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Apples Programmiersprache in Version 2.0 Open Source

Swift 2.0 wird Open Source


Auf der diesjährigen WWDC-Konferenz kündigte Craig Federighi an, dass Apple seine neue, vor einem Jahr veröffentlichte Programmiersprache Swift, genauer gesagt: den Compiler und die Standardbibliotheken, unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen wird. Dies soll mit der kommenden Version 2.0 bis Ende dieses Jahres geschehen bzw. sobald diese den finalen Status erreicht hat.

Apple hat vor, diese Komponenten auch für Linux zu veröffentlichen, was bedeuten könnte, dass ein Entwickler irgendwann möglicherweise gar nicht mehr zwingend Apple-Geräte braucht, um für die Plattform zu entwickeln.

Und warum hat Cupertino vor einem Jahr überhaupt eine gänzliche neue Programmiersprache aus der Taufe gehoben? Klar, um die mit 32 schon in die Jahre gekommene Sprache Objective-C, die noch immer die primäre Sprache für Apple-iOS- und OS-X-Entwickler ist, abzulösen. Objective-C hatte Apple damals durch NeXT eingekauft, als Steve Jobs einige Zeit gezwungenermaßen außerhalb von Apple tätig werden musste.

Durch Swift wird die Lernkurve für viele Entwickler deutlich flacher, um in die „iWelt“ einzusteigen, denn Objective-C war und ist nicht einfach zu lesen und zu schreiben. Vorkenntnisse in Java sind für Objective-C nicht wirklich sehr hilfreich gewesen. Swift jedoch sieht Java an mehreren Stellen sehr ähnlich bzw. hat sich aus sämtlichen modernen Programmiersprachen bei den „coolen“ Sprachkonzepten bedient. So gibt es zahlreiche Sprachkonstrukte, die man sich als Java-Entwickler schon länger in Java wünscht und die man ohne große Hindernisse sofort mit Swift produktiv einsetzen kann.

Apple bereits ein Open Source Player

Apple ist bereits ein Mitspieler bei verschiedenen Open-Source-Projekten wie beispielsweise Darwin und WebKit, auch wenn die Firma sich nicht in erster Linie durch ihren Open-Source-Einsatz auszeichnet und sich das Thema nicht sehr stark in ihrem bisherigen Geschäftsmodell widerspiegelt. Erst die Open-Source-Veröffentlichung ihres ResearchKit vor Kurzem zeigt wieder eine größere Bewegung in diese Richtung.

Der neuen Sprache kann es nicht schaden, von einer großen und sicherlich fähigen Community noch mehr Input zu bekommen, um dadurch noch schneller eine größere Userbase aufzubauen. Dadurch wird die Hürde für die Adaption von Swift in der Zukunft viel geringer, denn die Sprache werden evtl. so manche Leute dann bereits aus Projekten oder sogar aus Vorlesungen an Schulen oder Hochschulen kennen. Denn Swift eignet sich hervorragend, um verschiedenste Prog...

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