Die beliebtesten Miniaturcomputer im Überblick

Die beliebtesten Miniaturcomputer im Überblick

Diana Kupfer


Ethernut: Netz trifft Hardware

Am Anfang war das Netz: Das älteste der hier vorgestellten Boards aus der deutschen Elektronikschmiede egnite erwuchs aus dem Vorhaben, TCP/IP auf 8-Bit-Mikrocontrollern zu implementieren. Der britische Softwareentwickler Dave Hudson schrieb Ende der 1990er Jahre ein entsprechendes Open-Source-Betriebssystem mit dem Namen „Liquorice“. Das Hardwarependant, ein AVR-Mikrocontroller-Board auf Basis des ATmega103 und des Ethernet-Controllers RTL­8019AS, entwickelte Harald Kipp. Der nannte das Board „Ethernut“, übernahm wenig später auch das OS-Projekt von Hudson, taufte dieses in „Nut/OS“ um und registrierte diese Hard- und Softwaresymbiose. Das Ethernut-Board zeichnet sich durch ein großes Spektrum an Schnittstellen aus. Eine Besonderheit ist zudem die mitgelieferte Software Nut/OS, ein sehr schlichtes eingebettetes Realtime-Multitasking-Betriebssystem (RTOS) unter BSD-Lizenz, das leicht auf andere Hardwareplattformen portiert werden kann. Außerdem glänzt es durch modulares Design, Event-Queues, dynamisches Speichermanagement, Filesystem-Unterstützung, Stream-I/O-Funktionen und kooperatives Multi-Threading. Neben Nut/OS wird auch Linux unterstützt. Anwendungen werden in der Sprache C geschrieben. Implementiert wird in diesem Projekt ein eigener Netzwerk-Stack, der den Namen Nut/Net trägt. Das aktuellste Ethernut-Board trägt die Versionsnummer 5.

Ethernut 5 CPU: AT91SAM9XE (ARM9-basiert, 200 MHz) | NOR-Flash-Speicher: 512 KB | NAND-Flash: 1 GB | Statischer RAM: 32 KB | SDRAM: 128 MB | Serieller Flash-Speicher: 4 MB | Schnittstellen: Ethernet, 2 x USB, RS-232, Erweiterungsstecker mit 15 digitalen Ein- und Ausgabekanälen, 2 analoge Eingänge, 20-pol. JTAG-Stecker, SD-Kartenslot, Bus für externe Speichererweiterungen u. a., Stromversorgung über USB, Ethernet oder externes 5-24-V-Netzteil | 3 Status-LEDs | Echtzeituhr | Abmessungen: 98 x 78 x 17 mm | Gewicht: 75 g | Preis: ca. 220 Euro Bild: egnite.de

Arduino: Kunst trifft Technik

Wo Kunst und Technik zusammentreffen, entstehen kreative Gadgets: Seinen Anfang nahm das Arduino-Projekt 2005 in der norditalienischen Stadt Ivrea. Massimo Banzi, damals Professor am Institut für Design, suchte nach einer Möglichkeit, wenig technikaffinen Studenten den Umgang mit elektronischen Hilfsmitteln zu erleichtern. Gemeinsam mit dem Ingenieur David Cuartielles entwickelte er die Idee, einen Mikrocontroller zu entwerfen, der sich im Handumdrehen in Designprojekte einbetten ...

Die beliebtesten Miniaturcomputer im Überblick

Die beliebtesten Miniaturcomputer im Überblick

Diana Kupfer


Ethernut: Netz trifft Hardware

Am Anfang war das Netz: Das älteste der hier vorgestellten Boards aus der deutschen Elektronikschmiede egnite erwuchs aus dem Vorhaben, TCP/IP auf 8-Bit-Mikrocontrollern zu implementieren. Der britische Softwareentwickler Dave Hudson schrieb Ende der 1990er Jahre ein entsprechendes Open-Source-Betriebssystem mit dem Namen „Liquorice“. Das Hardwarependant, ein AVR-Mikrocontroller-Board auf Basis des ATmega103 und des Ethernet-Controllers RTL­8019AS, entwickelte Harald Kipp. Der nannte das Board „Ethernut“, übernahm wenig später auch das OS-Projekt von Hudson, taufte dieses in „Nut/OS“ um und registrierte diese Hard- und Softwaresymbiose. Das Ethernut-Board zeichnet sich durch ein großes Spektrum an Schnittstellen aus. Eine Besonderheit ist zudem die mitgelieferte Software Nut/OS, ein sehr schlichtes eingebettetes Realtime-Multitasking-Betriebssystem (RTOS) unter BSD-Lizenz, das leicht auf andere Hardwareplattformen portiert werden kann. Außerdem glänzt es durch modulares Design, Event-Queues, dynamisches Speichermanagement, Filesystem-Unterstützung, Stream-I/O-Funktionen und kooperatives Multi-Threading. Neben Nut/OS wird auch Linux unterstützt. Anwendungen werden in der Sprache C geschrieben. Implementiert wird in diesem Projekt ein eigener Netzwerk-Stack, der den Namen Nut/Net trägt. Das aktuellste Ethernut-Board trägt die Versionsnummer 5.

Ethernut 5 CPU: AT91SAM9XE (ARM9-basiert, 200 MHz) | NOR-Flash-Speicher: 512 KB | NAND-Flash: 1 GB | Statischer RAM: 32 KB | SDRAM: 128 MB | Serieller Flash-Speicher: 4 MB | Schnittstellen: Ethernet, 2 x USB, RS-232, Erweiterungsstecker mit 15 digitalen Ein- und Ausgabekanälen, 2 analoge Eingänge, 20-pol. JTAG-Stecker, SD-Kartenslot, Bus für externe Speichererweiterungen u. a., Stromversorgung über USB, Ethernet oder externes 5-24-V-Netzteil | 3 Status-LEDs | Echtzeituhr | Abmessungen: 98 x 78 x 17 mm | Gewicht: 75 g | Preis: ca. 220 Euro Bild: egnite.de

Arduino: Kunst trifft Technik

Wo Kunst und Technik zusammentreffen, entstehen kreative Gadgets: Seinen Anfang nahm das Arduino-Projekt 2005 in der norditalienischen Stadt Ivrea. Massimo Banzi, damals Professor am Institut für Design, suchte nach einer Möglichkeit, wenig technikaffinen Studenten den Umgang mit elektronischen Hilfsmitteln zu erleichtern. Gemeinsam mit dem Ingenieur David Cuartielles entwickelte er die Idee, einen Mikrocontroller zu entwerfen, der sich im Handumdrehen in Designprojekte einbetten ...

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