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Java Magazin
Kolumne: Mobile Welten

Nexus mit Jelly Bean

Im Rahmen der diesjährigen Google-I/O-Konferenz hat Google Android 4.1 der Öffentlichkeit präsentiert. Das unter dem Namen Jelly Bean firmierende Betriebssystem bietet zahlreiche Detailverbesserungen. Außerdem sind neue Apps wie zum Beispiel der persönliche Assistent Google Now hinzugekommen, der Apples Siri Konkurrenz machen soll. Ein zentraler Punkt der neuen Version ist die Verbesserung der User Experience. Das Projekt Butter soll laut Google die Benutzeroberfläche von Android schnell, flüssig und glatt machen. Das soll durch Techniken wie die vertikale Synchronisation (VSync) und Triple Buffering möglich werden. Mithilfe von VSync wird bei Android 4.1 nun für alle Grafikoperationen und Animationen sichergestellt, dass nicht mehr Bilder pro Sekunde generiert werden als das Display anzeigen kann. Alle Grafikausgaben halten sich nun an einen 16-Millisekunden-Zeittakt. Mit Triple Buffering werden zusätzliche Bilder im Voraus berechnet und in der Grafik-Pipeline abgelegt. Zu den Detailverbesserungen am UI gehören unter anderem die flexibleren Widgets, die nun ihre Größe dynamisch an den zur Verfügung stehenden Platz anpassen können, sowie erweiterte Notifications, die nun beispielsweise Grafiken und Actions enthalten können. Hierfür stehen jeweils neue APIs zur Verfügung. Aktuelle Android-Geräte wie das Samsung Galaxy Nexus, das Nexus S oder das Motorola Xoom werden ein Update auf das neue System erhalten.

Kay Glahn


Android 4.1Mehr zum Thema Android Jelly Bean gibt es auch im Android360-­Magazin 3.12 (Erscheinungstermin: 17.08.2012)Abb. 1: Mit dem Nexus 7 ergänzt Google seine Nexus-Reihe um ein eigenes Tablet mit Android 4.1Von der Größe her ist das Nexus 7 um einiges kleiner als das iPad und erinnert eher an das Kindle Fire von Amazon. Genau mit diesem will Google vermutlich auch konkurrieren. Denn während Amazon sein Tablet vor allem als Distributionsplattform für Inhalte aus seinem eigenen Store nutzt, soll beim Nexus 7 der Google Play Store eine zentrale Rolle spielen. So positioniert Google das neue Tablet auch eher als Entertainment-Gerät für den Zugriff auf Google Play und YouTube und nicht so sehr als Arbeitsmaschine. Das Gerät ist je nach Ausstattung ab 199 US-Dollar zu haben, soll aber zunächst nur in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien eingeführt werden.Multimediakugel und DatenbrilleMehr Auswahl beim BrowsenUmso verwunderlicher ist es, dass Mozilla fast zeitgleich die Version 14 des Firefox-Browsers für Android vorgestellt hat, der nun erstmals Flash unter Android unterstützt. Auch Firefox nutzt das Flash-Plug-in von Ado­be, das man vor der ersten Nutzung auf Google Play herunterladen muss. Wie Mozilla zukünftig die Flash-Unterstützung auf Android sicherstellen will, wenn Adobe das Plug-in nicht mehr bereitstellt, bleibt offen. Ungeachtet dessen kann Firefox 14 für Android, der ab der Version 2.2 von Android läuft, noch mit weiteren nützlichen Neuerungen aufwarten. Ähnlich wie Chrome for An­droid bietet der Browser eine Synchronisation mit seinem Desktop-Pendant über die Cloud an. Hierbei werden neben dem Adressleistenverlauf auch gespeicherte Kennwörter, Lesezeichen, offene Tabs sowie Formulardaten abgeglichen. Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung von „Do not Track“, um die Privatsphäre zu verbessern. Fazit Kay Glahn ist unabhängiger Technologieberater mit den Schwerpunkten Mobile Applications und Services. Er berät internationale Kunden bei der Umsetzung von Projekten im Mobile-Bereich. [2] Website der Google-Nexus-Produkte: http://www.google.com/nexus[3] Chrome für Android: http://www.google.com/chrome/android[4] Mozilla 14 für Android-Blog-Eintrag: http://bit.ly/MmNgyu

Sowohl von Entwicklern als auch von Benutzern wird oft kritisiert, dass Updates für bestehende Android-Geräte von vielen Herstellern entweder gar nicht oder erst mit monatelanger Verzögerung bereitgestellt werden. Google hat sich dieses Problems angenommen und d...

