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Teil 3: Bekannte Umgebungen schaffen und behalten

Konsistenz


Wer schon einmal drei verschiedene JavaScript-Frameworks für REST Calls auf ein und derselben Seite gefunden hat und dann in der misslichen Lage war, eine Änderung einbringen zu müssen, der weiß: Konsistenz ist für Websysteme ein wichtiges Qualitätsmerkmal. In diesem Artikel beschreiben wir, was Konsistenz eigentlich ist, und was es bedeutet, wenn sie vermisst wird.

Der Begriff der Konsistenz ist mit unterschiedlichsten Konnotationen überladen. Usabilityexperten meinen beispielsweise mit Konsistenz die einheitliche Verwendung von Bedienelementen, die die Erlernbarkeit einer Software steigert. In der Anforderungsanalyse kann Konsistenz die Bewertung von Anforderungen meinen. In der Systemanalyse gilt ein System als konsistent, wenn eine mehrfach durchgeführte Messung immer dasselbe Resultat liefert. Bei der Architekturdokumentation taucht schließlich die Frage nach der Konsistenz im Sinne einer Prüfung auf Widersprüche auf. In diesem Artikel geht es aber um die Konsistenz in der Softwareerchitektur eines Websystems.

Konsistenz definieren wir als die durchgängige Anwendung von Entwurfsentscheidungen. Daraus resultiert die Nutzung einheitlicher Design-, Produktions- und Dokumentationstechniken sowie die einheitliche Verwendung von ausgewählten Technologien und Frameworks. Prämisse für den Vorteil von Konsistenz ist die Tatsache, dass es einfacher ist, Dinge in einer bekannten Umgebung zu tun. Maßnahmen zur Erhaltung der Konsistenz drehen sich also hauptsächlich darum, eine Umgebung als bekannt zu erhalten. Dies ist bei Websystemen schwierig, weil hier die Änderungsrate hoch ist, das verfügbare Budget aber knapp und die Deadlines eng. Wir behaupten, dass all dies überhaupt nur erfolgreich erreicht werden kann, wenn Konsistenz gegeben ist, da sie andere Systemqualitäten wie die Komplexität oder Änderbarkeit maßgeblich beeinflusst.

Klassifikation

Die Konsistenz gehört für uns mit zur Wartbarkeit, obwohl sie in keinem ISO-Standard als Qualität geführt wird. Abbildung 1 ordnet die Konsistenz ein. Stefan Toth hat in seinem Buch [1] die Qualitätsmerkmale nach Akzeptanzkriterien, Qualitätsgeschichten und allgemeinen Merkern klassifiziert. Bei der Konsistenz handelt es sich um einen allgemeinen Merker, der allen Projektbeteiligten präsent sein sollte, aus dem wir im Laufe des Artikels organisatorische und methodische Maßnahmen ableiten. Wir haben weiter unten ein paar Beispiele für solche Szenarien dokumentiert, die zur Kommunikation im Team genutzt werden können.

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