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Teil 2: Cloud Enterprise Architecture

Ein neuer Spieler auf dem Feld


Das Enterprise Architecture Management (EAM) hat es nicht leicht. Eine neue IT-Ressource, die Cloud, muss eingeführt und gleichzeitig sollen zwei Systemklassen miteinander synchronisiert werden: die alten, langsamen Systems of Record (SoR) und die agilen, schnellen Systems of Engagement (SoE). Zudem müssen die SoEs untereinander und mit anderen SoEs im Internet über APIs vernetzt werden. Wie kann das EAM all das leisten?

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Artikelserie

Teil 1: Enterprise goes Cloud

Teil 2: Cloud Enterprise Architecture

Teil 3: Cloud Application Architecture

Teil 4: Cloud Application Development

Die Einführung der neuen Systems of Engagement (SoE) führt zu einer organisatorischen Änderung der Systemlandschaft (Abb. 1). Denn die Systems of Record (SoR) befinden sich im Rechenzentrum unter der vollständigen Kontrolle des Unternehmens, wohingegen die Systems of Engagement von eigenständigen dezentralen Einheiten verantwortet werden. Die diametralen Eigenschaften der beiden Systemklassen zeigen sich damit bereits in ihrer organisatorischen Verortung.

Systems of Engagement können von Start-ups verantwortet werden, die vom Unternehmen ausgegründet oder eingekauft wurden, oder von Plattformen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zusammen mit externen Partnern – so genannten Labs. Diese dezentralen Einheiten haben eine andere Organisationsstruktur, Politik und Kultur als der Kern des Großunternehmens, das sie umkreisen. Sie sind agil unterwegs und verantworten nicht nur die Entwicklung, sondern das gesamte Produkt inklusive Release und Betrieb der Anwendung. Neben den zum Unternehmen gehörenden dezentralen Einheiten gibt es weitere so genannte Service-Provider, auf die das Unternehmen keinen direkten Einfluss hat, etwa Google oder Amazon. Das EAM muss es nun schaffen, die SoEs in diesen dezentralen Einheiten ebenso wie die zentralen Systems of Record zu managen.

schaefer_enterprise_goes_cloud_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Die neue Systemlandschaft

Das EAM heute

Das EAM bietet einen gesamtheitlichen Blick über die Architekturebenen eines Unternehmens. Es steuert, strukturiert und entwickelt diese Gesamtsicht. Bisher betreut das EAM die Systems of Record mit etablierten Prozessen und Frameworks wie das The Open Group Architecture Framework (TOGAF). Dieses Vorgehen hat zur Folge, dass sich die Qualität der Ergebnisse erst nach Ablauf eines Zyklus abschätzen lässt. Bisher zielt das EAM also darauf ab, die Istarchitektur darzustellen, um ...

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