Retrospektive Java Magazin 9.2005

Retrospektive Java Magazin 9.2005

Bernhard Löwenstein


Ein weiterer Artikel beschäftigte sich mit statischen Variablen, Methoden und Blöcken in Java. Wie der Autor Michael Wiedeking gleich zu Beginn festhielt, ist das Keyword static in einer objektorientierten Sprache mit gewisser Vorsicht zu genießen und oftmals ein Indiz dafür, dass man seine Problemlösung besser nochmals überdenken sollte. So demonstrierte er anhand eines Beispiels, dass die Reihenfolge der statischen Codeteile innerhalb des Java-Quellcodes unbedingt zu beachten ist, da dies sonst zu unerwarteten Phänomenen führt. Diese Erkenntnis überrascht vielleicht den einen oder anderen Java-Entwickler, der bisher davon ausgegangen ist, dass die Reihenfolge der einzelnen Codekonstrukte vollkommen belanglos ist.Mit Apache Cocoon wurde weiterhin auf ein Framework eingegangen, das seinerzeit groß im Gespräch war. Ein Blick auf die Website zeigt, dass das Projekt nach wie vor weiterentwickelt wird, wenngleich sich der Fokus verändert hat. Standen seinerzeit Webapplikationen im Mittelpunkt, rückt in der dritten Version nun der allgemeinere Anwendungsfall ins Zentrum. Sich nicht über die Jahre retten konnte sich das ebenfalls in dieser Ausgabe vorgestellte HiveMind-Projekt. Es handelte sich hierbei laut Jakarta um einen „services und configuration microkernel“. Damit ließ sich der Dependency-Injection-Mechanismus für Services über so genannte Service-Points umsetzen. Der Nutzer konnte hierbei unter anderem konfigurieren, wann ein Service erzeugt werden soll und wie Instanzen davon erstellt werden. Konkret konnte er zwischen vier Service-Models wählen: primitive, singleton, threaded und pooled. Doch all die netten Konzepte halfen nichts – seit 15. April 2009 ziert der Satz „Apache HiveMind has been retired.“ die offizielle Apache-Projektseite.Ich wünsche einen erholsamen Sommer und Happy Coding!Bernhard Löwenstein ist als selbstständiger IT-Trainer und Consultant für javatraining.at und weitere Organisationen tätig. Als Gründer und ehrenamtlicher Obmann des Instituts zur Förderung des IT-Nachwuchses führt er außerdem altersgerechte Roboter-Workshops für Kinder und Jugendliche durch, um diese für IT und Technik zu begeistern.

Mit Apache Cocoon wurde weiterhin auf ein Framework eingegangen, das seinerzeit groß im Gespräch war. Ein Blick auf die Website zeigt, dass das Projekt nach wie vor weiterentwickelt wird, wenngleich sich der Fokus verändert hat. Standen seinerzeit Webapplikationen im Mittelpunkt, rückt in der dritten Vers...

Retrospektive Java Magazin 9.2005

Retrospektive Java Magazin 9.2005

Bernhard Löwenstein


Ein weiterer Artikel beschäftigte sich mit statischen Variablen, Methoden und Blöcken in Java. Wie der Autor Michael Wiedeking gleich zu Beginn festhielt, ist das Keyword static in einer objektorientierten Sprache mit gewisser Vorsicht zu genießen und oftmals ein Indiz dafür, dass man seine Problemlösung besser nochmals überdenken sollte. So demonstrierte er anhand eines Beispiels, dass die Reihenfolge der statischen Codeteile innerhalb des Java-Quellcodes unbedingt zu beachten ist, da dies sonst zu unerwarteten Phänomenen führt. Diese Erkenntnis überrascht vielleicht den einen oder anderen Java-Entwickler, der bisher davon ausgegangen ist, dass die Reihenfolge der einzelnen Codekonstrukte vollkommen belanglos ist.Mit Apache Cocoon wurde weiterhin auf ein Framework eingegangen, das seinerzeit groß im Gespräch war. Ein Blick auf die Website zeigt, dass das Projekt nach wie vor weiterentwickelt wird, wenngleich sich der Fokus verändert hat. Standen seinerzeit Webapplikationen im Mittelpunkt, rückt in der dritten Version nun der allgemeinere Anwendungsfall ins Zentrum. Sich nicht über die Jahre retten konnte sich das ebenfalls in dieser Ausgabe vorgestellte HiveMind-Projekt. Es handelte sich hierbei laut Jakarta um einen „services und configuration microkernel“. Damit ließ sich der Dependency-Injection-Mechanismus für Services über so genannte Service-Points umsetzen. Der Nutzer konnte hierbei unter anderem konfigurieren, wann ein Service erzeugt werden soll und wie Instanzen davon erstellt werden. Konkret konnte er zwischen vier Service-Models wählen: primitive, singleton, threaded und pooled. Doch all die netten Konzepte halfen nichts – seit 15. April 2009 ziert der Satz „Apache HiveMind has been retired.“ die offizielle Apache-Projektseite.Ich wünsche einen erholsamen Sommer und Happy Coding!Bernhard Löwenstein ist als selbstständiger IT-Trainer und Consultant für javatraining.at und weitere Organisationen tätig. Als Gründer und ehrenamtlicher Obmann des Instituts zur Förderung des IT-Nachwuchses führt er außerdem altersgerechte Roboter-Workshops für Kinder und Jugendliche durch, um diese für IT und Technik zu begeistern.

Mit Apache Cocoon wurde weiterhin auf ein Framework eingegangen, das seinerzeit groß im Gespräch war. Ein Blick auf die Website zeigt, dass das Projekt nach wie vor weiterentwickelt wird, wenngleich sich der Fokus verändert hat. Standen seinerzeit Webapplikationen im Mittelpunkt, rückt in der dritten Vers...

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