signalen als auch – im Gegensatz zu Android – als Beacon selbst fungieren. In Android sind BLE-Treiber ab API-Version 18, also Android 4.3 enthalten [2]. Auch aktuelle Computer sind übrigens BLE-fähig. In Windows sind die Treiber allerdings erst ab Windows 8 an Bord [3] und seit etwa Mitte 2011 ist BLE auf Apple-Rechnern verfügbar [4].

BLE unterstützt weiterhin eine Vielzahl von Peripheriegeräten wie Herzfrequenzmessgeräte und Spielzeughelikopter, Thermometer, Fitnessgeräte und Zahnbürsten, ja, Zahnbürsten [5] und Turnschuhe [6].

Interessant im Zusammenhang mit iBeacons ist der SensorTag [7] von Texas Instruments, der neben seiner Funktion als iBeacon noch Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druck und Beschleunigung messen kann. Zusätzlich bringt der SensorTag noch ein Gyroskop, ein Magnetometer und zwei Hardwarebuttons mit. Das ideale Gerät, um Präsentationen fernzusteuern und dabei die Feuchtigkeit und Temperatur der Hände des Referenten zu übertragen und anzuzeigen. Ich denke, dass mein nächstes Sandkastenprojekt ein Lampenfieber-O-Mat werden wird. Eine ausführliche Liste von Devices finden Sie auf der offiziellen Bluetooth-Seite [8].

GATT ready

Das Kommunikationsmodell, über das Devices Daten austauschen, heißt GATT – Generic Attribute Profile. GATT definiert die Rollen Client und Server. Der Client fordert Daten vom Server über Services an. Ein Service gruppiert mehrere atomare Schlüssel-/Wert-Paare, die al...

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iBeacon-Apps auf Android mit dem Estimote SDK

I, Beacon

Mögliche Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle für Technologien, die standortabhängige Benutzerinteraktion auch im Inneren von Gebäuden ermöglichen, werden derzeit heiß diskutiert. In-Store-Advertising und Rabatte, Mobile-Payments, Navigation, ÖPNV, Lokalisierung in öffentlichen Gebäuden und Museen und Home Automation sind nur die Spitze des Eisbergs, und natürlich das allgegenwärtige Sammeln von Daten - jetzt neu und mit genauer Ortsangabe. Was steckt hinter dem Hype?

Wolfgang Werner


Das von Apple entwickelte iBeacon-Protokoll auf Basis von Bluetooth Low Energy wird von einer Vielzahl von Devices unterstützt. Der Artikel erklärt iBeacons und Bluetooth Low Energy und zeigt am Beispiel der Entwicklung einer Android-App für standortabhängige Einkaufslisten die standortabhängige Interaktion einer App mit iBeacons. Die Implementierung basiert auf Estimote Beacons und dem dazugehörigen SDK.

iBeacon, Bluetooth 4.0, BLE, Smart. Wot?

Die Basistechnologie für iBeacon ist Bluetooth. Bluetooth Low Energy (BLE), das häufig auch mit dem Marketinglabel Bluetooth Smart bezeichnet wird, wurde in Version 4.0 des Bluetoothstandards [1] aufgenommen. BLE ist nicht rückwärtskompatibel mit vorhergegangenen Versionen, die als Bluetooth Classic bezeichnet werden. Bluetooth 4.0 spezifiziert, dass standardkonforme Devices eine der beiden oder beide Varianten, also Low Energy oder Classic, implementieren müssen.

BLE ist auf nahezu allen aktuellen Smartphones wie dem iPhone 4+ und dem Samsung Galaxy 3+ implementiert. Ein iPhone kann sowohl als Empfänger von iBeacon-Signalen als auch – im Gegensatz zu Android – als Beacon selbst fungieren. In Android sind BLE-Treiber ab API-Version 18, also Android 4.3 enthalten [2]. Auch aktuelle Computer sind übrigens BLE-fähig. In Windows sind die Treiber allerdings erst ab Windows 8 an Bord [3] und seit etwa Mitte 2011 ist BLE auf Apple-Rechnern verfügbar [4].

BLE unterstützt weiterhin eine Vielzahl von Peripheriegeräten wie Herzfrequenzmessgeräte und Spielzeughelikopter, Thermometer, Fitnessgeräte und Zahnbürsten, ja, Zahnbürsten [5] und Turnschuhe [6].

Interessant im Zusammenhang mit iBeacons ist der SensorTag [7] von Texas Instruments, der neben seiner Funktion als iBeacon noch Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druck und Beschleunigung messen kann. Zusätzlich bringt der SensorTag noch ein Gyroskop, ein Magnetometer und zwei Hardwarebuttons mit. Das ideale Gerät, um Präsentationen fernzusteuern und dabei die Feuchtigkeit und Temperatur der Hände des Referenten zu übertragen und anzuzeigen. Ich denke, dass mein nächstes Sandkastenprojekt ein Lampenfieber-O-Mat werden wird. Eine ausführliche Liste von Devices finden Sie auf der offiziellen Bluetooth-Seite [8].

GATT ready

Das Kommunikationsmodell, über das Devices Daten austauschen, heißt GATT – Generic Attribute Profile. GATT definiert die Rollen Client und Server. Der Client fordert Daten vom Server über Services an. Ein Service gruppiert mehrere atomare Schlüssel-/Wert-Paare, die al...

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