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Was Remoteteams von Open-Source-Projekten lernen können

Remote First!


Wo Remote First bisher nur in wenigen Unternehmen wirklich gelebt wurde, zwingt die aktuelle Lage viele Unternehmen und Teams zum Umdenken. Vor allem im Umfeld der Softwareentwicklung lassen sich viele Muster finden, die bei dieser Umstellung helfen: InnerSource hilft mit dem Fokus auf schriftlicher Kommunikation bei verteilter Arbeit – und baut ganz nebenbei Hürden ab, sich auch an öffentlichen Open-Source-Projekten zu beteiligen.

Remote First – was bis vor kurzem noch nach Start-up-Kultur klang, ist inzwischen aus aktuellem Anlass zu einer Notwendigkeit geworden. Für viele ist der Ansatz neu. Die Herausforderungen sind sowohl menschlicher als auch technischer Natur. Aber der Schritt ist mit Chancen verbunden – hin zu einer flexibleren Arbeitsweise und zu einem größeren Pool an Bewerbern. Im Netz kursieren inzwischen eilig zusammengetragene Sammlungen von Tipps und Tricks. Aber nicht alles passt in alle Teams: Oft sind die Empfehlungen im Kontext der jeweiligen Unternehmenskultur zu sehen.

Seit Jahrzehnten gibt es Projekte, die sehr erfolgreich von weit verteilten Teams entwickelt werden: Open-Source-Projekte verzichten auf einen gemeinsamen Büroplatz – sie sind geografisch oft so verteilt, dass gemeinsames Arbeiten an einem Schreibtisch unmöglich ist. Nicht selten sind sie auch über sehr viele Zeitzonen verteilt. Hinzu kommt eine hohe Bandbreite unterschiedlicher Erfahrungsstufen: Zu Experten gesellen sich Neulinge, die ins Team geholt werden wollen.

Es lohnt sich auch für kommerzielle Teams, die ihren Mitarbeitern Remotearbeitsplätze anbieten, im Bereich Open Source nach übertragbaren Mustern zu suchen. Die im Frühjahr 2020 als amerikanische gemeinnützige 501(c)(3)-Organisation gegründete InnerSource Commons Foundation [1] hat sich genau das zur Aufgabe gemacht: „The InnerSource Commons (ISC) is a growing community of practitioners with the goal of creating and sharing knowledge about InnerSource: the use of open source best practices for software development within the confines of an organization.“

Idealerweise können Teams unabhängig agieren. In realen Softwareprojekten ist das aber selten der Fall. Sind Teams aus technischen Gründen voneinander abhängig, heißt es dann oft: „Wollen wir warten, bis das andere Team unsere Anforderung umgesetzt hat, oder bauen wir die Abhängigkeit aus?“ Greift man auf InnerSource-Prozesse zurück, ergibt sich eine dritte Handlungsoption: Das andere Team bei der Umsetzung zu unterstützen (Abb. 1).

drost_fromm_innersource_1_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Dritte Handlung...

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