Über das Ende von Android, wie wir es zu kennen glaubten

Android ist anders

Christian Meder


In Zeiten, in denen die Statistiken vermelden, dass die PC-Verkäufe Quartal für Quartal einbrechen, Smartphones das traditionelle Marktsegment von Desktop und Notebook komplett in den Schatten stellen und Tablets auf dem besten Weg sind, in absehbarer Zukunft zahlenmäßig ebenfalls an den „Personal Computern“ vorbeizuziehen, lohnt es sich, sein etabliertes Weltbild in Bezug auf die aktuell meistverkaufte Android-Plattform zu überprüfen [1]. Ist der sympathische und äußerst beliebte kleine grüne Roboter auch offiziell noch keine fünf Jahre alt, so hat er doch schon eine Menge erlebt und schnelle Entwicklungsphasen stoisch (oder blechköpfig?) durchgestanden. Einige, oft heiß diskutierte Themen möchte ich im Folgenden einzeln aufgreifen und aus aktueller Perspektive diskutieren.

User-Interface-Design

„Android UIs sind inkonsistent und hässlich, auf jedem Gerät sieht Android unterschiedlich aus.“

Aktuell ist eine große Konvergenz der UI-Design-­Philosophie über die mobilen Plattformgrenzen hinweg zu beobachten: das „Flat-Design“. Die erste Welle der Smartphones, allen voran Apples iPhone, stellte den so genannten Skeuomorphismus in den Vordergrund. Dabei wird versucht, in der Nutzeroberfläche das Aussehen natürlicher Dinge realitätsgetreu nachzuahmen: das Notizbuch mit Spiralbindung, Leder­umschlag und Papiertextur, Animationen, die das Umblättern von Buchseiten darstellen, ein Taschenrechner mit Tasten, die durch 3-D-Schatteneffekte plastisch werden etc. Das UI arbeitet hierbei stark mit Schattierungen, Farbgradienten, Texturen, Verzierungen, Animationen usw.

Im Flat-Design dagegen wird das Aussehen einfach und funktional gestaltet – ohne 3-D-Effekte, also buchstäblich „flach“. Texturen, Gradienten und Verzierungen werden weggelassen, und es werden einfache, kräftige Farben verwendet. Icons und Anordnungen sind einfach und klar strukturiert, die Funktionalität steht bewusst im Vordergrund (Abb. 1).

Abb. 1: Flat-Design (Screenshot von Google Keep)

Abb. 2: Google Now mit kartenbasiertem Flat-Design

Abb. 3: Google Play Store im aktuellen Flat-Design

Über das Ende von Android, wie wir es zu kennen glaubten

Android ist anders

Christian Meder


In Zeiten, in denen die Statistiken vermelden, dass die PC-Verkäufe Quartal für Quartal einbrechen, Smartphones das traditionelle Marktsegment von Desktop und Notebook komplett in den Schatten stellen und Tablets auf dem besten Weg sind, in absehbarer Zukunft zahlenmäßig ebenfalls an den „Personal Computern“ vorbeizuziehen, lohnt es sich, sein etabliertes Weltbild in Bezug auf die aktuell meistverkaufte Android-Plattform zu überprüfen [1]. Ist der sympathische und äußerst beliebte kleine grüne Roboter auch offiziell noch keine fünf Jahre alt, so hat er doch schon eine Menge erlebt und schnelle Entwicklungsphasen stoisch (oder blechköpfig?) durchgestanden. Einige, oft heiß diskutierte Themen möchte ich im Folgenden einzeln aufgreifen und aus aktueller Perspektive diskutieren.

User-Interface-Design

„Android UIs sind inkonsistent und hässlich, auf jedem Gerät sieht Android unterschiedlich aus.“

Aktuell ist eine große Konvergenz der UI-Design-­Philosophie über die mobilen Plattformgrenzen hinweg zu beobachten: das „Flat-Design“. Die erste Welle der Smartphones, allen voran Apples iPhone, stellte den so genannten Skeuomorphismus in den Vordergrund. Dabei wird versucht, in der Nutzeroberfläche das Aussehen natürlicher Dinge realitätsgetreu nachzuahmen: das Notizbuch mit Spiralbindung, Leder­umschlag und Papiertextur, Animationen, die das Umblättern von Buchseiten darstellen, ein Taschenrechner mit Tasten, die durch 3-D-Schatteneffekte plastisch werden etc. Das UI arbeitet hierbei stark mit Schattierungen, Farbgradienten, Texturen, Verzierungen, Animationen usw.

Im Flat-Design dagegen wird das Aussehen einfach und funktional gestaltet – ohne 3-D-Effekte, also buchstäblich „flach“. Texturen, Gradienten und Verzierungen werden weggelassen, und es werden einfache, kräftige Farben verwendet. Icons und Anordnungen sind einfach und klar strukturiert, die Funktionalität steht bewusst im Vordergrund (Abb. 1).

Abb. 1: Flat-Design (Screenshot von Google Keep)

Abb. 2: Google Now mit kartenbasiertem Flat-Design

Abb. 3: Google Play Store im aktuellen Flat-Design

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