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Drittes Major-Release von Vert.x

Vert.x: Sieg in Runde 3


Vert.x hat sich in den letzten Jahren als einer der wichtigsten Vertreter reaktiver, aktorenartiger Anwendungsframeworks etabliert. Am 24. Juni ist nun endlich das dritte Major-Release mit einer Vielzahl an Neuerungen erschienen. In diesem Artikel werde ich einen kurzen Überblick zu den wichtigsten neuen Features und Änderungen geben.

Video: Vert.x for World Domination

Bevor ich in den technologischen Part einsteige, möchte ich noch kurz etwas zur Geschichte und aktuellen Situation von Vert.x schreiben. Schon seit 2011 – noch während seiner Zeit bei VMware – entwickelte Tim Fox die erste Version von Vert.x. Sie zeigte, dass Node.js-artige, eventgetriebene Frameworks auch mit den Mitteln der JVM umsetzbar sind. Mit seinem Weggang erhielt das Projekt einen deutlichen Aufmerksamkeitssprung, der allerdings mehr mit dem Copyright-Disput zwischen seinem alten und neuen Arbeitgeber (Red Hat) zu tun hatte.

Nachdem man sich darauf geeinigt hatte, das Projekt unter die Schirmherrschaft der Eclipse Foundation zu stellen, konnte Tim seine Arbeit an Version 2 fortsetzen. Vert.x 2 ist in meinen Augen die Version, mit der sich Vert.x endlich aus dem Schatten von Node.js löst und sich als ernsthafte Alternative zu konventionellen Frameworks etabliert. Der verteilte EventBus, die polyglotte Ausrichtung des API und das simple aktorenartige Threading Model weckten die Neugier vieler Entwickler. Gleichzeitig erkannte auch Red Hat sein Potenzial und begann, das Team schrittweise zu vergrößern. 2013 stieß Julien Viet als Vollzeitentwickler hinzu. Vor ein paar Monaten folgten dann noch Paulo Lopes und Clement Escoffier.

Vert.x 3 startet also mit einer aktiven Community, vier von Red Hat bezahlten Vollzeitentwicklern und einem durch Vert.x 2 gut gefüllten Polster an Erwartungen in das neue Major-Release.

Bessere Voraussetzungen haben nur wenige Projekte. Mal sehen, was das Team uns da serviert hat.

Eine neue Richtung

Ein wichtiger Aspekt des Vert.x-Frameworks war die Möglichkeit, es als Bibliothek statt als Container zu verwenden. Mit der neuen Version soll dieser Aspekt noch viel stärker in den Vordergrund treten. Um aufkeimende Bedenken einzufangen: Auch gilt weiterhin, dass Module und Verticles der präferierte Weg sind, eine Anwendung zu bauen.

Allerdings möchte man dies dem Entwickler nicht mehr vorschreiben und hat das API so umgestaltet, dass auch Anwendungen komplett ohne Module und Verticles gebaut werden können. So wird man in Zukunft viel öfter ähnliche Konstrukte ...

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