Java Magazin - 08.2017 - Agile und DevOps


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  Juli 2017

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Rodion Alukhanov, Vadym Kazulkin, Konstantin Diener, Andreas Arnold, Stephan Dahm, Johannes Dienst, Roland Kahlert, Marc van den Bogaard, Adam Bien, Sebastian Meyen, Frank Wisniewski, Tobias Wenzel, Bernd Hoffmann, Ralf Bruchmüller, Ann-Cathrin Klose, Gabriela Motroc, Melanie Feldmann, Kypriani Sinaris, Dominik Mohilo, Hartmut Schlosser, Lars Röwekamp, Dirk Dorsch, Jörn Hameister

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle freudig verkünden: „Java 9 ist da!“. Aber es kam anders. Mark Reinhold musste den Releasetermin vom 27. Juli auf den 21. September verschieben und wir entsprechend unseren geplanten Sonderteil im Heft, samt unserer Überraschung, die wir für Sie vorbereitet haben, und unserer JDK-9-Party, die wir mit Ihnen zum Releasetermin feiern wollten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Meine Kolleginnen in der Redaktion zauberten rasch einen alternativen Schwerpunkt aus dem Hut und verschoben die geplanten Java-9-Inhalte kurzerhand um zwei Ausgaben.

Was war geschehen? Anfang Mai lehnte das Exekutivkommitee des JCP den Entwurf für das Java-Modulsystem, das ja den Kern von Java 9 darstellt, mit überraschend eindeutiger Mehrheit ab. Was eine reine Formalie sein sollte, brachte auf einmal den Terminplan durcheinander. Das Modulsystem Jigsaw wurde jedoch nicht generell abgelehnt, sondern in seiner bestehenden Form für nicht abgeschlossen gehalten – mit immerhin dreizehn zu zehn Stimmen.

Vor mehr als drei Jahren erschien das letzte große Java-Release JDK 8. Seitdem wurde an der 9er-Version beharrlich gearbeitet. Aber erst jetzt, da die Arbeiten vor ihrem Abschluss standen, kam es zum Schwur: Technische Bedenken, gewiss schon früher artikuliert, wurden plötzlich mit Vehemenz vorgetragen. Differenzen in der strategischen Ausrichtung, immerhin seit den Anfängen der Java-Moduldiskussion bekannt, wurden auf der letzten Meile vor dem Release verschärft. Der Druck, der sich über die Jahre in dem Kessel aufgestaut hatte, entlud sich kurz vor knapp mit einem Knall.

Erinnert Sie das an etwas? Richtig! An groß dimensionierte Projekte, bei denen monatelang entwickelt wird, bei denen aber die echten Probleme erst kurz vor dem Release zutage treten und Stress verursachen. Um solche Effekte zu vermeiden, wurden Verfahren wie Scrum erdacht. Teams simulieren den „Jetzt geht’s ums Ganze“-Moment in einem schnellen Rhythmus – etwa zu Sprints alle zwei oder vier Wochen –, sodass unterschwellige Bedenken, technische Probleme oder strategische Unklarheiten nicht erst am Ende eines Projekts auftauchen.

Dann wird nämlich Tacheles gesprochen. Aber die Menge an Themen, die bewältigt werden muss, ist bei vernünftig dimensionierten Sprints überschaubar – ganz anders als bei einer Projektlaufzeit von mehr als drei Jahren, wie bei Java 9 der Fall.

Wie wäre es also, Java künftig in kleineren Releaseschritten zu entwickeln? Die eine oder andere Stimme zu einem agileren Vorgehen war ja bereits zu hören. Denn das jahrelange Warten auf das ganz große Release erscheint in Zeichen von Scrum und Continuous Delivery durchaus veraltet. Und der spontan ins Heft genommene Schwerpunkt „Agile und DevOps“ erhält plötzlich eine überraschende Aktualität.

Viel Spaß bei der Lektüre!

meyen_sebastian_sw.tif_fmt1.jpgSebastian Meyen | Chefredakteur

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