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Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten

Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten


Diese Folge unserer Kolumne skizziert mögliche Reaktionen, die Sie bei Reviews (auch genannt Bewertung, Analyse oder Audits) von Softwaresystemen erleben können. Wir beschäftigen uns mit Gegnern und verschiedenen Stufen der Ablehnung.

Ausgangspunkt: Ein Review

Vor Änderungen oder Verbesserungen an Software hilft es ungemein, wenn Sie sich zuerst einen Überblick über vorhandene Risiken, Probleme und deren Ursachen verschaffen. Sie können diese Probleme systematisch aufdecken [1], [2] und dazu passende Lösungs- oder Abhilfemaßnahmen entwerfen [2].

Sie haben mit einem kleinen Team erfahrener Softwerker einen gründlichen Review eines Softwaresystems und der damit verbundenen Entwicklungsprozesse durchgeführt. Qualitative Analyse (nach ATAM [1]), statische Codeanalyse, Laufzeitmessungen (Profiling) sowie die Analyse der beteiligten Daten, begleitet durch systematische Interviews der wesentlichen beteiligten Personen haben Ihnen geholfen, viele Risiken und Probleme aufzudecken. Sie haben technische Schulden entdeckt und einige frühere Entwurfs- und Implementierungsentscheidungen als Ursache für Qualitätsdefizite identifiziert.

Anschließend haben Sie Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet, sowohl für das Vorgehen im Projekt als auch strukturell oder konzeptionell in Architektur, Quellcode und Datenstrukturen der Software. Schließlich stellen Sie Ihre Ergebnisse im Rahmen einer Abschlusspräsentation den beteiligten Stakeholdern vor.

Die Stufen der Reaktion

Egal wie Ihre Untersuchungsergebnisse konkret aussehen – als Reaktion auf eine Liste von Risiken und Problemen werden Sie einige typische Verhaltensmuster erleben (Abb. 1):

  • Einige Personen werden enthusiastisch zustimmen: „Das haben wir schon immer gesagt – aber niemand wollte auf uns hören!“. Wahrscheinlich haben Ihnen diese Enthusiasten in Interviews eine Menge Details aus dem Nähkästchen erklärt, Sie sozusagen auf direktem Weg auf die vorhandenen Probleme und Schwachstellen hingewiesen. Sie versprechen sich normalerweise von Ihren Ergebnissen eine direkte Verbesserung ihrer eigenen Situation.

  • Manche Stakeholder stimmen Ihren Ergebnissen zu, ohne sich besonders dazu zu äußern.

  • Wieder andere betrachten Ihre Resultate völlig neutral. Diese Stakeholder sind oft von den gefundenen Problemen oder Abhilfemaßnahmen nicht betroffen.

  • Nun wird es langsam interessant – beziehungsweise es weht der kalte Wind der Ablehnung. Die weiteren Stufen möchten wir Ihnen etwas detaillierter präsentieren.

starke_abb1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Reacti...

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