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Erste Schritte mit Quarkus und MicroProfile

Nebenbuhler


Quarkus hat aus unterschiedlichen Gründen große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es verbindet technologische Innovation und spannende Features mit hoher Produktivität für Entwickler. Gleichzeitig bietet es weitreichende Kompatibilität mit gängigen Lösungen, die Entwicklern seit Langem vertraut sind. Insbesondere bietet Quarkus die Möglichkeit, zeitgemäße Anwendungen für den Betrieb in der Cloud auf Basis von JAX-RS, CDI und Hibernate zu entwickeln, ergänzt um die Features des MicroProfile. Somit eröffnet es für Unternehmen mit Java-EE-Historie einen möglichen Pfad in die Zukunft. Wächst hier ein ernstzunehmender Konkurrent für Spring Boot heran?

Bereits seit längerer Zeit diskutieren Entwickler leidenschaftlich darüber, ob Java denn eigentlich gut für die Entwicklung zeitgemäßer Anwendungen und Architekturen aufgestellt ist. Es geht dann in der Regel um Themen wie Microservices, Cloud oder Serverless. Naturgemäß gibt es unterschiedliche Meinungen, jedoch lässt sich anhand verschiedener Kriterien ein klarer Trend ablesen: Als Framework für Neuentwicklungen hat Spring Boot aktuell eindeutig die Nase vorn – und Jakarta EE [1] (früher Java EE) ist ziemlich abgehängt.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens wird Jakarta EE vielerorts noch immer mit dem Betrieb eines monolithischen Application-Servers gleichgesetzt, der nun wirklich nicht mehr in moderne IT-Infrastrukturen hineinpasst. Tatsächlich ist es aber längst so, dass auf Basis von Jakarta EE entwickelte Anwendungen als Runnable JARs gebaut und als vergleichsweise leichtgewichtige Prozesse betrieben werden können. Beim Vergleich der Frameworks sollte man sich also eher auf APIs, Features und Produktivität während der Entwicklung konzentrieren.

Dies führt zum zweiten Grund für die Favoritenrolle von Spring Boot: Im Zuge der Übergabe der Java-EE-Plattform von Oracle an die Eclipse Foundation erfolgte über mehrere Jahre praktisch keinerlei technischer Fortschritt mehr an den APIs. Das wird sich zwar hoffentlich in naher Zukunft ändern, der aktuelle Stand gilt aber zu Recht als nicht mehr zeitgemäß und bietet für die genannten Einsatzgebiete in vielen Fällen schlicht zu wenig Unterstützung. Auch in Sachen Produktivität ist Spring Boot enteilt.

Doch auch Spring Boot erfüllt nicht alle Anforderungen zufriedenstellend. So entstehen beim Build vergleichsweise große Artefakte, die dann zu deployen und zu starten sind. Zudem sind die Start-up-Zeiten und der Ressourcenverbrauch zur Laufzeit im Vergleich mit ...

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