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Java Magazin
Bücher

REST in Practice

Das vorliegende Buch, so die Autoren in ihrem Vorwort, habe eine zweifache Intention: Das Web als Applikationsplattform zu entmystifizieren und zu zeigen, wie die Webarchitektur für alltägliche Unternehmenslösungen genutzt werden kann. Dabei setzen sie voll auf REST, den Representational State Transfer, ein Architekturstil, der zeigt, wie Anwendungen im Web kommunizieren. Der Leser brauche keine Vorkenntnisse zu REST und HTTP. Das ist leider nicht so ganz richtig. Die Autoren führen zwar in beides im Laufe des Buchs ein, bringen aber Codebeispiele, die teilweise bestimmte Technologien voraussetzen, wie die Anwendung von JAX-RS. Diese Technologie unterstützt REST ausgezeichnet, indem Code mit zahlreichen Annotationen versehen wird. Diese werden im Buch dann auch fleißig genutzt, aber kaum erläutert.

Michael Müller


Die Autoren führen kurz in die Architektur des Webs ein. Die Zielsetzung dabei lautet: Denke in Ressourcen! Und beachte die unterschiedlichen Ebenen von URI, HTTP und Hypermedia. Anschließend stellen sie den Coffeeshop Restbucks vor, der via Internet Kaffee anbieten möchte. Dieser bildet den Hintergrund für die Implementierung der Applikation. Nun geht es mit ersten Kommunikationsmöglichkeiten los: Ansprechen von URIs via Template und Tunneling von Informationen. Die nächste Stufe sind dann CRUD Web Services. Das ist die Ebene, auf der in der Literatur viele Artikel und Beispiele zu REST angesiedelt sind. Aber das ist den Autoren deutlich zu wenig. Hypermedia, die Applikationssteuerung via Links, heißt die nächste Stufe. Und das zeigen sie dann anhand des verbreiteten – und insbesondere für Feeds genutzten – Atom Syndication Formats sowie des darauf aufbauenden Atom-Publishing-Protokolls. Skalierbarkeit, Sicherheit, Semantik sowie der Vergleich mit WS* Web Services bilden weitere Schwerpunkte des Buchs.Der Titel verspricht REST in der Praxis. Den Praxisbezug stellen die Autoren über das Unternehmen Restbucks her, das mit einfachen Mitteln startet und die Applikation stets ausbaut. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Kommunikation. Diagramme zeigen den Informationsfluss und zahlreiche Listings die Daten, die per HTTP übermittelt werden, wobei der Schwerpunkt auf den Header-Daten liegt. Was bedeuten die Statuscodes des Servers? Wie ist darauf zu reagieren? Welche anderen Header-Angaben wie Kodierung sind wichtig? Manchmal entsteht der Eindruck von zu viel HTTP. Aber die häufigen Listings schärfen den Blick für dieses Protokoll. Wer bisher schon REST genutzt hat, wird es nach dieser Lektüre möglicherweise auf anderem Niveau anwenden, insbesondere verstärkt auf das dabei zugrundeliegende HTTP achten. Und erst nach diesen Vorarbeiten, zu denen auch oft in XML verfasste Datenstrukturen gehören, schließt sich jeweils ein Programmierteil an. Dabei nutzen die Autoren sowohl Java als auch C#, sowie je nach Schwerpunkt ein Potpourri unterschiedlicher Bibliotheken. Der Leser darf keine vollständigen Programme erwarten: Es werden die für die Kommunikation relevanten Teile gezeigt. Wer möchte, kann vollständige Beispiele von der Webseite zum Buch herunterladen. Aber: Während im Buch die Java-Beispiele leicht dominieren, ist derzeit nur eines von ihnen auf der Webseite verfügbar; die .NET-Beispiele dagegen komplett.Das Buch leitet die Praxis also von einem fiktiven Ei...

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REST in Practice

Das vorliegende Buch, so die Autoren in ihrem Vorwort, habe eine zweifache Intention: Das Web als Applikationsplattform zu entmystifizieren und zu zeigen, wie die Webarchitektur für alltägliche Unternehmenslösungen genutzt werden kann. Dabei setzen sie voll auf REST, den Representational State Transfer, ein Architekturstil, der zeigt, wie Anwendungen im Web kommunizieren. Der Leser brauche keine Vorkenntnisse zu REST und HTTP. Das ist leider nicht so ganz richtig. Die Autoren führen zwar in beides im Laufe des Buchs ein, bringen aber Codebeispiele, die teilweise bestimmte Technologien voraussetzen, wie die Anwendung von JAX-RS. Diese Technologie unterstützt REST ausgezeichnet, indem Code mit zahlreichen Annotationen versehen wird. Diese werden im Buch dann auch fleißig genutzt, aber kaum erläutert.

Michael Müller


Die Autoren führen kurz in die Architektur des Webs ein. Die Zielsetzung dabei lautet: Denke in Ressourcen! Und beachte die unterschiedlichen Ebenen von URI, HTTP und Hypermedia. Anschließend stellen sie den Coffeeshop Restbucks vor, der via Internet Kaffee anbieten möchte. Dieser bildet den Hintergrund für die Implementierung der Applikation. Nun geht es mit ersten Kommunikationsmöglichkeiten los: Ansprechen von URIs via Template und Tunneling von Informationen. Die nächste Stufe sind dann CRUD Web Services. Das ist die Ebene, auf der in der Literatur viele Artikel und Beispiele zu REST angesiedelt sind. Aber das ist den Autoren deutlich zu wenig. Hypermedia, die Applikationssteuerung via Links, heißt die nächste Stufe. Und das zeigen sie dann anhand des verbreiteten – und insbesondere für Feeds genutzten – Atom Syndication Formats sowie des darauf aufbauenden Atom-Publishing-Protokolls. Skalierbarkeit, Sicherheit, Semantik sowie der Vergleich mit WS* Web Services bilden weitere Schwerpunkte des Buchs.Der Titel verspricht REST in der Praxis. Den Praxisbezug stellen die Autoren über das Unternehmen Restbucks her, das mit einfachen Mitteln startet und die Applikation stets ausbaut. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Kommunikation. Diagramme zeigen den Informationsfluss und zahlreiche Listings die Daten, die per HTTP übermittelt werden, wobei der Schwerpunkt auf den Header-Daten liegt. Was bedeuten die Statuscodes des Servers? Wie ist darauf zu reagieren? Welche anderen Header-Angaben wie Kodierung sind wichtig? Manchmal entsteht der Eindruck von zu viel HTTP. Aber die häufigen Listings schärfen den Blick für dieses Protokoll. Wer bisher schon REST genutzt hat, wird es nach dieser Lektüre möglicherweise auf anderem Niveau anwenden, insbesondere verstärkt auf das dabei zugrundeliegende HTTP achten. Und erst nach diesen Vorarbeiten, zu denen auch oft in XML verfasste Datenstrukturen gehören, schließt sich jeweils ein Programmierteil an. Dabei nutzen die Autoren sowohl Java als auch C#, sowie je nach Schwerpunkt ein Potpourri unterschiedlicher Bibliotheken. Der Leser darf keine vollständigen Programme erwarten: Es werden die für die Kommunikation relevanten Teile gezeigt. Wer möchte, kann vollständige Beispiele von der Webseite zum Buch herunterladen. Aber: Während im Buch die Java-Beispiele leicht dominieren, ist derzeit nur eines von ihnen auf der Webseite verfügbar; die .NET-Beispiele dagegen komplett.Das Buch leitet die Praxis also von einem fiktiven Ei...

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