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Java Magazin
Interne Softwarequalität objektiv messen und steuern

Kontinuierliche Inspektion

Softwarequalität - Auftraggeber erwarten sie, Softwarehersteller werben damit und Anwender beklagen mitunter ihren Mangel. Nachvollziehbar also, dass jeder Stakeholder etwas anderes darunter versteht. Was interne Softwarequalität ist, was sie von anderen Aspekten der Softwarequalität unterscheidet und wie die Steuerung und Messung interner Softwarequalität zur Produktivität in der Softwareentwicklung beitragen kann, soll dieser Artikel zeigen.

Milad Jason Daivandy


Produktivität ist das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge oder von Input zu Output. Angewendet auf die Softwareentwicklung ist der Output das Softwareprodukt und der Input der Aufwand. Dabei stellen sich jedoch einige Fragen: Welches sind die maßgeblichen Bestandteile des Outputs „Softwareprodukt“? Features, Dokumentation, Qualität, Modularität oder gar Lines of Code? Gibt es in der Softwareentwicklung weitere für den Output maßgebliche Metriken und falls ja, wie sind diese zueinander gewichtet? Der Produktivitätsbegriff erfordert Genauigkeit. Es muss also eine präzisere Definition gefunden werden. Das rechtfertigt einen genaueren Blick auf die Softwareentwicklung, die viele Disziplinen integriert, u. a. Projektmanagement, Anforderungsmanagement, Konzeption, Programmierung, Konfigurationsmanagement, Qualitätsmanagement, Releasemanagement. Jedes davon lässt sich in weitere Unterdisziplinen aufteilen. Ein Definitionsversuch für den Produktivitätsbegriff in der Softwareentwicklung sollte diesem Umstand Rechnung tragen und die Beziehungen der vorangestellten Disziplinen zueinander und den jeweiligen Beitrag zum Gesamtergebnis bewerten können. Plewan und Poensgen haben in [1] folgende Faktoren ermittelt, die maßgeblich die Produktivität in der Softwareentwicklung bestimmen:

Ziele genauestens definierenDen Kern der richtigen Anforderungen treffenHochleistungsteams aufbauenVorgehen ohne effektive Methodik abstellenQualität steigern und Rework radikal reduzierenVerschwendung erkennen und eliminierenProjekte richtig in die Umgebung integrierenSteuerung von Fortschritt, Qualität und Produktivität

Vor diesem Hintergrund liegt der Schwerpunkt dieses Beitrags auf der Bedeutung der internen Softwarequalität für die Produktivität sowie auf einer Einführungsstrategie für die Steuerung interner Softwarequalität für Projekte. Der Artikel richtet sich an den interessierten Leser, vor allem aber an Entwickler, Testmanager, Qualitätsmanager und Projektmanager. Es wird ein Ansatz vorgestellt, der einheitlich und nachvollziehbar zwischen den Welten des Testmanagements und der Entwicklung(-stests) vermitteln soll (Abb. 1). Der Einstieg erfolgt mit einer Begriffsklärung zu interner Softwarequalität, grenzt diese unter Bezugnahme auf bewährte Softwarequalitätsmodelle von anderen Aspekten der Softwarequalität ab und zeigt, dass Codequalitätsmanagement einen großen Teil von internem Softwarequalitätsmanagement ausmacht. Danach wird herausgearbeitet, welchen Einfluss Cod...

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Interne Softwarequalität objektiv messen und steuern

Kontinuierliche Inspektion

Softwarequalität - Auftraggeber erwarten sie, Softwarehersteller werben damit und Anwender beklagen mitunter ihren Mangel. Nachvollziehbar also, dass jeder Stakeholder etwas anderes darunter versteht. Was interne Softwarequalität ist, was sie von anderen Aspekten der Softwarequalität unterscheidet und wie die Steuerung und Messung interner Softwarequalität zur Produktivität in der Softwareentwicklung beitragen kann, soll dieser Artikel zeigen.

Milad Jason Daivandy


Produktivität ist das Verhältnis von Ausbringungsmenge zu Einsatzmenge oder von Input zu Output. Angewendet auf die Softwareentwicklung ist der Output das Softwareprodukt und der Input der Aufwand. Dabei stellen sich jedoch einige Fragen: Welches sind die maßgeblichen Bestandteile des Outputs „Softwareprodukt“? Features, Dokumentation, Qualität, Modularität oder gar Lines of Code? Gibt es in der Softwareentwicklung weitere für den Output maßgebliche Metriken und falls ja, wie sind diese zueinander gewichtet? Der Produktivitätsbegriff erfordert Genauigkeit. Es muss also eine präzisere Definition gefunden werden. Das rechtfertigt einen genaueren Blick auf die Softwareentwicklung, die viele Disziplinen integriert, u. a. Projektmanagement, Anforderungsmanagement, Konzeption, Programmierung, Konfigurationsmanagement, Qualitätsmanagement, Releasemanagement. Jedes davon lässt sich in weitere Unterdisziplinen aufteilen. Ein Definitionsversuch für den Produktivitätsbegriff in der Softwareentwicklung sollte diesem Umstand Rechnung tragen und die Beziehungen der vorangestellten Disziplinen zueinander und den jeweiligen Beitrag zum Gesamtergebnis bewerten können. Plewan und Poensgen haben in [1] folgende Faktoren ermittelt, die maßgeblich die Produktivität in der Softwareentwicklung bestimmen:

Ziele genauestens definierenDen Kern der richtigen Anforderungen treffenHochleistungsteams aufbauenVorgehen ohne effektive Methodik abstellenQualität steigern und Rework radikal reduzierenVerschwendung erkennen und eliminierenProjekte richtig in die Umgebung integrierenSteuerung von Fortschritt, Qualität und Produktivität

Vor diesem Hintergrund liegt der Schwerpunkt dieses Beitrags auf der Bedeutung der internen Softwarequalität für die Produktivität sowie auf einer Einführungsstrategie für die Steuerung interner Softwarequalität für Projekte. Der Artikel richtet sich an den interessierten Leser, vor allem aber an Entwickler, Testmanager, Qualitätsmanager und Projektmanager. Es wird ein Ansatz vorgestellt, der einheitlich und nachvollziehbar zwischen den Welten des Testmanagements und der Entwicklung(-stests) vermitteln soll (Abb. 1). Der Einstieg erfolgt mit einer Begriffsklärung zu interner Softwarequalität, grenzt diese unter Bezugnahme auf bewährte Softwarequalitätsmodelle von anderen Aspekten der Softwarequalität ab und zeigt, dass Codequalitätsmanagement einen großen Teil von internem Softwarequalitätsmanagement ausmacht. Danach wird herausgearbeitet, welchen Einfluss Cod...

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