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Java Magazin
Bücher

Patterns kompakt

Als die „Gang of Four“ die ersten Gedanken zu Designpatterns formalisierte, ahnten ihre Mitglieder nicht, dass sie eine Lawine lostreten würden - mittlerweile gibt es tausende Lehrbücher, die Design Patterns aus so gut wie allen Bereichen der Wissenschaft formalisieren. Bei Springer erscheint nun bereits in der fünften Auflage ein Buch, das man als „Design Patterns für die anderen“ zusammenfassen kann.

Karl Eilebrecht, Gernot Starke


Eilebrecht und Starke beginnen ihre Ausführungen mit Überlegungen dazu, warum man Design Patterns benötigt. Die Autoren erklären eine „standardisierte“ Schablone, die im Rest des gesamten Buches zur Beschreibung der Patterns zum Einsatz kommt.Für OOP-unerfahrene Entwickler findet sich im zweiten Kapitel eine sehr knappe konzeptionelle Besprechung der OOP-Möglichkeiten von Java, C# und C++, allerdings liegt es auf der Hand, dass solch ein kurzer Abschnitt kein Lehrbuch zum Thema ersetzen kann.Nach der Abarbeitung dieser Grundlagen beginnen die Autoren auch schon mit der Vorstellung der ersten Patterngruppe. Die beiden entscheiden sich für Erzeugungsmuster und beginnen mit der Besprechung der abstrakten Fabrik. Die Erklärung ist hier das Schema für alle anderen im Buch anzutreffenden Design Patterns: Die Autoren beginnen immer mit einer Besprechung des Problems, um die Lösung daraufhin textuell und unter Verwendung von einem oder mehreren QML-Diagrammen vorzustellen.Nach dem Abarbeiten dieser Standards erklärt das Werk Vor- und Nachteile sowie die Verwendung der Patterns. In den meisten Fällen findet sich nach der Erklärung noch eine Liste von Literaturverweisen, die detaillierte Informationen und eine oder mehrere von den Autoren für gut befundene Referenzimplementierungen bereitstellen.Nachdem im ersten Schritt die Erzeugung von Objekten zur Sprache kam, folgen nun Methoden, um die generierten Instanzen zur Erledigung verschiedener Aufgaben zu nutzen. Danach wenden sich die Autoren den als Strukturmuster bezeichneten Design Patterns zu, die das Zusammenstellen größerer Klassenstrukturen zu funktionierenden Gesamtsystemen beschreiben. Neben Klassikern wie Adapter, Brücke und Decorator geht das Buch auch auf das im Bereich der GUI-Programmierung weit verbreitete MVC-Pattern ein. An dieser Stelle zeigt sich der Nachteil des vergleichsweise geringen Umfangs – im Mobilbereich wichtige Spezialgebiete wie beispielsweise MVVM können die Autoren aus Platzmangel nicht erwähnen.Da Systeme im Allgemeinen nicht allein stehen, sprechen die Autoren über Verteilung, Integration und Persistenz; zudem wird die Arbeit mit Datenbanken und den dazugehörenden Schlüsseln kurz erwähnt. Ob und inwiefern man das zur klassischen Lehre der Design Patterns zählen darf, ist diskutierbar – interessant sind die Informationen trotzdem, auch wenn sie aufgrund der Kürze eher oberflächlich abgehandelt werden.Zu guter Letzt behandelt das zehnte Kapitel ein „buntes Allerlei“. Die Ausführung...

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Patterns kompakt

Als die „Gang of Four“ die ersten Gedanken zu Designpatterns formalisierte, ahnten ihre Mitglieder nicht, dass sie eine Lawine lostreten würden - mittlerweile gibt es tausende Lehrbücher, die Design Patterns aus so gut wie allen Bereichen der Wissenschaft formalisieren. Bei Springer erscheint nun bereits in der fünften Auflage ein Buch, das man als „Design Patterns für die anderen“ zusammenfassen kann.

Karl Eilebrecht, Gernot Starke


Eilebrecht und Starke beginnen ihre Ausführungen mit Überlegungen dazu, warum man Design Patterns benötigt. Die Autoren erklären eine „standardisierte“ Schablone, die im Rest des gesamten Buches zur Beschreibung der Patterns zum Einsatz kommt.Für OOP-unerfahrene Entwickler findet sich im zweiten Kapitel eine sehr knappe konzeptionelle Besprechung der OOP-Möglichkeiten von Java, C# und C++, allerdings liegt es auf der Hand, dass solch ein kurzer Abschnitt kein Lehrbuch zum Thema ersetzen kann.Nach der Abarbeitung dieser Grundlagen beginnen die Autoren auch schon mit der Vorstellung der ersten Patterngruppe. Die beiden entscheiden sich für Erzeugungsmuster und beginnen mit der Besprechung der abstrakten Fabrik. Die Erklärung ist hier das Schema für alle anderen im Buch anzutreffenden Design Patterns: Die Autoren beginnen immer mit einer Besprechung des Problems, um die Lösung daraufhin textuell und unter Verwendung von einem oder mehreren QML-Diagrammen vorzustellen.Nach dem Abarbeiten dieser Standards erklärt das Werk Vor- und Nachteile sowie die Verwendung der Patterns. In den meisten Fällen findet sich nach der Erklärung noch eine Liste von Literaturverweisen, die detaillierte Informationen und eine oder mehrere von den Autoren für gut befundene Referenzimplementierungen bereitstellen.Nachdem im ersten Schritt die Erzeugung von Objekten zur Sprache kam, folgen nun Methoden, um die generierten Instanzen zur Erledigung verschiedener Aufgaben zu nutzen. Danach wenden sich die Autoren den als Strukturmuster bezeichneten Design Patterns zu, die das Zusammenstellen größerer Klassenstrukturen zu funktionierenden Gesamtsystemen beschreiben. Neben Klassikern wie Adapter, Brücke und Decorator geht das Buch auch auf das im Bereich der GUI-Programmierung weit verbreitete MVC-Pattern ein. An dieser Stelle zeigt sich der Nachteil des vergleichsweise geringen Umfangs – im Mobilbereich wichtige Spezialgebiete wie beispielsweise MVVM können die Autoren aus Platzmangel nicht erwähnen.Da Systeme im Allgemeinen nicht allein stehen, sprechen die Autoren über Verteilung, Integration und Persistenz; zudem wird die Arbeit mit Datenbanken und den dazugehörenden Schlüsseln kurz erwähnt. Ob und inwiefern man das zur klassischen Lehre der Design Patterns zählen darf, ist diskutierbar – interessant sind die Informationen trotzdem, auch wenn sie aufgrund der Kürze eher oberflächlich abgehandelt werden.Zu guter Letzt behandelt das zehnte Kapitel ein „buntes Allerlei“. Die Ausführung...

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