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Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE

Kolumne: Lagebericht Eclipse-IDE


Wenn Sie diesen Artikel lesen, sollte Eclipse 4.8 (Photon) endlich erschienen sein. Wie Sie sicherlich inzwischen selbst feststellen konnten, ist die Eclipse IDE sehr viel schneller geworden und hoffentlich an vielen, vielen, kleineren Stellen auch besser benutzbar. Also viel Spaß mit dem neuen Eclipse! Wir schauen uns in dieser Kolumne an, was man neuerdings im Texteditor so machen kann.

Wie schon häufiger in dieser Kolumne beschrieben, ist Usability neben dem Thema Performance inzwischen eines der Schlüsselthemen der Eclipse-Entwicklung. Themen in der Vergangenheit waren aktionsorientierte Labels auf Buttons, Operationen möglichst nicht blockierend zu machen, einfacherer Projektimport, eine verbesserte Debug-Perspektive, vereinfachte Menüstrukturen, schnelleres Feedback auf Useraktionen und vieles mehr. Auch in weiteren Eclipse-IDE-Projekten ist da viel passiert, beispielsweise im Git Tooling, im Gradle Tooling, in der Spring Tools Suite oder im PHP Tooling, das mit Eclipse Photon komplett auf asynchrone Code Completion umgestellt wurde [1].

Neu in Eclipse Photon ist auch eine erweiterbare „Tip of the Day“-Funktionalität, die primär von Wim Jongman aus den Niederlanden entwickelt wurde (Abb. 1). Hier war ich in den Code Review involviert und habe geholfen, das Framework in den Standard zu überführen. Das Ganze ist gelungen, sieht schön aus und lässt sich einfach mit neuen internetbasierten Inhalten erweitern. Ein großes Dankeschön an Wim Jongman, der damit sicherlich Eclipse-Neueinsteigern, aber auch Eclipse-Veteranen einige coole Eclipse-Kniffe verraten wird.

vogel_eclipse_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Tip of the Day

Inline-Informationen à la Microsoft Visual Studio Code CodeLens

Natürlich gibt es immer auch andere Verbesserungsmöglichkeiten. Hier zeigt beispielsweise der Editor von Microsoft Visual Studio innovative Ansätze. Visual Studio Code bringt als innovatives Feature die sogenannten CodeLens [2] mit. Diese blenden Zusatzinformationen in den aktuellen Texteditor ein, etwa, wie oft eine Methode aufgerufen wird (Abb. 2).

vogel_eclipse_2.tif_fmt1.jpgAbb. 2: CodeLens blenden Zusatzinformationen in den aktuellen Texteditor ein

Andere Tools wie IntelliJ nutzen ähnliche Ansätze, um Zusatzinformationen einzublenden. Zum Beispiel kann IntelliJ bei Methodenaufrufen den Parameternamen oder beim Debuggen die aktuellen Werte der Variablen anzeigen.

Minenarbeiter in Eclipse – Code Mining

Da sich Microsoft den Begriff CodeLens markenrechtlich hat schützen lassen, nennt Eclipse die Erweiterungen Code Mining. Das Eclipse-Tex...

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