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Java Magazin
Kolumne: DevOps Stories

Planung ersetzt Zufall durch Irrtum - Scrum und mittelfristige Planungen

Lukas’ Cousine hat geheiratet und die Familie zu einer großen Feier eingeladen. Lukas sitzt mit seinem Cousin Robert zusammen. Robert hat nach Abschluss seines Studiums eine Weltreise gemacht und ist seit ca. eineinhalb Jahren bei einem IT-Dienstleister als Entwickler tätig.

Konstantin Diener


Lukas: „He, wir haben uns ja super lange nicht mehr gesehen! Ich habe gehört, du warst auf Weltreise, oder?“Robert: „Ja, aber das ist ja auch schon wieder mehr als ein Jahr her. Ich arbeite jetzt als Softwareentwickler.“Lukas: „Wo hat dich deine Reise überall hingeführt?“Robert: „Mein Ziel war es ursprünglich, in Asien, Südamerika und Afrika jeweils mindestens fünf Länder zu besuchen – zusätzlich noch Australien und Neuseeland. In den USA war ich vorher schon für mein Auslandssemester.“Lukas: „Und, hast du das so durchgezogen?“Robert: „Naja, ich habe in Asien festgestellt, dass es da unglaublich viele spannende Länder gibt und in Südamerika auch. Deshalb habe ich mir dort wesentlich mehr angesehen und Afrika ist deutlich zu kurz gekommen. Aber das werde ich später mal mit einer weiteren Reise nachholen.“Lukas: „Wie hast du die Reise finanziert? Hattest du etwas gespart oder Work and Travel gemacht?“Robert: „Teils, teils. Ich hatte einiges gespart und wollte eigentlich damit die komplette Reise bestreiten. In Südamerika ging mir dann aber langsam das Geld aus. Deshalb habe ich dort ein wenig gearbeitet, um den Rest zu finanzieren.“Lukas: „Das klingt sehr spannend!“Robert: „Ich wollte dich aber mal was ganz anderes fragen, Lukas. Du arbeitest doch auch in einem agilen Team, oder?“Lukas: „Ja.“Robert: „Nach der Reise habe ich als Softwareentwickler angefangen und bei uns wurde vor einem halben Jahr alles auf Agile umgestellt. Funktioniert das bei euch? Bei uns gibt es im Moment riesigen Ärger und die Geschäftsführung möchte die Umstellung wieder zurückdrehen.“Lukas: „Es gibt natürlich immer wieder Dinge, die nicht funktionieren, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Gibt es bei euch ein besonders schwieriges Thema?“Robert: „Oh ja, das Thema Planung erzeugt den größten Ärger! Unsere Entwickler sagen, dass im agilen Manifest steht, man soll keine Planung mehr machen, weil das Waste sei. Das finden die Kunden, für die wir Software entwickeln, natürlich überhaupt nicht lustig. Die wollen eine ungefähre Vorstellung haben, wie teuer die Software wird. Und Abteilungen wie Marketing und Vertrieb brauchen auch Aussagen, wann ungefähr bestimmte Features entwickelt sind.“Lukas: „Ui, das klingt tatsächlich nach ganz schön viel Ärger.“Abb. 1: Lukas und Robert unterhalten sich über Reise- und ProjektplanungDavid J. Anderson beschreibt im Buch „Kanban“ [3], wie er vorgehen würde, um den Zaun zu streichen – worum seine Frau ihn gebeten hat. Anhand dieses Beisp...

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Kolumne: DevOps Stories

Planung ersetzt Zufall durch Irrtum - Scrum und mittelfristige Planungen

Lukas’ Cousine hat geheiratet und die Familie zu einer großen Feier eingeladen. Lukas sitzt mit seinem Cousin Robert zusammen. Robert hat nach Abschluss seines Studiums eine Weltreise gemacht und ist seit ca. eineinhalb Jahren bei einem IT-Dienstleister als Entwickler tätig.

Konstantin Diener


Lukas: „He, wir haben uns ja super lange nicht mehr gesehen! Ich habe gehört, du warst auf Weltreise, oder?“Robert: „Ja, aber das ist ja auch schon wieder mehr als ein Jahr her. Ich arbeite jetzt als Softwareentwickler.“Lukas: „Wo hat dich deine Reise überall hingeführt?“Robert: „Mein Ziel war es ursprünglich, in Asien, Südamerika und Afrika jeweils mindestens fünf Länder zu besuchen – zusätzlich noch Australien und Neuseeland. In den USA war ich vorher schon für mein Auslandssemester.“Lukas: „Und, hast du das so durchgezogen?“Robert: „Naja, ich habe in Asien festgestellt, dass es da unglaublich viele spannende Länder gibt und in Südamerika auch. Deshalb habe ich mir dort wesentlich mehr angesehen und Afrika ist deutlich zu kurz gekommen. Aber das werde ich später mal mit einer weiteren Reise nachholen.“Lukas: „Wie hast du die Reise finanziert? Hattest du etwas gespart oder Work and Travel gemacht?“Robert: „Teils, teils. Ich hatte einiges gespart und wollte eigentlich damit die komplette Reise bestreiten. In Südamerika ging mir dann aber langsam das Geld aus. Deshalb habe ich dort ein wenig gearbeitet, um den Rest zu finanzieren.“Lukas: „Das klingt sehr spannend!“Robert: „Ich wollte dich aber mal was ganz anderes fragen, Lukas. Du arbeitest doch auch in einem agilen Team, oder?“Lukas: „Ja.“Robert: „Nach der Reise habe ich als Softwareentwickler angefangen und bei uns wurde vor einem halben Jahr alles auf Agile umgestellt. Funktioniert das bei euch? Bei uns gibt es im Moment riesigen Ärger und die Geschäftsführung möchte die Umstellung wieder zurückdrehen.“Lukas: „Es gibt natürlich immer wieder Dinge, die nicht funktionieren, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Gibt es bei euch ein besonders schwieriges Thema?“Robert: „Oh ja, das Thema Planung erzeugt den größten Ärger! Unsere Entwickler sagen, dass im agilen Manifest steht, man soll keine Planung mehr machen, weil das Waste sei. Das finden die Kunden, für die wir Software entwickeln, natürlich überhaupt nicht lustig. Die wollen eine ungefähre Vorstellung haben, wie teuer die Software wird. Und Abteilungen wie Marketing und Vertrieb brauchen auch Aussagen, wann ungefähr bestimmte Features entwickelt sind.“Lukas: „Ui, das klingt tatsächlich nach ganz schön viel Ärger.“Abb. 1: Lukas und Robert unterhalten sich über Reise- und ProjektplanungDavid J. Anderson beschreibt im Buch „Kanban“ [3], wie er vorgehen würde, um den Zaun zu streichen – worum seine Frau ihn gebeten hat. Anhand dieses Beisp...

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