Java Magazin - 09.2016 - Entwickler an die Macht! Softwarearchitektur für alle


Preis: 9,80 €

Erhältlich ab:  August 2016

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Sven Ruppert, Peter Hruschka, Gernot Starke, Daniel Takai, Michael Schäfer, Achim Müller, Stefan Zörner, Johannes Dienst, Holger Voormann, Melanie Feldmann, Christian Schneider, Lars Röwekamp, Michael Müller, Tobias Getrost, Stefan Toth, Daniel Bornkessel, Carsten Pelka, Thorsten Kamann, Manfred Steyer, Anton Epple

Die klassischen Antworten auf Komplexität, Kontrolle, Regulierung und Mikromanagement, sind schon längst überholt. Aber gerade in letzter Zeit zeigt sich, dass sie endgültig zum alten Eisen gehören. Denn mit den Sprüngen an Komplexität, die Softwareentwicklung gerade macht, können starre Gebilde nicht mehr mithalten. Entweder fliegt Entwicklern und Management die Software um die Ohren oder versinkt in Stagnation.

Der andere Weg ist loszulassen und Freiheit zuzulassen. Unter dieser Prämisse steht die Erkenntnis, dass es heute keinen allwissenden Architekturguru mehr geben kann. Kein Mensch kann solch komplexe Gebilde, wie sie die Softwareentwicklung schafft, komplett überblicken. Komplexität muss gespalten werden, auf Teams und Menschen verteilt. Deswegen ergibt die Kombination aus agiler Softwareentwicklung und Microservices so viel Sinn. Es sind Puzzleteile, die richtig zusammengesetzt ein Bild ergeben.

Wer selbst über sein Tun entscheidet und nicht einem Befehl von oben folgt, muss für seine Entscheidungen auch gerade stehen. Aus großer Macht folgt große Verantwortung. Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, führt außerdem dazu, dass es keinen Dienst nach Vorschrift mehr gibt. Das schöne Wort Ownership fällt in diesem Kontext oft und beschreibt dieses verantwortungsvolle Besitzgefühl. Daraus entsteht Motivation, die sich in besserer Arbeit niederschlägt. Doch dieser Ansatz darf nicht ins Negative verkehrt werden. Aus Verantwortung darf keine Kultur erwachsen, die sofort einen Sündenbock sucht, wenn mal etwas schief geht. Denn aus Fehlern kann und soll man lernen. Das geht nicht, wenn aus Angst, sofort als Buhmann dazustehen, Fehler unter den Teppich gekehrt werden.

Außerdem dürfen Unternehmen und Manager nicht in die Falle tappen, Entwicklern mit Mikromanagement die Freiheit zu nehmen, die sie ihnen gerade gegeben haben. Wer Teams Entscheidungsfreiheit verspricht und ihnen dann doch alles vorschreibt, hat schon verloren. Für Richtlinien bei der Softwarearchitektur gilt: So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Außerdem sollten Regeln es den Entwicklern nicht unnötig schwer machen, gute Software zu bauen. Denn eines ist sicher: Wenn Umwege aufgezwungen werden, suchen Menschen nach Abkürzungen. Wo kein Weg ist, entsteht eben ein Trampelpfad. Die Hauptstraße in Richtung erfolgreicher Softwareprojekte und -produkte – und erfolgreicher Entwicklerinnen und Entwickler – zeigen Ihnen unsere Autoren Stefan Zörner, Stefan Toth und Christian Schneider in unserer Titelstory zum Thema Softwarearchitektur. Vielleicht ist Ihr Team oder Ihr Unternehmen ja bereits auf dem Weg unterwegs, den die Autoren beschreiben. Falls nicht, sind ihre Texte der ideale Wegweiser für Sie.

In diesem Sinne: Werden Sie zum Architekten! Falls Sie es nicht bereits sind.

feldmann_melanie_sw.tif_fmt1.jpgMelanie Feldmann, Redakteurin

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