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Android Wear - Ein Überblick

Android am Arm


Die von Google auf der I/O-Konferenz ­vorgestellte Betriebssystemvariante für Smartwatches ermöglicht einige interessante Anwendungsfälle. Wir werfen einen Blick auf die Möglichkeiten.

Smartphones haben die Welt verändert. Durch die beinahe flächendeckende Versorgung mit günstigem Zugriff auf das Internet haben sie dafür gesorgt, dass wir nahezu immer online sein können und permanent mit Freunden, Kollegen und Familien in Verbindung stehen. Zunehmend ist jedoch das Phänomen zu beobachten, dass Smartphonebenutzer sich in ihren Geräten „verlieren“: Eigentlich wollte man nur schnell eine Benachrichtigung checken, aber wo man gerade hier ist, warum nicht eben schnell noch nach neuen Mails schauen? Ehe man sich’s versieht, ist man auf Facebook gelandet, und was eigentlich nur eine kurze Unterbrechung sein sollte, ist in eine halbe Stunde oder mehr ausgeartet. Untersuchungen haben gezeigt, dass Nutzer für relativ lange Zeitspannen in ihr Smartphone abtauchen (Abb. 1). Selbst im Beisein anderer und in Gesprächssituationen tun wir uns schwer damit, die Geräte ruhen zu lassen. Als Gegenbewegung erfreut sich das Phone-Stacking wachsender Beliebtheit: Beim gemeinsamen Essen werden alle Telefone in der Mitte des Tischs aufgestapelt. Wer als erster „zuckt“ und sein Telefon aus dem Stapel zieht, muss eine Runde zahlen.

Mit Android Wear hat Google sich zum Ziel gesetzt, die von Benachrichtigungen in Anspruch genommenen Zeitspannen deutlich zu reduzieren und es den Benutzern so zu ermöglichen, sich um ihr eigentliches Leben zu kümmern (Abb. 1).

friese_abb1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Typische Aufmerksamkeitsmuster bei Verwendung von Smartphones und Smartwatches

Ein zentrales Element der kreativen Vision der An­droid-Wear-Plattform ist die Reduktion auf das Wesentliche. Nicht von ungefähr fiel die Wahl des Formfaktors auf die Uhr – ein Hilfsmittel, dass die Menschheit seit hunderten von Jahren einsetzt: Wir sind es gewohnt, nicht permanent auf die Uhr zu starren, sondern nur ab und zu einen schnellen Blick auf die aktuelle Uhrzeit oder das Datum zu werfen. Android führt diese Tradition fort, indem es folgende Designprinzipien umsetzt:

  • Informationen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort: basierend auf dem aktuellen Kontext des Benutzers (Ort, Zeit, Aktivität) können auf dem Wearable oder dem gekoppelten Handheld (Smartphone oder Tablet) laufende Applikationen gezielt Informationskarten in den sog. Context Stream des Benutzers einfügen und ihn so mit relevanten Informationen versorgen, ohne dass er dazu ...

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