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Bücher: Big Data für IT-Entscheider


Was ist „Big Data“? Wie gewinne ich die Daten und womit? Dies sind, kurz zusammengefasst, die drei zentralen Fragen, die Pavlo Baron in seinem Buch beantworten möchte. Dem Ganzen voran gestellt ist ein Kapitel Management Summary. Dort beschreibt der Autor, wie umfangreich das Thema „Big Data“, das er bewusst in Anführungszeichen setzt, sei. Insofern sei das gesamte Buch nichts anderes als eine Zusammenfassung für Entscheider. Und in der Tat, wer detaillierte technische Lösungen sucht, sollte dieses Buch nicht lesen. Wer aber eine Idee dessen sucht, was Big Data ist und wozu die Informationsgewinnung eingesetzt werden könnte, der erhält einen recht schönen Ein- und Überblick. Hier steht bewusst könnte, denn das Buch zeigt nur wenige exemplarische Anwendungsmöglichkeiten auf. Stattdessen spinnt der Autor den Faden von Ideen und Visionen, den aber jedes Unternehmen basierend auf den eigenen Geschäftszielen aufgreifen und weiterspinnen muss.

Ob es nun darum geht, in die eigene Anwendung fachliche Logs einzubauen, die es erlauben, den (anonymen) Besucher besser kennenzulernen und ihn gezielt weiterzuleiten, oder darum, öffentliche Quellen wie soziale Netze anzuzapfen: Die dabei entstehende Datenmenge kann so groß werden, dass sie nicht unbedingt erst vollumfänglich gespeichert und später gemütlich ausgewertet werden kann. Vielmehr seien die Daten häufig gleich nach ihrer Entstehung auszuwerten und allenfalls Aggregate zu speichern. Nachdem „was“ und „wie“ geklärt sind, geht es an das „womit“: In der Regel reicht es nicht, einen redundanten Boliden zu nutzen. Skalierung, Vermeidung von Latenzen und Sonstiges zwingen zu verteilten Systemen. Werft die Enterprise-Denke weg und beschäftigt euch mit der Auswertung unstrukturierter Daten, lernenden Algorithmen und Data Science, so die Aussage des Autors. Nun, für klassische Anwendungen ist diese Aufforderung nicht unbedingt brauchbar, aber hier geht es ja um Big Data und da ist eine angepasste Herangehensweise erforderlich.

Der Titel des ersten Kapitels soll den Leser ein wenig provozieren. Überhaupt, Baron schreibt stark aus der Ich-Perspektive und, wie er sagt, mit viel Sarkasmus. Er sei derjenige, der sich auskenne, der Leser derjenige, der lernen müsse. Nun, das trifft auf die meisten Fachbücher zu, hier grenzt das Ganze zeitweilig ans Überhebliche. Man muss Barons Schreibstil schon mögen, um das Buch zu lesen. Oder seine Bemerkungen einfach überlesen, und sich auf den Inhalt konzentrieren. Dann aber ist das Buch...

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