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Java Magazin
Integrierte Prozessplattformen mit Activiti und Camel

Integrierte Prozessplattformen mit Activiti und Camel

Open-Source-Frameworks und Produkte zur Implementierungen von Prozessen gibt es viele. Integrierte Plattformen eher nicht. Erfahren Sie, wie sich Activiti und Camel zu einer integrierten Prozessplattform zusammenführen lassen.

Wolfgang Pleus


In der Softwareentwicklung ist seit langer Zeit ein Trend zu beobachten, bei dem sich die Repräsentation von Quellcode an den Konzepten der Wirklichkeit orientiert. Objekte orientieren sich an realen Dingen wie beispielsweise Versicherungsverträgen, Services an realen Dienstleistungen wie Tarifberechnungen und Prozesse an realen Abläufen wie beispielsweise einer versicherungsfachlichen Policierung. Die damit verbundene erhöhte Abstraktion erleichtert die Kommunikation zwischen Technikern und Nichttechnikern und kann zu verständlichem und intuitivem Quellcode führen. Besonders gut lässt sich das im Bereich der Automatisierung von Geschäftsprozessen und Workflows beobachten. Hierbei werden Prozesse beispielsweise mit BPMN modelliert und ausgeführt. So kann im Idealfall eine gemeinsame Sprache zwischen Fachabteilung und IT etabliert werden.

Eine prozessorientierte Betrachtungsweise findet sich ebenfalls im Bereich der Systemintegration. So bieten gängige Enterprise-Application-Integration-Werkzeuge (EAI) oder Enterprise-Service-Bus-Produkte (ESB) ebenfalls die Möglichkeit, Prozesse entweder grafisch oder mithilfe von domänenspezifischen Sprachen (DSL) oder Fluent APIs zu beschreiben beziehungsweise zu implementieren. Diese Prozesse werden Integrations- oder auch Mediationsprozesse genannt. Die Grenzen zwischen deklarativer und imperativer Entwicklung sind dabei fließend. Laut einer aktuellen Forrester-Studie zum Thema BPM Suites [1] gibt es einen Trend in Richtung integrierter End-to-End BMP Suites, die sowohl benutzerzentrierte (human-centric), als auch integrationszentrierte (integration-centric) Prozesse unterstützen. Und das ist sinnvoll, denn wenn es in der Praxis um Prozessautomatisierung geht, kommen fast immer Aspekte aus den beiden Bereichen Workflow (Geschäftsprozesse) und Mediation (Integration) zum Tragen. Das liegt daran, dass ausführbare Prozesse in jeder nicht trivialen Umgebung mit bestehenden oder neuen Backend-Systemen interagieren müssen. Dazu gehören beispielsweise Datenbanken, CRM-Systeme oder auch Mainframes. Nicht selten werden die genannten Aspekte von unterschiedlichen Produkten abgebildet. Dies führt in der Regel zu Systembrüchen und unnötiger Komplexität.

Vermieden werden kann das durch den Einsatz einer integrierten Prozessplattform, die die Aspekte Mediation und Workflow möglichst ohne Systembrüche unterstützt. Eine solche Plattform kann durch die Kombination von Apache Camel und Activiti realisiert werden. Camel punktet dabei i...

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Integrierte Prozessplattformen mit Activiti und Camel

Integrierte Prozessplattformen mit Activiti und Camel

Open-Source-Frameworks und Produkte zur Implementierungen von Prozessen gibt es viele. Integrierte Plattformen eher nicht. Erfahren Sie, wie sich Activiti und Camel zu einer integrierten Prozessplattform zusammenführen lassen.

Wolfgang Pleus


In der Softwareentwicklung ist seit langer Zeit ein Trend zu beobachten, bei dem sich die Repräsentation von Quellcode an den Konzepten der Wirklichkeit orientiert. Objekte orientieren sich an realen Dingen wie beispielsweise Versicherungsverträgen, Services an realen Dienstleistungen wie Tarifberechnungen und Prozesse an realen Abläufen wie beispielsweise einer versicherungsfachlichen Policierung. Die damit verbundene erhöhte Abstraktion erleichtert die Kommunikation zwischen Technikern und Nichttechnikern und kann zu verständlichem und intuitivem Quellcode führen. Besonders gut lässt sich das im Bereich der Automatisierung von Geschäftsprozessen und Workflows beobachten. Hierbei werden Prozesse beispielsweise mit BPMN modelliert und ausgeführt. So kann im Idealfall eine gemeinsame Sprache zwischen Fachabteilung und IT etabliert werden.

Eine prozessorientierte Betrachtungsweise findet sich ebenfalls im Bereich der Systemintegration. So bieten gängige Enterprise-Application-Integration-Werkzeuge (EAI) oder Enterprise-Service-Bus-Produkte (ESB) ebenfalls die Möglichkeit, Prozesse entweder grafisch oder mithilfe von domänenspezifischen Sprachen (DSL) oder Fluent APIs zu beschreiben beziehungsweise zu implementieren. Diese Prozesse werden Integrations- oder auch Mediationsprozesse genannt. Die Grenzen zwischen deklarativer und imperativer Entwicklung sind dabei fließend. Laut einer aktuellen Forrester-Studie zum Thema BPM Suites [1] gibt es einen Trend in Richtung integrierter End-to-End BMP Suites, die sowohl benutzerzentrierte (human-centric), als auch integrationszentrierte (integration-centric) Prozesse unterstützen. Und das ist sinnvoll, denn wenn es in der Praxis um Prozessautomatisierung geht, kommen fast immer Aspekte aus den beiden Bereichen Workflow (Geschäftsprozesse) und Mediation (Integration) zum Tragen. Das liegt daran, dass ausführbare Prozesse in jeder nicht trivialen Umgebung mit bestehenden oder neuen Backend-Systemen interagieren müssen. Dazu gehören beispielsweise Datenbanken, CRM-Systeme oder auch Mainframes. Nicht selten werden die genannten Aspekte von unterschiedlichen Produkten abgebildet. Dies führt in der Regel zu Systembrüchen und unnötiger Komplexität.

Vermieden werden kann das durch den Einsatz einer integrierten Prozessplattform, die die Aspekte Mediation und Workflow möglichst ohne Systembrüche unterstützt. Eine solche Plattform kann durch die Kombination von Apache Camel und Activiti realisiert werden. Camel punktet dabei i...

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