Verteilter Zustand in der Cloud

Ein Blick auf Googles neues Feature „Cloud Save“

Arne Limburg, Lars Röwekamp


Für die meisten Android-Anhänger war die Google I/O, die jährliche Google-Entwickler-Konferenz, eine Enttäuschung, wurde doch die sehnlichst erwartete neue Version von Android, nämlich Android 5, nicht einmal erwähnt. Und selbst der Termin für die kleine Version des Betriebssystemupdates, Android 4.3, wurde nicht veröffentlicht.

Eines wurde aber auf dieser Google I/O deutlicher denn je: Google hat einen Plan, wie man der Fragmentierung in Android begegnen will, nämlich jener Tatsache, dass es für ältere Android-Geräte keine aktuellen Betriebssystemversionen mehr gibt, weil diese von den Telefonherstellern zur Verfügung gestellt werden müssten. Diese fokussieren sich aber lieber auf ihre aktuellen Geräte.

Der Plan von Google sieht vor, alle Neuerungen nach Möglichkeit vom Betriebssystem zu entkoppeln und als App über den Play Store zu verteilen. Das hat den großen Vorteil, dass sie auch auf älteren Geräten verfügbar sind. Wer braucht Android 4.3, wenn er alle coolen Features auch auf seinem aktuellen Gerät mit z. B. Android 2.3.3 bekommen kann – sofern dieses von der Leistungsfähigkeit her in der Lage ist, das Feature zu verwenden? Einige Neuerungen, die besonders nah an der Hardware entwickelt werden, müssen allerdings weiterhin mit einem neuen Betriebssystem ausgeliefert werden. Ein Beispiel dafür ist „Bluetooth Low Energy“, das voraussichtlich mit Android 4.3 kommt.

Anstatt also ein neues Android-Betriebssystem vorzustellen, präsentierte Google auf der Google I/O eine ganze Menge neuer APIs, die über verschiedene Apps im Play Store verfügbar sind. Einige davon sind Teil der Play Services selbst, so auch das neue „Cloud Save“-API, das wir hier näher vorstellen wollen.

Synchronisation über die Cloud

Neben dem Cloud-Backup [1], das zum Übertragen der Daten von einem alten Device auf ein neues gedacht ist, bietet Google ja schon länger den „Cloud Messaging“ Service an [2], bei dem man vom eigenen Server aus mit den angeschlossenen Endgeräten kommunizieren kann. Dazu braucht man allerdings, wie geschrieben, einen eigenen Server. Für das einfache Abgleichen von Spielständen zwischen zwei Geräten desselben Benutzers ist das etwas viel Overhead, vor allem, wenn das Spiel ansonsten keinen Server benötigt.

Um diese Lücke zu schließen, gibt es in der aktuellen Version der Google Play Services – genauer gesagt: der Google Play Game Services – ein neues API namens „Cloud Save“. Damit ist es möglich, kleine Pakete in der Google Cloud zu speichern und von einem anderen Ge...

Verteilter Zustand in der Cloud

Ein Blick auf Googles neues Feature „Cloud Save“

Arne Limburg, Lars Röwekamp


Für die meisten Android-Anhänger war die Google I/O, die jährliche Google-Entwickler-Konferenz, eine Enttäuschung, wurde doch die sehnlichst erwartete neue Version von Android, nämlich Android 5, nicht einmal erwähnt. Und selbst der Termin für die kleine Version des Betriebssystemupdates, Android 4.3, wurde nicht veröffentlicht.

Eines wurde aber auf dieser Google I/O deutlicher denn je: Google hat einen Plan, wie man der Fragmentierung in Android begegnen will, nämlich jener Tatsache, dass es für ältere Android-Geräte keine aktuellen Betriebssystemversionen mehr gibt, weil diese von den Telefonherstellern zur Verfügung gestellt werden müssten. Diese fokussieren sich aber lieber auf ihre aktuellen Geräte.

Der Plan von Google sieht vor, alle Neuerungen nach Möglichkeit vom Betriebssystem zu entkoppeln und als App über den Play Store zu verteilen. Das hat den großen Vorteil, dass sie auch auf älteren Geräten verfügbar sind. Wer braucht Android 4.3, wenn er alle coolen Features auch auf seinem aktuellen Gerät mit z. B. Android 2.3.3 bekommen kann – sofern dieses von der Leistungsfähigkeit her in der Lage ist, das Feature zu verwenden? Einige Neuerungen, die besonders nah an der Hardware entwickelt werden, müssen allerdings weiterhin mit einem neuen Betriebssystem ausgeliefert werden. Ein Beispiel dafür ist „Bluetooth Low Energy“, das voraussichtlich mit Android 4.3 kommt.

Anstatt also ein neues Android-Betriebssystem vorzustellen, präsentierte Google auf der Google I/O eine ganze Menge neuer APIs, die über verschiedene Apps im Play Store verfügbar sind. Einige davon sind Teil der Play Services selbst, so auch das neue „Cloud Save“-API, das wir hier näher vorstellen wollen.

Synchronisation über die Cloud

Neben dem Cloud-Backup [1], das zum Übertragen der Daten von einem alten Device auf ein neues gedacht ist, bietet Google ja schon länger den „Cloud Messaging“ Service an [2], bei dem man vom eigenen Server aus mit den angeschlossenen Endgeräten kommunizieren kann. Dazu braucht man allerdings, wie geschrieben, einen eigenen Server. Für das einfache Abgleichen von Spielständen zwischen zwei Geräten desselben Benutzers ist das etwas viel Overhead, vor allem, wenn das Spiel ansonsten keinen Server benötigt.

Um diese Lücke zu schließen, gibt es in der aktuellen Version der Google Play Services – genauer gesagt: der Google Play Game Services – ein neues API namens „Cloud Save“. Damit ist es möglich, kleine Pakete in der Google Cloud zu speichern und von einem anderen Ge...

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