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Nexus mit Jelly Bean

Im Rahmen der diesjährigen Google-I/O-Konferenz hat Google Android 4.1 der Öffentlichkeit präsentiert. Das unter dem Namen Jelly Bean firmierende Betriebssystem bietet zahlreiche Detailverbesserungen. Außerdem sind neue Apps wie zum Beispiel der persönliche Assistent Google Now hinzugekommen, der Apples Siri Konkurrenz machen soll. Ein zentraler Punkt der neuen Version ist die Verbesserung der User Experience. Das Projekt Butter soll laut Google die Benutzeroberfläche von Android schnell, flüssig und glatt machen. Das soll durch Techniken wie die vertikale Synchronisation (VSync) und Triple Buffering möglich werden. Mithilfe von VSync wird bei Android 4.1 nun für alle Grafikoperationen und Animationen sichergestellt, dass nicht mehr Bilder pro Sekunde generiert werden als das Display anzeigen kann. Alle Grafikausgaben halten sich nun an einen 16-Millisekunden-Zeittakt. Mit Triple Buffering werden zusätzliche Bilder im Voraus berechnet und in der Grafik-Pipeline abgelegt. Zu den Detailverbesserungen am UI gehören unter anderem die flexibleren Widgets, die nun ihre Größe dynamisch an den zur Verfügung stehenden Platz anpassen können, sowie erweiterte Notifications, die nun beispielsweise Grafiken und Actions enthalten können. Hierfür stehen jeweils neue APIs zur Verfügung. Aktuelle Android-Geräte wie das Samsung Galaxy Nexus, das Nexus S oder das Motorola Xoom werden ein Update auf das neue System erhalten.

Kay Glahn


Android 4.1Mehr zum Thema Android Jelly Bean gibt es auch im Android360-­Magazin 3.12 (Erscheinungstermin: 17.08.2012)Abb. 1: Mit dem Nexus 7 ergänzt Google seine Nexus-Reihe um ein eigenes Tablet mit Android 4.1Von der Größe her ist das Nexus 7 um einiges kleiner als das iPad und erinnert eher an das Kindle Fire von Amazon. Genau mit diesem will Google vermutlich auch konkurrieren. Denn während Amazon sein Tablet vor allem als Distributionsplattform für Inhalte aus seinem eigenen Store nutzt, soll beim Nexus 7 der Google Play Store eine zentrale Rolle spielen. So positioniert Google das neue Tablet auch eher als Entertainment-Gerät für den Zugriff auf Google Play und YouTube und nicht so sehr als Arbeitsmaschine. Das Gerät ist je nach Ausstattung ab 199 US-Dollar zu haben, soll aber zunächst nur in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien eingeführt werden.Multimediakugel und DatenbrilleMehr Auswahl beim BrowsenUmso verwunderlicher ist es, dass Mozilla fast zeitgleich die Version 14 des Firefox-Browsers für Android vorgestellt hat, der nun erstmals Flash unter Android unterstützt. Auch Firefox nutzt das Flash-Plug-in von Ado­be, das man vor der ersten Nutzung auf Google Play herunterladen muss. Wie Mozilla zukünftig die Flash-Unterstützung auf Android sicherstellen will, wenn Adobe das Plug-in nicht mehr bereitstellt, bleibt offen. Ungeachtet dessen kann Firefox 14 für Android, der ab der Version 2.2 von Android läuft, noch mit weiteren nützlichen Neuerungen aufwarten. Ähnlich wie Chrome for An­droid bietet der Browser eine Synchronisation mit seinem Desktop-Pendant über die Cloud an. Hierbei werden neben dem Adressleistenverlauf auch gespeicherte Kennwörter, Lesezeichen, offene Tabs sowie Formulardaten abgeglichen. Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung von „Do not Track“, um die Privatsphäre zu verbessern. Fazit Kay Glahn ist unabhängiger Technologieberater mit den Schwerpunkten Mobile Applications und Services. Er berät internationale Kunden bei der Umsetzung von Projekten im Mobile-Bereich. [2] Website der Google-Nexus-Produkte: http://www.google.com/nexus[3] Chrome für Android: http://www.google.com/chrome/android[4] Mozilla 14 für Android-Blog-Eintrag: http://bit.ly/MmNgyu

Sowohl von Entwicklern als auch von Benutzern wird oft kritisiert, dass Updates für bestehende Android-Geräte von vielen Herstellern entweder gar nicht oder erst mit monatelanger Verzögerung bereitgestellt werden. Google hat sich dieses Problems angenommen und d...

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